Präsident Donald Trump hat umfassende Ermittlungen nach Section 301 des Handelsgesetzes eingeleitet und zielt damit auf Handelspartner wegen Zwangsarbeit und Überkapazitäten, nachdem der Oberste Gerichtshof frühere Zölle blockiert hatte.

Ermittlungen nach Section 301

Die USA untersuchen Praktiken der Zwangsarbeit in 60 Ländern sowie übermäßige Produktionskapazitäten in 16 Schlüsselvolkswirtschaften, darunter die EU und China.

Reaktion auf Urteil des Obersten Gerichtshofs

Die Maßnahmen sind eine Antwort auf die Erklärung der globalen Trump-Zölle für illegal; es wurde ein vorläufiger Zoll von 10 % für 150 Tage eingeführt.

Zollrückerstattungen

Die US-Zollbehörde (CBP) bereitet ein System zur Rückerstattung von 166 Milliarden Dollar unrechtmäßig erhobener Gebühren vor.

Widerstand von EU und China

Die EU appelliert, sie als Verbündeten anzuerkennen, und beruft sich auf das Abkommen aus Schottland, während China die Vorwürfe der Überproduktion zurückweist.

Die Regierung von Präsident Donald Trump hat zwei umfassende handelspolitische Ermittlungen nach Section 301 des Handelsgesetzes von 1974 eingeleitet, die sich gegen unfaire Praktiken ausländischer Partner richten. Die erste betrifft den Einsatz von Zwangsarbeit und umfasst 60 Volkswirtschaften, darunter die Europäische Union, Kanada, Australien, China, Russland, Indien sowie Länder des Nahen Ostens wie Katar und Saudi-Arabien. Das zweite Verfahren konzentriert sich auf das Problem übermäßiger Produktionskapazitäten in 16 Schlüsselländern, darunter China, die EU, Indien, Japan, Südkorea und Mexiko. Der US-Handelsbeauftragte Jamieson Greer erklärte, diese Maßnahmen zielten darauf ab, amerikanische Arbeiter und Unternehmen vor unfairem Wettbewerb zu schützen. Section 301 Die Entscheidung, die Ermittlungen einzuleiten, fiel, nachdem der Oberste Gerichtshof der USA am 20. Februar 2026 die früheren globalen Zölle der Trump-Administration für illegal erklärt hatte, was Washington zwang, nach neuen rechtlichen Grundlagen für die Aufrechterhaltung des Zolldrucks zu suchen. Parallel dazu arbeitet die US-Zoll- und Grenzschutzbehörde (CBP) an einem System zur Rückerstattung von 166 Milliarden Dollar unrechtmäßig erhobener Gebühren, wobei der Fortschritt dieser Arbeiten auf 40–80 % geschätzt wird. Die internationale Reaktion auf die neuen US-Schritte ist kritisch, insbesondere aus Peking, das die Vorwürfe der Überkapazitäten als „falsche These“ bezeichnete und sich gegen einseitige Beschränkungen aussprach. Der Streit über Zölle und Handelsbarrieren zwischen den USA und ihren Partnern hat sich in den letzten Jahren verschärft und knüpft an die Politik des „America First“ an, die während der ersten Amtszeit von Donald Trump verfolgt wurde. Damals verhängte Washington Zölle auf Stahl und Aluminium, was eine Reihe von Vergeltungsmaßnahmen der EU und Chinas sowie Beschwerden bei der Welthandelsorganisation auslöste. Die aktuellen Ermittlungen stellen einen Versuch dar, ähnliche Barrieren angesichts gerichtlicher Urteile zu legitimieren, die die Befugnisse der Regierung zur Einführung von Zöllen ohne detaillierte Beweisverfahren in Frage stellen. Die Europäische Union hat über Bernd Lange, den Vorsitzenden des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments (INTA), die Vereinigten Staaten aufgefordert, das im vergangenen Jahr in Schottland vereinbarte bilaterale Handelsabkommen einzuhalten. Brüssel appelliert, dass Washington die Gemeinschaft als Verbündeten bei der Lösung globaler Probleme und nicht als Quelle von Überkapazitätsproblemen betrachten sollte. „The U.S. must honour the deal agreed between the two sides in Scotland last year. The EU should be viewed as an ally in tackling overcapacity, not a source of the problem” (Die USA müssen das im vergangenen Jahr in Schottland vereinbarte Abkommen einhalten. Die EU sollte als Verbündete bei der Bewältigung von Überkapazitäten betrachtet werden, nicht als Quelle des Problems.) — Bernd Lange via Reuters Trotz der Handelskonflikte bleiben einige Aspekte der Beziehungen zu asiatischen Partnern konstruktiv, wie das Treffen von Vizepräsident JD Vance mit Vertretern aus Seoul zeigt. James David Vance begrüßte das neue Investitionsgesetz Südkoreas und sah darin eine Chance zur Vertiefung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit trotz der laufenden Zollverfahren. Umfang der US-Handelspraktik-Ermittlungen 2026: Zwangsarbeit: Keine globalen Ermittlungen → Erfassung von 60 Volkswirtschaften (inkl. EU und Kanada); Übermäßige Produktionskapazitäten: Globale Zölle (vom OG aufgehoben) → Ermittlungen gegen 16 Schlüsselpartner Anzahl der von Ermittlungen betroffenen Länder: Zwangsarbeit: 60, Übermäßige Produktionskapazitäten: 16

Mentioned People

  • Donald Trump — 47. Präsident der Vereinigten Staaten
  • Jamieson Greer — US-Handelsbeauftragter (USTR)
  • Bernd Lange — Vorsitzender des Handelsausschusses des Europäischen Parlaments (INTA)
  • JD Vance — 50. Vizepräsident der Vereinigten Staaten