Ein 85 Jahre alter Mann ist am frühen Morgen des 27. März 2026 auf der Obwodnica Trójmiasta mit einem Porsche rund zwei Kilometer in die falsche Richtung gefahren. Zwei außer Dienst befindliche Polizeibeamte stoppten den Wagen schließlich auf der Gdynia-Abschnitt der Schnellstraße. Verletzt wurde nach Polizeiangaben niemand.
Zwei Beamte stoppen Porsche
Ein 85-Jähriger fuhr auf der Umgehungsstraße der Dreistadt rund zwei Kilometer entgegen der Fahrtrichtung, bis ihn zwei außer Dienst befindliche Polizisten anhielten.
Fahrer war laut Test nüchtern
Ein Atemalkoholtest ergab, dass der Mann keinen Alkohol getrunken hatte. Die Ursache der Falschfahrt blieb offiziell offen.
Gericht muss den Fall bewerten
Die Polizei entzog den Führerschein und leitete ein Verfahren wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ein.
An 85-year-old man drove a Porsche the wrong way for approximately two kilometers on the Umgehungsstraße der Dreistadt in den frühen Morgenstunden des 27. März 2026, bevor er von zwei außer Dienst befindlichen Polizeibeamten gestoppt wurde. Der Vorfall ereignete sich vor 3:00 Uhr auf dem Gdynia-Abschnitt der Schnellstraße, auf dem Teilstück in Richtung Chwaszczyno. Andere Fahrer versuchten, den Porsche-Fahrer mit Licht- und Tonsignalen zu warnen, doch er fuhr weiter entgegen der Fahrtrichtung. Die Beamten aus der Verkehrsdienststelle der Städtischen Polizeidirektion in Gdynia hatten bereits Dienstschluss, als sie das Fahrzeug bemerkten und sofort eingriffen. Sie brachten den Wagen an der Ausfahrt zur Trasa Kaszubska am Knoten Gdynia Wielki Kack zum Stehen. Ein Atemalkoholtest ergab, dass der 85-Jährige vollständig nüchtern war. Die Beamten informierten den Diensthabenden, und ein Streifenwagen wurde geschickt, um die weiteren Maßnahmen zu übernehmen.
Außerdienstliche Beamte verhinderten nach Polizeiangaben Schlimmeres Die beiden Beamten handelten auch außerhalb ihrer Dienstzeit ohne Zögern, was die Polizeiführung als vorbildlich bezeichnete. Nach Angaben der Städtischen Polizeidirektion in Gdynia habe der Vorfall gezeigt, dass „ein Polizeibeamter 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche im Dienst ist“. Das schnelle und entschlossene Eingreifen verhinderte womöglich einen tödlichen Frontalzusammenstoß auf einer Schnellstraße mitten in der Nacht. Nachdem der Streifenwagen am Einsatzort eingetroffen war, übergaben die außer Dienst befindlichen Beamten den Fall. Die eingetroffene Streife nahm den Fahrer formal auf und erledigte die anschließenden Verwaltungsschritte. Ein Zusammenstoß oder Verletzte wurden nach der Falschfahrt nicht gemeldet. „Der Mann fuhr in die falsche Richtung etwa zwei Kilometer weit und stellte damit eine reale Gefahr für andere Verkehrsteilnehmer dar. Trotz der Versuche anderer Fahrer, ihn mit Licht- und Tonsignalen zu warnen, fuhr er weiter. Schließlich wurde er von Beamten an der Ausfahrt zur Trasa Kaszubska gestoppt.” — Marek Kobiałko via radiogdansk.pl
Führerschein eingezogen, Gericht entscheidet über das weitere Vorgehen Die Polizei beschlagnahmte den Führerschein des 85-Jährigen als direkte Folge der Gefahr, die er im Straßenverkehr verursacht hatte. Dem Mann drohen Anklagen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs, eine Straftat, über deren rechtliche Folgen ein Gericht entscheidet. Aspirant Marek Kobiałko, Pressesprecher der Städtischen Polizeidirektion in Gdynia, bestätigte alle Einzelheiten des Vorfalls. „Ihre Aufmerksamkeit und ihr verantwortungsbewusstes Verhalten machten es möglich, das Fahrzeug wirksam zu stoppen und den Fahrer, der eine ernsthafte Gefahr für Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer darstellte, am Weiterfahren zu hindern.” — Marek Kobiałko via Dziennik Bałtycki Die Beamten teilten öffentlich nicht mit, was den Fahrer dazu veranlasst hatte, entgegen der Fahrtrichtung auf die Schnellstraße zu fahren. Da der Fahrer nüchtern war, schied Alkohol als Ursache aus; die offizielle Kommunikation ließ den Grund damit offen. Der Fall liegt nun vollständig bei der Justiz. „Der Mann wurde auf Alkohol im Körper getestet. Wie sich herausstellte, war er nüchtern.” — Marek Kobiałko via Dziennik Bałtycki
Falschfahrten auf Schnellstraßen bleiben ein erhebliches Sicherheitsrisiko Falschfahrten auf Schnellstraßen und zweibahnigen Straßen sind in Polen und Europa ein wiederkehrendes Problem der Verkehrssicherheit, insbesondere nachts, wenn die Sicht eingeschränkt ist und weniger Verkehr herrscht. Das polnische Verkehrsrecht stuft die Gefährdung des Straßenverkehrs als Straftat ein und nicht nur als Ordnungswidrigkeit. Wer so handelt, muss daher mit einer Verfolgung vor einem Strafgericht rechnen. Die Umgehungsstraße der Dreistadt als Teil des Schnellstraßennetzes S6 führt ein hohes Verkehrsaufkommen und verbindet die Agglomeration Trójmiasto mit dem übrigen Schnellstraßennetz des Landes. Der Gdynia-Abschnitt der Umgehungsstraße der Dreistadt, auf dem sich der Vorfall ereignete, ist eine Schnellstraße mit hoher Geschwindigkeit und beschränktem Zugang, auf der Falschfahrten ein akutes Risiko tödlicher Zusammenstöße darstellen. Dass der Fahrer 2 (Kilometer gegen die Fahrtrichtung) — Strecke gegen die Fahrtrichtung auf der Schnellstraße zurücklegte, bevor er gestoppt wurde, zeigt, wie lange die Gefahr anhielt. Der nächtliche Zeitpunkt vor 3:00 Uhr bedeutete zwar weniger Verkehr als in den Spitzenstunden, doch jedes Fahrzeug, das in der richtigen Richtung mit Schnellstraßentempo unterwegs war, hätte nur wenig Zeit gehabt, auf ein entgegenkommendes Auto zu reagieren. Dass es weder zu Verletzten noch zu einem Zusammenstoß kam, war nach Einschätzung der Polizei allein dem Eingreifen der beiden außer Dienst befindlichen Beamten und den Ausweichmanövern anderer Fahrer zu verdanken, die mit Licht und Hupe auf die Gefahr aufmerksam machten.
Mentioned People
- Marek Kobiałko — Press officer for the Municipal Police Headquarters in Gdynia
Sources: 4 articles
- 85-latek jechał pod prąd obwodnicą Trójmiasta. Kierowca Porsche stanie przed sądem (Dziennik Bałtycki)
- "Policjantem jest się całą dobę". Funkcjonariusze po służbie zatrzymali 85-latka jadącego pod prąd (polsatnews.pl)
- Mogło dojść do tragedii. Senior jechał Porsche pod prąd obwodnicą Trójmiasta - Radio Gdańsk (radiogdansk.pl)
- Porsche jechało pod prąd obwodnicą. Niebezpieczna sytuacja w Trójmieście (rmf24.pl)