Sean Penn hat die 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 ausgelassen, obwohl er dort als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde. Stattdessen reiste der 65-Jährige zu einem privaten Besuch in die Ukraine und traf am 16. März in Kyjiw Präsident Wolodymyr Selenskyj. Das Treffen fiel in eine Phase russischer Drohnenangriffe auf die Hauptstadt.
Oscar-Abend ohne Preisträger
Sean Penn blieb der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 fern, obwohl er als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wurde.
Privates Treffen in Kyjiw
Am 16. März 2026 traf Penn in Kyjiw den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj zu einem nach Berichten privaten Besuch.
Besuch während Drohnenangriffen
Das Treffen fand zeitgleich mit russischen Drohnenangriffen auf Kyjiw statt. Trümmerteile fielen laut ANSA auf den Maidan-Platz.
Anreise über Polen
Nach Angaben polnischer Medien reiste Penn über Polen in die Ukraine. Sein Team hielt die Pläne demnach bis zuletzt geheim.
Mögliche Weiterreise an die Front
HotNews.ro zufolge äußerte Penn nach dem Treffen den Wunsch, auch die Frontlinien des Krieges zu besuchen.
Sean Penn ist der 98. Verleihung der Academy Awards am 15. März 2026 ferngeblieben, obwohl er dort den Oscar als bester Nebendarsteller gewann. Statt an der Gala teilzunehmen, reiste der 65-Jährige zu einem privaten Besuch in die Ukraine und traf am 16. März 2026 den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Kyjiw. Penn erhielt die Auszeichnung für seine Rolle in dem Politthriller „One Battle After Another“ von Regisseur Paul Thomas Anderson, wie Reuters berichtete. Selenskyj veröffentlichte ein Foto des Treffens und bezeichnete Penn als einen „wahren Freund der Ukraine“. Der Besuch fand zu einem Zeitpunkt statt, als russische Drohnen Kyjiw angriffen. Trümmerteile der Attacken gingen laut ANSA auf den Maidan Square nieder.
Penn reiste über Polen nach Kyjiw Nach Angaben des polnischen Mediums Super Express gelangte Penn über Polen in die Ukraine. Sein Team habe die Reisepläne bis zuletzt vertraulich behandelt, berichtete RMF24. Dass Penn die Preisverleihung zugunsten der Reise ausließ, fand breite Beachtung, weil er damit seinen dritten Academy Award entgegennahm oder vielmehr nicht persönlich entgegennahm — ein Schritt, der in der Laufbahn eines Schauspielers besonderes Gewicht hat. Reuters beschrieb Penns Rolle in „One Battle After Another“ als die eines besessenen Militäroffiziers in einem Politthriller. Dass der Besuch auf die Oscar-Nacht fiel, unterstrich Penns seit Langem öffentlich sichtbares Engagement im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine.
Selenskyj nennt Penn inmitten von Drohnenangriffen einen „wahren Freund“ Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj, der seit 2019 als sechster Präsident der Ukraine im Amt ist, veröffentlichte in sozialen Netzwerken ein Foto des Treffens mit Penn. Nach Angaben von ANSA und Polsat News bezeichnete Selenskyj ihn als einen „wahren Freund der Ukraine“. Das Treffen fand vor dem Hintergrund eines russischen Drohnenangriffs auf Kyjiw statt. Bruchstücke abgefangener oder abgeschossener Drohnen gingen nach einem Bericht von ANSA auf dem Maidan-Platz nieder. HotNews.ro zufolge hatte der Besuch privaten Charakter. Das Treffen verlieh Penns anhaltendem persönlichem Engagement für die Ukraine während des andauernden Krieges eine zusätzliche öffentliche Dimension.
Penn will nach dem Treffen in Kyjiw die Front besuchen Nach seinem Treffen mit Selenskyj habe Penn den Wunsch geäußert, an die Front des Krieges zu reisen, berichtete HotNews.ro. Weitere Einzelheiten zu Zeitpunkt oder Ort eines solchen Besuchs wurden in den vorliegenden Berichten nicht bestätigt. Penn hält seit dem Beginn der großangelegten russischen Invasion im Februar 2022 eine sichtbare Verbindung zur Ukraine aufrecht. Im März 2022 gehörte er Reuters zufolge zu den Tausenden Menschen, die zu Fuß nach Polen flohen. Im November 2022 lieh Penn Selenskyj nach Ergebnissen von Websuchen seine Oscar-Statue als symbolische Geste der Solidarität. Russland belegte Penn im September 2022 mit Sanktionen, nachdem er Moskaus Militäreinsatz öffentlich kritisiert hatte, wie Reuters berichtete. Penns dritter Oscar-Gewinn und seine Entscheidung, am Abend der Verleihung in ein Kriegsgebiet zu reisen, fanden in den Medien Europas und Nordamerikas große Beachtung. Sein Besuch in Kyjiw erfolgte in einer Phase anhaltend intensiver diplomatischer und militärischer Aktivitäten rund um den Konflikt. Gesicherte Informationen dazu, welche konkreten Themen Penn und Selenskyj über die Einordnung des Treffens als privat hinaus besprachen, liegen jedoch nicht vor.