Das Ministerium für Landwirtschaft Sachsen-Anhalt hat eine offizielle Warnung vor der hoch ansteckenden Newcastle-Krankheit bei Geflügel herausgegeben. Nach dem Nachweis von Ausbrüchen in Brandenburg und Bayern appellieren die Behörden an strenge Biosicherheitsmaßnahmen und erinnern an die Impfpflicht.
Rückkehr des Virus nach Jahrzehnten
Das Friedrich-Loeffler-Institut bestätigte den ersten Ausbruch der Newcastle-Krankheit in Deutschland seit 30 Jahren.
Gefahr für die Landwirtschaft
Das Virus ist für Geflügel tödlich und kann zum Verlust ganzer Bestände führen, was enorme wirtschaftliche Schäden verursacht.
Verpflichtende Impfungen
Die Behörden erinnern daran, dass in Deutschland die Impfung von Geflügel gegen die Newcastle-Krankheit gesetzlich vorgeschrieben ist.
Sicherheit für Menschen
Der Erreger, obwohl gefährlich für Vögel, ist für die menschliche Gesundheit völlig ungefährlich.
Das Ministerium für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft und Forsten Sachsen-Anhalt hat eine offizielle Warnung vor der Ausbreitung der Newcastle-Krankheit herausgegeben, nachdem Ausbrüche des Virus in Brandenburg sowie Bayern festgestellt wurden. Die Entscheidung, die Geflügelhalter zu alarmieren, fiel am 10. März 2026 angesichts des wachsenden Risikos einer Übertragung des Erregers auf weitere Regionen Deutschlands. Das Ministerium betonte, dass die Krankheit für Vögel oft tödlich ist und sich mit rasanter Geschwindigkeit ausbreitet, was die Stabilität lokaler Betriebe gefährdet. Die Veterinärbehörden in Sachsen-Anhalt haben die Kontrollen verschärft und konzentrieren sich besonders auf kleinere Bestände, die anfälliger für Nachlässigkeiten im Bereich des Gesundheitsschutzes sein könnten. Die Newcastle-Krankheit ist eine der schwerwiegendsten Infektionskrankheiten bei Geflügel weltweit und unterliegt der Meldepflicht an die zuständigen Veterinärdienste. In Deutschland war es jahrzehntelang gelungen, den Status eines Landes frei von diesem Virus in der industriellen Haltung durch strenge Präventionsprogramme aufrechtzuerhalten. Das letzte massive Auftreten des Erregers in deutschen Betrieben fand Mitte der 1990er Jahre statt, was die Einführung restriktiver Vorschriften für Schutzimpfungen erforderlich machte.
Situation wurde Ende Februar 2026 kritisch, als das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) den ersten Fall der atypischen Geflügelpest in Deutschland seit 30 Jahren bestätigte. Der Nachweis des Virus nach so langer Pause versetzte die Veterinärdienste im ganzen Land in Alarmbereitschaft, und aktuelle Meldungen aus benachbarten Bundesländern bestätigen, dass die Bedrohung keinen Einzelfallcharakter hat. Die Landesregierung von Sachsen-Anhalt unter Ministerpräsident Sven Schulze, der seit Januar 2026 im Amt ist, rief alle Geflügelhalter zur strikten Einhaltung der Biosicherheitsregeln auf. Ein Schlüsselelement des Herdenschutzes ist die Vermeidung jeglichen Kontakts zwischen Nutztieren und Wildvögeln, die der Hauptüberträger des Virus in der natürlichen Umwelt sind. 30 (Jahren) — Zeit seit dem letzten Ausbruch der Krankheit in Deutschland
Die Behörden erinnern daran, dass in Deutschland eine gesetzliche Impfpflicht für Geflügel gegen die Newcastle-Krankheit besteht und die Nichteinhaltung dieser Pflicht zu strengen Strafen sowie zum Ausschluss von Entschädigungen bei einer notwendigen Bestandstötung führen kann. Die Halter wurden angewiesen, besonders auf den Zustand ihrer Tiere zu achten und etwaige besorgniserregende Symptome umgehend den Kreisveterinärämtern zu melden. Zu den typischen Infektionssymptomen gehören plötzliche Schwäche der Vögel, ein drastischer Rückgang der gelegten Eier, Durchfall sowie deutliche Atemprobleme. Die Verstärkung der Vorsichtsmaßnahmen zielt darauf ab, ein Szenario zu verhindern, in dem eine Massentötung der Tiere notwendig wäre, was erhebliche wirtschaftliche Verluste für den Agrarsektor mit sich bringen würde. Entwicklung der epidemiologischen Lage im Jahr 2026: Ende Februar — Erster Fall; Anfang März — Ausweitung der Verbreitung; 10. März — Alarm in Sachsen-Anhalt
Mentioned People
- Sven Schulze — Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, der die Maßnahmen der Landesregierung im Bereich Tierschutz überwacht