Der Dokumentarfilm „Mr. Nobody Against Putin“ ist bei der 98. Verleihung der Academy Awards am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet worden. Das Werk von David Borenstein und Pavel Talankin, mitproduziert vom tschechischen Produzenten Radovan Síbrt, beleuchtet die Steuerung der öffentlichen Wahrnehmung in Russland während des Kriegs gegen die Ukraine. In Russland löste die Auszeichnung Reaktionen aus.
Oscar für „Mr. Nobody Against Putin“
Der Film gewann am 15. März 2026 bei der 98. Verleihung der Academy Awards im Dolby Theatre in Hollywood den Oscar für den besten langen Dokumentarfilm.
Film über Informationslenkung in Russland
Die Dokumentation von David Borenstein und Pavel Talankin, koproduziert von Radovan Síbrt, begleitet Talankin als Lehrer in Karabash und zeigt staatliche Einflussnahme auf die öffentliche Wahrnehmung während des Kriegs in der Ukraine.
Reaktionen in Russland
Wegen des politisch sensiblen Themas löste die Auszeichnung nach Berichten von o2.pl und Gazeta Prawna Reaktionen in Russland aus.
„One Battle After Another“ dominiert den Abend
Der Film gewann sechs Preise, darunter den Oscar für den besten Film. Michael B. Jordan wurde für „Sinners“ als bester Hauptdarsteller geehrt, Jessie Buckley für „Hamnet“ als beste Hauptdarstellerin.
Wenig politische Wortmeldungen auf der Bühne
Javier Bardem sprach die Konflikte in Iran und Palästina an. Jimmy Kimmel kritisierte laut SAPO Donald Trump und Melania Trump. Insgesamt blieb die politische Tonlage der Gala zurückhaltend.
Der Dokumentarfilm „Mr. Nobody Against Putin“ hat bei der 98. Verleihung der Academy Awards, die am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood in Los Angeles stattfand, den Oscar für den besten langen Dokumentarfilm gewonnen. Regie führten David Borenstein und Pavel Talankin, als Koproduzent war der tschechische Produzent Radovan Síbrt beteiligt. Der Film dokumentiert die Politik der Putin-Regierung, die öffentliche Wahrnehmung während des Kriegs in der Ukraine zu steuern. Im Mittelpunkt steht Talankin bei seiner Arbeit als Lehrer in Karabash, einer armen Bergbaustadt nahe dem Ural. Der Erfolg rief auch in Russland Reaktionen hervor, weil das Thema des Films dort als politisch sensibel gilt. Der große Gewinner des Abends insgesamt war „One Battle After Another“, der sechs Auszeichnungen erhielt, darunter den Oscar für den besten Film. Michael B. Jordan wurde für „Sinners“ als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, Jessie Buckley gewann für „Hamnet“ den Preis als beste Hauptdarstellerin.
Tschechischer Produzent: Putins Umfeld beobachtet die Produktion Der tschechische Produzent Radovan Síbrt äußerte sich zu den Umständen hinter den Kulissen der Dreharbeiten und sagte, die russische Führung habe von der Entstehung des Films gewusst. Die Dokumentation konzentriert sich auf Talankins doppelte Rolle als Lehrer, der seine Schülerinnen und Schüler filmt und zugleich in einer abgelegenen Industriestadt die staatlichen Mechanismen der Informationslenkung festhält. Karabash, nahe dem Ural gelegen, erscheint dabei als ein Mikrokosmos dafür, wie die russische Regierung die öffentliche Meinung während des russisch-ukrainischen Kriegs geprägt hat. Mit dem Oscar-Gewinn erhielt der Film international zusätzliche Aufmerksamkeit, während sein Gegenstand politisch weiter aufgeladen blieb. Nach der Bekanntgabe des Preises folgten nach Berichten von o2.pl und Gazeta Prawna Reaktionen aus Russland.
Bardem sprach auf der Bühne als Einziger Iran und Palästina an Die 98. Academy-Awards-Verleihung fiel bei den großen geopolitischen Themen auffallend zurückhaltend aus. Der spanische Schauspieler Javier Bardem hob sich als eine der wenigen Stimmen hervor, die auf der Bühne die Konflikte in Iran und Palästina ansprachen. Nach einem Bericht von Xataka wurde die Gala im Vergleich zu den Vorjahren insgesamt als weitgehend unpolitisch beschrieben. Der amerikanische Fernsehmoderator Jimmy Kimmel, der für politische Kommentare bekannt ist, richtete während des Dokumentarfilm-Teils der Veranstaltung Kritik an Donald Trump und Melania Trump, wie SAPO berichtete. Die Academy of Motion Picture Arts and Sciences vergab bei der Zeremonie Preise in 24 Kategorien. Insgesamt blieb die politische Tonlage des Abends niedriger als in den jüngsten Ausgaben, weil die meisten Laudatorinnen, Laudatoren, Preisträgerinnen und Preisträger ihre Beiträge auf ihre Arbeit konzentrierten.
Jane Fonda und Mick Jagger beenden die Nacht mit Pizza und Tequila Bei den Feiern nach der Oscar-Verleihung trafen nach Angaben von 20 minutos unterschiedliche Generationen aufeinander. Zu den bekannten Gästen der anschließenden Partys gehörten die Schauspielerin Jane Fonda und der Musiker Mick Jagger. Die Zusammenkünfte wurden als Feiern mit Pizza, Champagner und Tequila beschrieben, begleitet von Anekdoten, die unter den Gästen kursierten. Der prägende Film des Abends, „One Battle After Another“, festigte mit seinen sechs Auszeichnungen seinen Rang als meistdekorierte Produktion der Nacht. Die Verleihung im Dolby Theatre in Hollywood war eine weitere Ausgabe der Oscars, bei der Dokumentarfilme neben den Hauptkategorien für Spielfilme erhebliche Aufmerksamkeit erhielten. Gerade die Auszeichnung für „Mr. Nobody Against Putin“ unterstrich die internationale Reichweite des Preises: Eine tschechische Koproduktion und eine in der russischen Provinz angesiedelte Geschichte erhielten Hollywoods wichtigste Ehrung für Dokumentarfilme.
Die Academy Awards werden seit 1929 jährlich vergeben; die Zeremonie von 2026 war damit die 98. Ausgabe. Das Dolby Theatre in Hollywood ist seit 2002 der feste Veranstaltungsort der Oscars. Dokumentarfilme haben in den vergangenen Jahrzehnten bei der Preisverleihung zunehmend politische Aufmerksamkeit auf sich gezogen; Produktionen über Kriegsgebiete und autoritäre Herrschaft zählen regelmäßig zu den Nominierten und Preisträgern.