Taiwans Verteidigungsministerium hat innerhalb von 24 Stunden bis zum Morgen des 15. März 2026 insgesamt 26 chinesische Militärflugzeuge rund um die Insel registriert. Damit endete eine für die vergangenen Monate ungewöhnliche Unterbrechung größerer chinesischer Luftaktivitäten. Die Maschinen konzentrierten sich vor allem auf die Taiwanstraße.
26 Flugzeuge innerhalb von 24 Stunden erfasst
Taiwans Verteidigungsministerium registrierte bis zum Morgen des 15. März 2026 insgesamt 26 chinesische Militärflugzeuge rund um die Insel, vor allem in der Taiwanstraße.
Ungewöhnliche Pause zuvor
Zwischen dem 27. Februar und dem 7. März meldete Taiwan laut Reuters keine chinesischen Militärflugzeuge über der Mittellinie oder in seiner Luftverteidigungs-Identifikationszone. Danach gab es nur vereinzelte kleinere Vorfälle.
Letzter größerer Vorfall am 25. Februar
Am 25. Februar 2026 entdeckte Taiwan 30 chinesische Militärflugzeuge bei einer von Peking so bezeichneten gemeinsamen Patrouille zur Gefechtsbereitschaft.
Diplomatische und politische Begleitumstände
Spekulationen über ein mögliches Treffen von Donald Trump und Xi Jinping, Berichte über denkbare neue US-Waffengenehmigungen für Taiwan und Pekings Kritik an Präsident Lai Ching-te prägten das Umfeld der neuen Flugbewegungen.
Dauerhafter Druck auf Taiwan
China erhöht seit Jahren mit Flügen in Taiwans Luftverteidigungs-Identifikationszone und Marineübungen den militärischen Druck. Taipeh weist Pekings Anspruch auf die Insel zurück.
Taiwans Verteidigungsministerium hat nach eigenen Angaben in den 24 Stunden bis zum Morgen des 15. März 2026 insgesamt 26 chinesische Militärflugzeuge rund um die Insel entdeckt. Damit kehrte eine umfangreichere Aktivität nach einer ungewöhnlichen Pause solcher Einsätze zurück. Die Flugzeuge konzentrierten sich nach dem Bericht vor allem auf die Taiwanstraße. Die Entdeckung erfolgte in einer Phase erhöhter diplomatischer Aufmerksamkeit für die Beziehungen zwischen beiden Seiten der Meerenge. Dabei wurde darüber spekuliert, ob die vorangegangene Ruhe mit einem möglichen Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping später im März 2026 zusammenhängen könnte. Taiwans Verteidigungsminister Wellington Koo verantwortet die Überwachungsmaßnahmen, mit denen solche Vorstöße verfolgt werden. Die Wiederaufnahme größerer Flugbewegungen rief umgehend internationale Aufmerksamkeit hervor. Mehrere Nachrichtenorganisationen berichteten innerhalb weniger Stunden nach der Bekanntgabe über die Entwicklung.
Die Unterbrechung vor den Aktivitäten vom Sonntag war nach jüngeren Maßstäben auffällig. Taiwan meldete laut Reuters im Zeitraum vom 27. Februar bis zum 7. März keine chinesischen Militärflugzeuge, die die Mittellinie überquert oder in seine Luftverteidigungs-Identifikationszone eingedrungen seien. In den Tagen danach wurden nur vereinzelte Vorfälle kleineren Umfangs registriert. Das letzte vergleichbare größere Ereignis vor dem 15. März hatte es am 25. Februar 2026 gegeben. Damals entdeckte Taiwan 30 chinesische Militärflugzeuge während dessen, was Peking als gemeinsame Patrouille zur Gefechtsbereitschaft bezeichnete. Die rund zehntägige Lücke zwischen dieser Aktivität und den erneuten Flügen am 15. März stellte eine ungewöhnliche Unterbrechung in einem Muster anhaltenden chinesischen Militärdrucks rund um die Insel dar.
China übt seit mehreren Jahren anhaltenden militärischen Druck auf Taiwan aus. Regelmäßig schickt Peking Flugzeuge in Taiwans Luftverteidigungs-Identifikationszone und führt in den umliegenden Gewässern Marineübungen durch. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz und hat den Einsatz von Gewalt, um die Insel unter die Kontrolle des Festlands zu bringen, nie ausgeschlossen. Die Regierung in Taipeh weist diese Darstellung zurück und vertritt die Auffassung, dass über die Zukunft der Insel allein ihre Bevölkerung entscheiden müsse. Größere chinesische Militärübungen rund um Taiwan, darunter Einsätze mit Dutzenden Flugzeugen und Marineschiffen, sind zu einem wiederkehrenden Merkmal der Spannungen über die Taiwanstraße geworden. Häufig fallen sie mit politischen Entwicklungen auf der Insel oder in den Beziehungen zwischen den USA und Taiwan zusammen.
26 (aircraft) — Am 15. März 2026 rund um Taiwan registrierte chinesische Militärflugzeuge
Chinas Taiwan-Büro verlieh den Ereignissen des Wochenendes zudem eine politische Dimension. Die Behörde kritisierte Taiwans Präsidenten Lai Ching-te am 14. März 2026 wegen einer Rede, die er zum Schutz der Demokratie der Insel gehalten hatte. Die Kritik aus Peking erfolgte nur einen Tag vor der erneuten Feststellung der Militärflüge, auch wenn in der zugrunde liegenden Berichterstattung kein direkter ursächlicher Zusammenhang zwischen beiden Ereignissen bestätigt wurde. Unabhängig davon berichtete Reuters am 12. März 2026, dass auf eine mögliche China-Reise Trumps neue US-Waffengenehmigungen für Taiwan folgen könnten. Einige Analysten vermuteten, dies könne den Zeitpunkt der vorangegangenen militärischen Pause beeinflusst haben. Das Wall Street Journal beschrieb die Unterbrechung als plötzliche zehntägige Pause. Politico und andere Medien werteten die Aktivität vom 15. März dagegen als klare Rückkehr zu großangelegten Operationen. Das Zusammentreffen diplomatischer Signale, politischer Kritik aus Peking und der Wiederaufnahme militärischer Flüge zeigt, über wie viele Kanäle Druck in den Beziehungen über die Taiwanstraße ausgeübt und vermittelt wird.