Sean Penn ist bei der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 als bester Nebendarsteller für „One Battle After Another“ ausgezeichnet worden. Bei der Gala in Los Angeles erschien er jedoch nicht und nahm die Statuette nicht selbst entgegen. Weil es weder eine Videobotschaft noch eine vorherige Erklärung gab, rückte seine Abwesenheit rasch in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit.
Oscar für Sean Penn ohne persönlichen Auftritt
Sean Penn gewann am 15. März 2026 bei den 98. Academy Awards den Oscar als bester Nebendarsteller für „One Battle After Another“, war bei der Gala in Los Angeles aber nicht anwesend.
Kieran Culkin nahm den Preis stellvertretend entgegen
Der Vorjahressieger Kieran Culkin sollte die Kategorie präsentieren und akzeptierte den Preis schließlich in Penns Namen. Eine Videobotschaft oder offizielle Erklärung Penns gab es nicht.
Sprecherin verweist auf Aufenthalt in New York
Susan Patricola sagte dem Hollywood Reporter, Penn habe sich am Abend der Gala in New York aufgehalten und habe in den Wochen davor keine Reise nach Los Angeles geplant.
Unklare Abstimmung mit der Academy
Laut Hollywood Reporter habe Penn nicht gewusst, dass er den Oscar entgegennehmen sollte. Die Academy habe ihn demnach vorab nicht kontaktiert, um eine stellvertretende Annahme zu organisieren.
Verschiedene Theorien zu Penns Fernbleiben
Als mögliche Erklärungen wurden eine Reise in die Ukraine sowie ein bewusstes Fernbleiben nach Witzen von Moderator Seth MacFarlane genannt. Eine eindeutige Klärung blieb zunächst aus.
Sean Penn ist bei der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 mit dem Academy Award als bester Nebendarsteller für seine Rolle in „One Battle After Another“ ausgezeichnet worden, fehlte bei der Zeremonie jedoch und nahm die Trophäe nicht persönlich entgegen. Nach Websuchergebnissen war es der dritte Schauspiel-Oscar in Penns Karriere. Kieran Culkin, der im Vorjahr als bester Nebendarsteller gewonnen hatte, sollte den Preis überreichen und nahm ihn schließlich auch stellvertretend für Penn entgegen. Die Abwesenheit fiel Publikum und Medien sofort auf und machte aus einem gewöhnlichen Dankesmoment einen der stärker diskutierten Vorgänge des Abends. Penn übermittelte keine vorab aufgezeichnete Botschaft und äußerte sich vor der Verleihung öffentlich nicht zu seinen Plänen.
Sean Penn hat zu den Academy Awards seit Langem ein enges und zeitweise konfliktreiches Verhältnis. Laut seinem Personeneintrag hat er im Verlauf einer Karriere, die von intensiven Hauptrollen geprägt ist, drei Academy Awards, einen Golden Globe Award und einen British Academy Film Award erhalten. Die 98. Oscar-Verleihung fand am 15. März 2026 in Los Angeles statt. Moderiert wurde die Veranstaltung von Seth MacFarlane, dem amerikanischen Schauspieler, Animator, Autor und Schöpfer von Family Guy.
Culkins trockene Bemerkung bringt die Ratlosigkeit im Saal auf den Punkt Kieran Culkin, der im Vorjahr den Oscar als bester Nebendarsteller gewonnen hatte, trat ans Rednerpult, um den Preis zu überreichen, und geriet dabei unerwartet in die Lage, ihn auch selbst entgegenzunehmen. „Sean Penn couldn't be here, or didn't want to, so I'll accept the award on his behalf” (Sean Penn konnte nicht hier sein, oder er wollte nicht, also nehme ich den Preis in seinem Namen entgegen) — Kieran Culkin via Reuters Die Bemerkung von der Bühne verbreitete sich umgehend online und in der Berichterstattung, weil sie die Ungewissheit über Penns Verbleib in knapper Form zusammenfasste. Kein Vertreter Penns erschien auf der Bühne, und es wurde auch keine Nachricht des Schauspielers verlesen. Der Moment machte deutlich, dass es zwischen Penn und den Organisatoren der Veranstaltung keine erkennbare Abstimmung gegeben hatte, sodass dem Publikum eine klare Erklärung ausblieb.
Penns Sprecherin bestreitet Aufenthalt in Los Angeles und verweist auf New York Penns Sprecherin Susan Patricola trat Spekulationen entgegen, der Schauspieler habe sich in den Tagen vor der Verleihung in Los Angeles aufgehalten und sich dann bewusst ferngehalten. Patricola sagte dem Hollywood Reporter, Penn habe in der vorangegangenen Woche keine öffentlichen Auftritte geplant gehabt und auch für mehrere Wochen keine Reise nach Los Angeles vorgesehen. Am Abend der Gala habe sich Penn in New York befunden, sagte sie; damit sei eine persönliche Teilnahme an der Zeremonie physisch ausgeschlossen gewesen. Die Erklärung der Sprecherin beantwortete allerdings nicht vollständig die Frage, weshalb nicht vorab jemand bestimmt worden war, der den Preis in Penns Namen entgegennehmen sollte. Nach Angaben des Hollywood Reporter habe Penn nach Berichten nicht gewusst, dass von ihm erwartet worden sei, den Oscar entgegenzunehmen, und die Academy habe ihn im Vorfeld nicht kontaktiert, um eine stellvertretende Annahme zu organisieren. Die Veröffentlichung merkte an, dass die Oscar-Produzenten eine Abstimmung mit abwesenden Preisträgern üblicherweise im Voraus vornähmen, in diesem Fall aber keine entsprechende Regelung getroffen worden sei.
Ukraine-Reise und Boykottthese konkurrieren als Erklärungen Nach der Verleihung kursierten in der Berichterstattung zwei konkurrierende Erklärungen. Eine Version, über die El País berichtete, besagte, Penn sei statt zur Gala in die Ukraine gereist, was zu seinem bereits zuvor dokumentierten Engagement für das Land passe. Eine zweite Spekulationslinie, die von Internetnutzern und einigen Journalisten verstärkt wurde, lautete, Penn habe die Veranstaltung möglicherweise bewusst gemieden, nachdem Moderator Seth MacFarlane während der Übertragung Witze über ihn gemacht habe. MacFarlane habe Penn während der Zeremonie als „den ältesten Mann in Hollywood“ bezeichnet, wie es in einer von rmf24.pl zitierten Berichterstattung hieß. Patricola ging in ihrer öffentlichen Erklärung auf die Boykottthese nicht direkt ein. Die Frage nach Penns genauem Aufenthaltsort und seinen Beweggründen blieb in den Stunden nach der Verleihung in der Berichterstattung ungeklärt. Unabhängig davon rief der spanische Schauspieler Javier Bardem bei derselben Veranstaltung während seines Auftritts auf der Bühne „Free Palestine“ und äußerte nach Angaben von El Mundo eine Haltung des Nein zum Krieg, was dem Abend zusätzlich eine politische Note gab, wie El Mundo berichtete.