Gregor Deschwanden hat am 14. März 2026 in Oslo seinen ersten Einzelsieg im Weltcup gefeiert – im Alter von 35 Jahren. Aus polnischer Sicht brachte der Tag zudem einen Podestplatz von Kamil Waszek und ein bemerkenswertes Ergebnis von Anna Twardosz im Frauen-Weltcup. Einen Tag später setzte Domen Prevc in der Qualifikation das Ausrufezeichen, während Piotr Żyła ausschied.

Erster Weltcupsieg für Deschwanden

Gregor Deschwanden gewann am 14. März 2026 in Oslo mit 35 Jahren erstmals ein Einzelrennen im Weltcup.

Podestplatz für Kamil Waszek

Polen verbuchte in Oslo durch Kamil Waszek einen Podestplatz am selben Wettkampftag.

Anna Twardosz mit historischem Ergebnis

Im Frauen-Weltcup in Oslo gelang Anna Twardosz ein Resultat, das als historischer Erfolg für Polen gewertet wurde.

Domen Prevc gewinnt Qualifikation

Am 15. März 2026 entschied Domen Prevc die Qualifikation in Oslo für sich.

Piotr Żyła scheitert in der Qualifikation

Żyła verpasste den Sprung in den Wettkampf, sodass nur vier polnische Springer im Hauptfeld standen.

Der Schweizer Skispringer Gregor Deschwanden hat am 14. März 2026 in Oslo seinen ersten Sieg im FIS Ski Jumping World Cup gefeiert. Deschwanden gewann im Alter von 35 Jahren und erreichte damit einen bedeutenden Meilenstein seiner Karriere. In Oslo hatte er zuvor noch keinen Einzelweltcupsieg verbucht. Der Wettbewerb war Teil des laufenden Raw Air-Turniers in der norwegischen Hauptstadt. Für Polen gab es am selben Tag ebenfalls ein wichtiges Ergebnis, weil Kamil Waszek einen Podestplatz erreichte. Zudem sorgte Anna Twardosz im Frauen-Weltcup von Oslo mit einem Ergebnis für Aufmerksamkeit, das als historischer Erfolg beschrieben wurde. Der Frauenwettbewerb verstärkte damit das polnische Interesse an einem Tag mit mehreren bemerkenswerten Resultaten auf der Anlage am Holmenkollen. Deschwandens Erfolg im Alter von 35 Jahren war besonders beachtlich, weil ihm ein individueller Weltcupsieg bis dahin gefehlt hatte.

Die Skisprunganlage Holmenkollen in Oslo zählt zu den traditionsreichsten Orten dieses Sports. Das Raw-Air-Turnier ist seit Jahren ein wichtiger Bestandteil des Weltcupkalenders. Bei den Olympischen Winterspielen 2026, die früher in der Saison stattfanden, gab es aus polnischer Sicht mehrere auffällige Resultate: Kacper Tomasiak gewann Einzel-Silber von der Normalschanze und Einzel-Bronze von der Großschanze sowie Silber im Mixed-Wettbewerb. Die Weltcupwettkämpfe in Oslo am 14. und 15. März 2026 gehörten zur Raw-Air-Serie, in der an jeder Station Punkte aus Qualifikationen und Hauptwettkämpfen addiert werden.

Am 15. März 2026 gewann der Slowene Domen Prevc die Qualifikation in Oslo und schuf damit die Ausgangslage für den Hauptwettbewerb des Tages. Polens Aufgebot für diesen Wettbewerb verkleinerte sich, weil Piotr Żyła die Qualifikation nicht überstand. Damit waren nur noch vier polnische Springer im Hauptfeld vertreten. Das Ausscheiden Żyłas wurde als erheblicher Rückschlag für die Aussichten der polnischen Mannschaft am zweiten Wettkampftag gewertet. Ein Bericht von sportowefakty.wp.pl hielt fest, dass die Qualifikationsplätze der polnischen Springer Anlass zur Sorge gegeben hätten, weil diese Platzierungen für einen Hauptwettbewerb auf Schwierigkeiten hingedeutet hätten. Ein weiterer Bericht meldete zudem, dass ein führender Skispringer nicht an den Start gegangen sei. Aus den vorliegenden Quellen ergeben sich dazu jedoch keine gesicherten Angaben, um diese Person eindeutig zu benennen.

Im Frauenwettbewerb am 14. März rückte Anna Twardosz in den Mittelpunkt. Ihr Resultat wurde als möglicherweise historischer Erfolg für das polnische Frauenskispringen eingeordnet. Twardosz, geboren am 12. April 2001 in Sucha Beskidzka, gewann nach den Angaben ihres Registerprofils 2018 die polnische Wintermeisterschaft und 2016 die Sommermeisterschaft. Ihr Auftritt in Oslo ging damit über diese nationalen Erfolge hinaus und rückte sie auf die Bühne des Weltcups. Zugleich stand der junge polnische Springer Kacper Tomasiak im Blickpunkt. Der Olympia-Teilnehmer von 2026, der Silber und Bronze gewann, wurde in einem am 15. März veröffentlichten Interview von Przegląd Sportowy auf den erfahrenen Kamil Stoch angesprochen. Nach Darstellung des Blatts antwortete er darauf ohne Zögern. Das Nebeneinander des aufstrebenden Profils von Tomasiak und der langen Karriere von Stoch bildete damit einen weiteren Erzählstrang des Weltcupwochenendes in Oslo.