Das Ministerium für Digitalisierung hat einen neuen Service in der mObywatel-App gestartet, der es Eltern ermöglicht, die Geburt ihres Kindes elektronisch zu melden. Die Funktion erlaubt die Registrierung eines Neugeborenen beim Standesamt, ohne dass ein persönlicher Besuch erforderlich ist. Der Prozess erfordert die Identitätsbestätigung beider Elternteile über einen Vertrauensprofil (Profil zaufany) oder eine qualifizierte elektronische Signatur. Der Service ist Teil einer breiteren Strategie zur Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen, die darauf abzielt, Verwaltungsverfahren für Bürger zu vereinfachen.
Digitale Geburtsmeldung
Eltern können die Geburt ihres Kindes über die mObywatel-App melden, indem sie ein elektronisches Formular ausfüllen. Das Verfahren beseitigt die Notwendigkeit einer physischen Anwesenheit beim Standesamt, was besonders in der Zeit des Wochenbetts oder bei Schwierigkeiten, das Amt zu erreichen, wichtig ist.
Erforderliche Identitätsbestätigung
Für die Nutzung des Dienstes ist es erforderlich, dass beide Elternteile ein Vertrauensprofil oder eine qualifizierte elektronische Signatur besitzen. Dies ist ein Schlüsselelement, das den Prozess absichert und die Authentizität der Meldung gemäß den Anforderungen des Verwaltungsrechts zur Personenstandsregistrierung gewährleistet.
Integration mit dem PESEL-System
Nach erfolgreicher Meldung weist das Standesamt dem Kind automatisch eine PESEL-Nummer zu. Die Information über die Zuweisung der Nummer ist anschließend für die Eltern in der mObywatel-App verfügbar, was einen weiteren Schritt in Richtung einer vollständigen Digitalisierung von Dokumenten und Bürgern darstellt.
Teil einer umfassenderen Digitalisierung
Die neue Funktion fügt sich in die Umsetzung des Regierungsprogramms „Polska Cyfrowa” (Digitales Polen) und der Strategie des Ministeriums für Digitalisierung ein, deren Ziel es ist, möglichst viele öffentliche Dienstleistungen in die Online-Umgebung zu verlagern. Dies soll die Verfügbarkeit von Dienstleistungen und die Effizienz der Verwaltung erhöhen.
Das Ministerium für Digitalisierung hat in die mObywatel-App einen neuen, von Eltern lange erwarteten Service eingeführt – die Möglichkeit, die Geburt eines Kindes elektronisch zu melden. Die Funktion, verfügbar ab dem 6. März 2026, ermöglicht es, diese wichtige Verwaltungshandlung vollständig aus der Ferne zu erledigen, ohne einen Besuch beim Standesamt. Um den Service zu nutzen, müssen beide Elternteile ihre Identität über ein Vertrauensprofil oder eine qualifizierte elektronische Signatur besitzen und bestätigen. Nach dem Ausfüllen des erforderlichen Formulars in der App geht die Meldung an das zuständige Standesamt, das dem Neugeborenen eine PESEL-Nummer zuweist. Die Information über die zugewiesene Nummer wird anschließend für die Eltern im digitalen Profil des Kindes in mObywatel verfügbar. Die Einführung dieses Dienstes stellt eine erhebliche Erleichterung für Familien dar, insbesondere in den ersten, anspruchsvollen Wochen nach der Geburt. Sie beseitigt die Notwendigkeit, einen Termin im Amt zu organisieren, was oft eine logistische Herausforderung darstellt, insbesondere bei gesundheitlichen Komplikationen von Mutter oder Kind oder wenn die Eltern weit vom zuständigen Amt entfernt wohnen. Das Verfahren ist als sicher und konform mit den Vorschriften des Gesetzes über Personenstandsregister konzipiert und garantiert die volle rechtliche Gültigkeit der abgegebenen Meldung. Die Digitalisierung öffentlicher Dienstleistungen in Polen hat im zweiten Jahrzehnt des 21. Jahrhunderts mit der Entwicklung des Vertrauensprofils an Fahrt aufgenommen. Ein Durchbruch war die Einführung der mObywatel-App im Jahr 2019, die sich schrittweise von einem einfachen Werkzeug zur Dokumentenaufbewahrung zu einer vollwertigen Serviceplattform entwickelte. Aufeinanderfolgende Regierungen, unabhängig von der politischen Ausrichtung, setzten diesen Kurs fort und erkannten die Digitalisierung als Schlüsselelement der Modernisierung des Staates und der Verbesserung der Lebensqualität der Bürger an.Die neue Funktion in mObywatel ist eine logische Fortsetzung früherer Schritte, wie der Möglichkeit, die Geburt eines Kindes im Krankenhaus zu melden (sog. „Geburtscomputer”) oder der elektronischen Ausstellung einer Geburtsbescheinigung. Das Ministerium für Digitalisierung kündigt eine weitere Erweiterung der App-Funktionen um zusätzliche familienbezogene Dienstleistungen an, darunter potenziell künftige Todesmeldungen oder Eheschließungen in Fernform. Experten für öffentliche Verwaltung weisen darauf hin, dass solche Lösungen nicht nur den Komfort der Bürger erhöhen, sondern auch die Effizienz der Amtsarbeit steigern können, indem Warteschlangen und Bearbeitungszeiten in traditionellen Dienststellen reduziert werden. Die Einführung des Dienstes wurde in den Medien positiv aufgenommen, die seinen praktischen Nutzen betonen. Es ist jedoch anzumerken, dass die Verfügbarkeit der neuen Funktion von der Verfügbarkeit fortgeschrittener Werkzeuge zur digitalen Identifizierung abhängt, was für ältere oder technisch weniger versierte Personen eine Barriere darstellen kann. Das Ministerium versichert, dass der traditionelle, stationäre Weg der Geburtsmeldung beim Standesamt vollständig verfügbar bleibt und die neue Option ergänzenden und freiwilligen Charakter hat. Dieser Schritt fügt sich in den globalen Trend der E-Government ein, wo Länder wie Estland Pioniere bei der Bereitstellung umfassender staatlicher Online-Dienste sind.