Die amerikanische Raumsonde Van Allen Probe A wird am Dienstag in die Erdatmosphäre eintreten. Die NASA beruhigt, dass das Risiko für Menschen minimal sei, obwohl es sich um einen unkontrollierten Wiedereintritt handelt.

Unkontrollierte Deorbitierung

Die 600 kg schwere Sonde wird am 10. März 2026 nach Treibstofferschöpfung einen unkontrollierten Wiedereintritt in die Atmosphäre vollziehen.

Minimales Risiko für die Bevölkerung

Die NASA schätzt die Wahrscheinlichkeit, dass ein Fragment einen Menschen trifft, auf 1 zu 2500; der Großteil des Objekts wird beim Absturz verglühen.

Wissenschaftliches Erbe

Die seit 2012 laufende Mission ermöglichte entscheidende Forschungen zu den Strahlungsgürteln der Erde und dem Weltraumwetter.

Die amerikanische Raumsonde Van Allen Probe A wird am Dienstag, den 10. März 2026, in die Erdatmosphäre eintreten und damit ihre fast vierzehnjährige Forschungsmission beenden. Der etwa 600 Kilogramm (1300 Pfund) schwere Satellit wird einen unkontrollierten Eintritt in die dichten Gasschichten unseres Planeten vollziehen, was das Interesse von Raumfahrtagenturen weltweit weckt. Die NASA beruhigt jedoch die Öffentlichkeit und weist darauf hin, dass das Risiko für die Zivilbevölkerung äußerst gering ist, da die meisten Teile der Konstruktion durch die Reibung in der Atmosphäre vollständig verglühen werden. Experten gehen davon aus, dass nur wenige, besonders widerstandsfähige Fragmente des Geräts diese Phase überstehen und in den Ozean oder auf unbewohntes Gebiet fallen könnten. Der gesamte Deorbitierungsprozess wird von Systemen zur Verfolgung von Orbitalobjekten überwacht, obwohl der genaue Aufprallpunkt aufgrund der Natur des Phänomens schwer präzise zu bestimmen bleibt. Die Sonde wurde 2012 in den Weltraum gebracht, um fortgeschrittene Beobachtungen der Sonnenphysik und der Dynamik von Elementarteilchen durchzuführen. Fast 14 Jahre lang lieferte das Gerät unschätzbare Daten über die Strahlungsgürtel, die eine natürliche Schutzbarriere der Erde darstellen, aber gleichzeitig eine Gefahr für die Elektronik von Telekommunikationssatelliten bedeuten. Die Van-Allen-Gürtel sind zwei Bereiche geladener Teilchen, die vom Magnetfeld der Erde eingefangen wurden. Sie wurden 1958 vom amerikanischen Physiker James Van Allen entdeckt. Die 2012 gestartete Mission bestand aus zwei identischen Sonden, deren Aufgabe es war, Veränderungen in diesen Regionen unter dem Einfluss der Sonnenaktivität zu untersuchen. Das mit diesen Instrumenten gewonnene Wissen ermöglichte es Ingenieuren, bessere Abschirmungen für künftige bemannte Missionen und Satelliten auf hohen Umlaufbahnen zu entwerfen. 14 (lat) — Zeit, die die Sonde im Weltraum verbrachte Die aktuelle Situation resultiert aus der natürlichen Erschöpfung des Treibstoffs und der allmählichen Verschlechterung der Umlaufbahn, was ein standardmäßiges Ende des Lebenszyklus vieler vom Menschen in den Weltraum geschickter Objekte ist. Die NASA hat offizielle Mitteilungen herausgegeben, in denen sie betont, dass der unkontrollierte Wiedereintritt keine Besorgnis erregen sollte, da die statistische Wahrscheinlichkeit, dass Trümmer einen Menschen treffen, bei weniger als eins zu mehreren Billionen liegt. Unkontrollierter Wiedereintritt der Sonde bedeutet, dass der endgültige Ort des Verglühens von den aktuellen Wetterbedingungen in den oberen Atmosphärenschichten und der Ausrichtung des Satelliten selbst abhängt. Vertreter der Agentur weisen darauf hin, dass die meisten modernen Missionen so geplant werden, dass das Risiko der Entstehung von dauerhaftem Weltraumschrott im Orbit minimiert wird. Medien weltweit, vom portugiesischen SIC Notícias bis zum britischen Guardian, verfolgen die letzten Flugstunden der Sonde und informieren über die für Dienstagnacht vorhergesagte Aufprallzeit. Obwohl eine Masse von 600 Kilogramm bedeutend erscheinen mag, ist es im Vergleich zu größeren Raumstationen oder Raketenstufen ein relativ kleines Objekt. Geschichte der Mission Van Allen Probe A: 30. August 2012 — Start der Mission; 19. Juli 2019 — Beendigung der Operationen; 10. März 2026 — Deorbitierung Rettungsdienste und astronomische Observatorien bleiben in Bereitschaft, es wird jedoch nicht erwartet, dass Schutzmaßnahmen an Land erforderlich sind.