Die USA haben laut The Wall Street Journal mit Kampfflugzeugen und Hubschraubern einen Militäreinsatz begonnen, um die Straße von Hormus wieder für die Schifffahrt zu öffnen. Der Schritt vom frühen 20. März 2026 gilt als weitere Zuspitzung des militärischen Konflikts zwischen den USA, Israel und Iran. Wegen der Bedeutung der Meerenge für 20 bis 25 Prozent des weltweiten Handels mit Öl und LNG reagieren die Energiemärkte bereits deutlich.
US-Kampfflugzeuge und Hubschrauber haben nach Angaben des Wall Street Journal einen Militäreinsatz begonnen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen. Das Blatt berichtete darüber in den frühen Stunden des 20. März 2026. Der Einsatz markiert demnach eine erhebliche Ausweitung des umfassenderen militärischen Konflikts, in den die Vereinigten Staaten in Iran verwickelt sind. Die Operation deutet auf einen direkten Versuch der US-Streitkräfte hin, die Freiheit der Schifffahrt durch eine der strategisch wichtigsten Wasserstraßen der Welt wiederherzustellen. Der Schritt erfolgt im Rahmen der umfassenderen Operation Epic Fury, die die Vereinigten Staaten und Israel seit Ende Februar in einen direkten bewaffneten Konflikt mit Iran geführt hat. Nach Angaben mehrerer Quellen werden über die Straße von Hormus zwischen 20 und 25 Prozent des weltweiten Handels mit Öl und LNG abgewickelt. Eine Schließung oder Störung der Passage ist deshalb für die globalen Energiemärkte von erheblicher Bedeutung. Das spanischsprachige Medium La Razón bezeichnete das größere Kriegsgeschehen als „guerra en Irán“, also als Krieg in Iran, und verwies damit auf das Ausmaß des Konflikts in der Region.
Angriffe im Golf treiben Öl- und Gaspreise deutlich nach oben Angriffe im Persischen Golf haben nach Angaben von Correio da Manhã die Zuspitzung bei den Öl- und Gaspreisen unmittelbar verschärft. Die Märkte reagierten demnach auf die Gefahr anhaltender Unterbrechungen der Energieflüsse durch die Meerenge. Mehrere portugiesische und spanische Medien veröffentlichten am 20. März Marktanalysen, in denen die Lage im Nahen Osten als erhebliche Belastung für die weltweiten Energiemärkte beschrieben wurde. Diario de Noticias sprach von einem „Dominoeffekt“, bei dem Instabilität im Nahen Osten Schocks durch miteinander verbundene Rohstoff- und Finanzsysteme auslöse. Eine Schließung oder auch nur teilweise Blockade der Straße von Hormus würde selbst bei vorübergehender Dauer die Lieferketten von Dutzenden Importländern in Europa, Asien und darüber hinaus beeinträchtigen. Von portugiesischen Medien zitierte Energieanalysten beschrieben den Druck auf die Märkte als erheblich. Sowohl die Referenzpreise für Rohöl als auch für Erdgas reagierten demnach auf die militärischen Entwicklungen. Die Kombination aus laufenden Kampfhandlungen und Unsicherheit über die Befahrbarkeit der Meerenge hat die Voraussetzungen für anhaltende Preisschwankungen im globalen Energiehandel geschaffen. 20-25 (%) — Anteil am Welthandel mit Öl und LNG, der durch die Straße von Hormus läuft
Russland profitiert wirtschaftlich unerwartet von steigenden Energieerlösen Russland erlebt nach Darstellung von La Razón als direkte Folge des Konflikts in Iran und des daraus resultierenden Anstiegs der Energiepreise eine wirtschaftliche Entlastung. Das spanische Medium berichtete, höhere Einnahmen aus Öl und Gas, ausgelöst durch die Störung der Versorgungsrouten im Persischen Golf, verschafften Moskau finanziellen Spielraum in einer Phase, in der die russische Wirtschaft weiterhin unter dem Druck westlicher Sanktionen steht. Diese Entwicklung verweist auf ein breiteres geopolitisches Paradox: Ein von den Vereinigten Staaten und Israel begonnener militärischer Konflikt erzeugt wirtschaftliche Vorteile für ein Land, das sich wegen der Ukraine in offener Konfrontation mit dem westlichen Bündnis befindet. Diario de Noticias schrieb in einer gesonderten Analyse, die internationale Ordnung befinde sich zwar nicht in einem formalen Krieg, wohl aber in einer tiefen Krise, in der mehrere sich überlagernde Konflikte die Strukturen globaler Regierungsfähigkeit belasteten. Der Anstieg der Energiepreise wirkt damit faktisch wie eine indirekte Stütze russischer Staatseinnahmen und stärkt Moskaus Fähigkeit, seinen Militäreinsatz in der Ukraine fortzusetzen. Die Straße von Hormus war historisch immer wieder ein Schwerpunkt geopolitischer Spannungen zwischen Iran und westlichen Staaten. Iran hat mehrfach damit gedroht, die Meerenge in Zeiten verschärfter Konfrontation mit den Vereinigten Staaten zu schließen, auch während der Auseinandersetzungen um sein Atomprogramm. Ihre Bedeutung ergibt sich daraus, dass sie der einzige Seeausgang aus dem Persischen Golf ist, durch den ein erheblicher Teil der weltweiten Ölexporte transportiert werden muss. Der aktuelle Konflikt begann am 28. Februar 2026, als die Vereinigten Staaten und Israel die Operation Epic Fury starteten, bei deren ersten Angriffen der damalige Oberste Führer Ali Khamenei getötet wurde. Mojtaba Khamenei wurde anschließend am 9. März 2026 zum Obersten Führer ernannt.
Analysten sehen in der Geografie eine entscheidende Waffe moderner Konflikte Die spanische Kommentatorin Olga Merino deutete die Krise in La Vanguardia unter dem Blickwinkel der Geografie als Mittel der Kriegführung. Sie argumentierte, physische Engstellen wie die Straße von Hormus gäben kleineren oder schwächeren Mächten einen überproportionalen Hebel gegenüber globalen Systemen. Der am 19. März veröffentlichte Beitrag steht für eine wachsende Zahl von Analysen, wonach die folgenreichste Dimension des Konflikts möglicherweise nicht rein militärisch, sondern logistisch und wirtschaftlich ist. Correio da Manhã veröffentlichte zudem einen eigenen Kommentar über die Meerenge mit dem Titel „Sobre Ormuz“, also „Über Hormus“, in dem ihre zentrale Rolle in der aktuellen Krise untersucht wurde. Das Zusammenwirken militärischer Operationen, der Störung der Energiemärkte und geopolitischer Verschiebungen veranlasst Analysten in ganz Europa dazu, die Stabilität der internationalen Ordnung nach dem Kalten Krieg neu zu bewerten. Diario de Noticias vertrat die Auffassung, die internationale Ordnung erlebe keinen konventionellen Krieg, sondern eine Systemkrise, bei der Institutionen und Bündnisse gleichzeitig aus mehreren Richtungen unter Druck geraten. Ein erfolgreicher Kampf um die Wiederöffnung der Straße von Hormus wäre für die US-Streitkräfte ein bedeutender operativer Erfolg. Die weiterreichenden wirtschaftlichen und geopolitischen Folgen des Iran-Konflikts dürften jedoch weit über ein einzelnes militärisches Gefecht hinaus anhalten.