Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist für einen zweitägigen Besuch in Norwegen, der sich auf Energiesicherheit, Zusammenarbeit in der Arktis und die Inspektion von NATO-Manövern konzentriert.

Energie- und Verteidigungszusammenarbeit

Hauptziel des Besuchs ist die Intensivierung der Beziehungen zu Norwegen als wichtigem Gaslieferanten und Partner beim Schutz kritischer Infrastruktur.

Besuch im Andøya Spaceport

Der Kanzler besuchte den norwegischen Weltraumbahnhof und betonte die Rolle von Satellitentechnologien für Sicherheit und Klimamonitoring.

NATO-Manöver in der Arktis

Merz beobachtet Militärübungen, die sich auf die Verteidigung der Nordflanke des Bündnisses angesichts geopolitischer Spannungen konzentrieren.

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz ist für einen zweitägigen Besuch in Norwegen, wo er sich mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre traf, um die Stärkung der strategischen Partnerschaft in den Bereichen Sicherheit und Energie zu erörtern. Die Reise des deutschen Regierungschefs, die am 12. März 2026 begann, konzentriert sich auf die Zusammenarbeit in der Arktisregion und die Stabilität der Rohstoffversorgung angesichts steigender Energiepreise. Friedrich Merz betonte unmittelbar nach seiner Ankunft in Oslo die Bedeutung Norwegens als Schlüsselverbündeter Deutschlands. Das Besuchsprogramm umfasst politische Gespräche auf höchster Ebene sowie Besichtigungen militärisch und technologisch bedeutsamer Einrichtungen nördlich des Polarkreises.

Im Rahmen der Delegation besuchte der Kanzler Andøya Spaceport, wo er sich über die Möglichkeiten des norwegischen Raumfahrtsektors und dessen Rolle in der europäischen Infrastruktur informierte. Friedrich Merz begab sich auch in das Gebiet laufender NATO-Manöver, die Szenarien zur Verteidigung und zum Schutz strategischer Arktisgebiete üben sollen. Die Anwesenheit des deutschen Führers im Norden Norwegens soll das Engagement Berlins für die Sicherheit der Ostflanke des Bündnisses und den Schutz kritischer Unterwasser- und Energieinfrastruktur demonstrieren. Die deutsch-norwegischen Beziehungen haben sich nach 2022 intensiviert, als Norwegen zum Hauptlieferanten von Erdgas für Deutschland wurde und russische Rohstoffe ersetzte. Die Zusammenarbeit beider Staaten basiert nun auf dem Aufbau gemeinsamer Wasserstoffinfrastruktur und der Koordination von Verteidigungsmaßnahmen in der Nordsee. Historisch gesehen ist Norwegen seit 1949 Gründungsmitglied der NATO, während die Bundesrepublik Deutschland 1955 dem Bündnis beitrat.

Der Besuch findet im Schatten einer angespannten geopolitischen Lage und hoher Rohstoffpreise statt, was beide Regierungen dazu veranlasste, Gespräche über gemeinsame Energieprojekte zu intensivieren. Ministerpräsident Jonas Gahr Støre und Kanzler Merz bekräftigten den Willen zur weiteren Integration der Energiemärkte und zur gemeinsamen Abwehr hybrider Bedrohungen. Deutsche Medien weisen darauf hin, dass die Reise über den Polarkreis hinaus ein Signal der Bereitschaft Deutschlands sei, mehr Verantwortung für die Sicherheit in der Polarregion zu übernehmen. „Bei einem Gespräch mit Ministerpräsident Jonas Gahr Støre gleich nach seiner Ankunft würdigte Merz die strategische Partnerschaft mit Norwegen” — Friedrich Merz via Spiegel Online

Besuch von Bundeskanzler Friedrich Merz in Norwegen: 12. März 2026 — Besuchsbeginn; 13. März 2026 — Besuch nördlich des Polarkreises

Mentioned People

  • Friedrich Merz — Deutscher Politiker (CDU), seit dem 6. Mai 2025 der zehnte Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland.
  • Jonas Gahr Støre — Norwegischer Politiker, seit dem 14. Oktober 2021 Premierminister Norwegens.
  • Władimir Putin — Präsident Russlands, in den Medien als Kriegsprofiteur bezeichnet.