Bolivianische Behörden haben den uruguayischen Drogenboss Sebastián Marset bei einem Polizeieinsatz in Santa Cruz de la Sierra festgenommen und noch am selben Tag in die USA überstellt. Bei der Operation wurde niemand getötet oder verletzt.

Festnahme in Santa Cruz

Bolivianische Behörden nahmen Sebastián Marset am 13. März 2026 in Santa Cruz de la Sierra fest.

Sofortige Überstellung in die USA

Marset wurde noch am Tag seiner Festnahme in die Vereinigten Staaten gebracht; die DEA unterstützte die Logistik.

Vorwürfe des Kokainhandels

US-Behörden werfen Marset Kokainhandel und Geldwäsche vor; er gilt als mutmaßlicher Anführer des Primer Cartel Uruguayo.

Keine Opfer bei dem Einsatz

Nach Angaben der bolivianischen Regierung verlief die Operation ohne Tote oder Verletzte.

Lange internationale Fahndung

Marset war über Jahre flüchtig und stand auf Fahndungslisten von Interpol und DEA.

Bolivianische Behörden nahmen den uruguayischen Drogenboss Sebastián Marset bei einem Polizeieinsatz in Santa Cruz de la Sierra am 13. März 2026 fest und überstellten ihn noch am selben Tag in die Vereinigten Staaten. Marset, der als mutmaßlicher Anführer des Primer Cartel Uruguayo identifiziert wurde, hatte zu den meistgesuchten Flüchtigen auf den Listen von Interpol und DEA gehört. Während der Operation wurde niemand getötet oder verletzt. Die Festnahme markierte den Abschluss einer langwierigen internationalen Fahndung nach einem der prominentesten mutmaßlichen Drogenhändler Lateinamerikas.

Marco Antonio Oviedo, Boliviens Minister für Regierung, bestätigte die Festnahme und die Überstellung in die Vereinigten Staaten. Die DEA unterstützte die Logistik der Überstellung. Gegen Marset liegen in den Vereinigten Staaten Anklagen im Zusammenhang mit Kokainhandel und Geldwäsche vor. Oviedo bestätigte, dass der Einsatz auf beiden Seiten ohne Tote oder Verletzte ablief.

Marset war vor seiner Festnahme in Bolivien mehrere Jahre lang flüchtig gewesen. Nach Angaben aus Websuchergebnissen berichteten bolivianische Behörden, Marset sei kurz nach seiner Benennung als der Mann, der im Verdacht stand, die Mörder von Marcelo Pecci bezahlt zu haben, nach Bolivien eingereist; Pecci war ein paraguayischer Staatsanwalt im Kampf gegen die Kriminalität, dessen Ermordung 2023 internationale Aufmerksamkeit erregte. Behörden in mehreren Ländern beschuldigten Marset, ein internationales Netzwerk für Kokainhandel und Geldwäsche zu führen. Interpol und die DEA hatten ihn beide als einen ihrer meistgesuchten Verdächtigen geführt.

Marsets Festnahme in Santa Cruz de la Sierra stellte für die bolivianischen Strafverfolgungsbehörden und die US-Bundesbehörden eine bedeutende Operation dar. Die unmittelbare Überstellung in die Vereinigten Staaten nach der Festnahme deutete auf eine vorherige Abstimmung zwischen bolivianischen und amerikanischen Behörden hin. Marset wird vorgeworfen, ein Netzwerk angeführt zu haben, das in mehreren Ländern der Region tätig war. Seine Auslieferung an die Vereinigten Staaten bedeutet, dass er sich dort einer Bundesanklage stellen wird und nicht in Bolivien oder Uruguay.