Der bekannte französische Rapper Naps, der im Februar zu sieben Jahren Haft wegen Vergewaltigung verurteilt wurde, ist aus der Untersuchungshaft entlassen worden. Die Entscheidung des Gerichts, den Künstler unter gerichtliche Aufsicht zu stellen, erfolgte nachdem er Berufung gegen das Urteil der ersten Instanz eingelegt hatte. Der Musiker wird die erneute Verhandlung seiner Sache in Freiheit abwarten, unterliegt dabei jedoch strengen Auflagen der Justiz.

Freilassung unter Auflagen

Der Rapper verließ die Untersuchungshaft und wird das Berufungsverfahren in Freiheit unter Aufsicht der Behörden abwarten.

Urteil von sieben Jahren

Im Februar verurteilte das Gericht der ersten Instanz den Künstler zu sieben Jahren Gefängnis wegen Vergewaltigung.

Einlegung der Berufung

Die Verteidigung des Musikers legte sofort Berufung gegen das Urteil ein, was den Antrag auf Freilassung ermöglichte.

Die französische Justiz hat beschlossen, den Rapper Naps aus der Untersuchungshaft zu entlassen, der erst vor wenigen Wochen wegen Vergewaltigung verurteilt wurde. Der Künstler, der in Frankreich sehr populär ist, wurde im Februar 2026 für schuldig befunden und zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Unmittelbar nach der Urteilsverkündung legte die Verteidigung des Musikers Berufung ein, was die Grundlage für einen Antrag auf Änderung der Sicherungsmaßnahme bildete. Das Gericht folgte dem Antrag und ersetzte die Untersuchungshaft durch gerichtliche Aufsicht, was in der Öffentlichkeit für erhebliche Kontroversen sorgte. Die Freilassung unter Auflagen bedeutet, dass Naps bis zum Beginn des Berufungsverfahrens eine Reihe von Einschränkungen beachten muss. Obwohl die genauen Auflagen nicht vollständig öffentlich gemacht wurden, umfassen sie in der Regel ein Ausreiseverbot, die Pflicht zur regelmäßigen Meldung bei einer Polizeidienststelle und ein Kontaktverbot mit dem Opfer. Diese Entscheidung bedeutet keine Freisprechung, sondern lediglich eine Änderung der Wartemodalitäten auf die endgültige Entscheidung in der Sache. Die Staatsanwaltschaft, die die Isolierung des Täters beibehalten wollte, nahm die Gerichtsentscheidung zur Kenntnis und konzentriert sich auf die Vorbereitungen für die zweite Instanz. Das französische Strafrecht erlaubt die Freilassung eines Verurteilten durch ein noch nicht rechtskräftiges Urteil gegen Kaution oder unter Auflagen, wenn keine begründete Flucht- oder Verdunkelungsgefahr besteht. Dieses System basiert auf der Unschuldsvermutung, die formal bis zur Rechtskraft des Urteils eines höheren Gerichts gilt. Der Fall Naps wird von den Medien aufmerksam verfolgt, da er in die breitere Debatte über den Umgang mit Personen des öffentlichen Lebens, die sexueller Gewalt beschuldigt werden, einzuordnen ist. Der Rapper hat sich von Beginn des Prozesses an konsequent für unschuldig erklärt und behauptet, der Geschlechtsverkehr sei einvernehmlich gewesen. Das Opfer hält hingegen an seinen Aussagen fest, die für das Gericht der ersten Instanz zum entscheidenden Beweis wurden. Das Berufungsverfahren, das in den kommenden Monaten stattfinden wird, soll letztlich über das Schicksal des Künstlers entscheiden und die Härte der verhängten siebenjährigen Freiheitsstrafe überprüfen. „J'ai toujours cru en la justice et je me battrai pour la vérité devant la cour d'appel.” (Ich habe immer an die Gerechtigkeit geglaubt und werde vor dem Berufungsgericht für die Wahrheit kämpfen.) — Naps Die aktuelle rechtliche Situation des Musikers ist dynamisch, und seine Rückkehr in die Freiheit trotz des gegen ihn verhängten Urteils löst Diskussionen über die Wirksamkeit der Isolierung von Tätern von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung aus. Frauenverbände in Frankreich weisen darauf hin, dass solche Entscheidungen Opfer davon abhalten könnten, Missbrauch anzuzeigen. Die Verteidiger des Rappers betonen hingegen, dass ihr Mandant Anspruch auf ein faires Verfahren in beiden Instanzen habe und der Aufenthalt in Untersuchungshaft vor einem rechtskräftigen Urteil eine Ultima Ratio sein sollte.

Mentioned People

  • Naps — Französischer Rapper, wegen Vergewaltigung verurteilt, eigentlich Nabil Boukhobza.