US-Präsident Donald Trump hat verbündete Staaten aufgefordert, Kriegsschiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden. Der Vorstoß erfolgt, während der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran in die dritte Woche gegangen ist. Teheran warnte andere Staaten zugleich vor Schritten, die die Auseinandersetzung ausweiten könnten. Seoul teilte mit, die Anfrage werde sorgfältig geprüft.
Trump fordert Beiträge von Verbündeten
Donald Trump rief Staaten, die über die Straße von Hormus Öl beziehen, dazu auf, Kriegsschiffe zur Sicherung der Passage zu entsenden und schrieb, die USA würden dabei in großem Umfang helfen.
Iran warnt Drittstaaten vor Ausweitung
Teheran forderte andere Länder auf, keine Schritte zu unternehmen, die den laufenden Konflikt verbreitern könnten. Damit steigt der diplomatische Druck auf mögliche Teilnehmer eines Marineeinsatzes.
Seoul prüft, andere zögern
Südkorea erklärte, die Folgen von Trumps Vorstoß sorgfältig zu bewerten. newsORF.at berichtete zudem über Zurückhaltung bei einigen potenziellen Teilnehmern.
Sorge um Energieversorgung
Die Straße von Hormus ist der einzige Seeweg aus dem Persischen Golf in den offenen Ozean. Etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasaufkommens passiert die Meerenge normalerweise.
Weitere Angriffe auf Kharg Island angedroht
Trump drohte mit weiteren Schlägen gegen Kharg Island. Eine genaue Zahl formeller Zusagen für die Entsendung von Kriegsschiffen lag bis zum 15. März 2026 nicht vor.
US-Präsident Donald Trump hat verbündete Staaten aufgefordert, Kriegsschiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden, während der Konflikt zwischen den Vereinigten Staaten, Israel und Iran in seine dritte Woche ging. Trump schrieb auf Truth Social, die Staaten, die über die Meerenge Öl erhielten, müssten Verantwortung für deren Sicherung übernehmen. Die südkoreanische Regierung in Seoul teilte mit, sie prüfe die Anfrage sorgfältig. Iran warnte derweil andere Länder davor, Schritte zu unternehmen, die den Konflikt ausweiten könnten.
Nach Angaben von Reuters erklärte Trump zudem, er habe bereits Zusagen mehrerer Länder erhalten, die sich an der Sicherung der Wasserstraße beteiligen wollten. Zugleich drohte er mit weiteren Angriffen auf die Kharg Island in Iran und behauptete, frühere Angriffe hätten große Teile der Anlage vollständig zerstört. Berichten zufolge plante Frankreich eine Marineentsendung zur Unterstützung von Verbündeten, die an dem Konflikt beteiligt sind. Die Forderungen nach einer maritimen Beteiligung verbündeter Staaten spiegeln die Sorge wider, dass die globalen Energieflüsse durch diesen Engpass gestört werden könnten.
Die Straße von Hormus ist der einzige Seeweg, der den Persischen Golf mit dem offenen Ozean verbindet, und damit eine zentrale Schlagader der weltweiten Energiemärkte. Normalerweise passiert etwa ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssigerdgasaufkommens die Meerenge. Die Kontrolle über diese Passage oder ihre Störung ist seit Langem ein Kernpunkt geopolitischer Spannungen zwischen Iran und westlichen Staaten. Iran hatte in Phasen erhöhter Spannungen mit den Vereinigten Staaten bereits früher damit gedroht, die Meerenge zu schließen.
Die von ANSA am 15. März 2026 gemeldete Warnung Irans richtete sich an Drittstaaten. Diese sollten auf Schritte verzichten, die den laufenden Konflikt verbreitern könnten. Damit brachte Teheran Länder, die Trumps Aufforderung folgen könnten, in eine schwierige diplomatische Lage zwischen dem Druck aus Washington und iranischer Abschreckung. Südkorea, das in hohem Maß von Ölimporten aus dem Golf abhängt, bestätigte über seine Regierung in Seoul, die Folgen von Trumps Vorstoß würden sorgfältig bewertet. Das österreichische Nachrichtenangebot newsORF.at berichtete zugleich von Zurückhaltung bei einigen möglichen Teilnehmern mit Blick auf eine mögliche Entsendung in die Meerenge. Die unterschiedlichen Reaktionen verbündeter Regierungen verdeutlichen, wie komplex der Aufbau einer multinationalen Marinepräsenz in einer umkämpften und instabilen Wasserstraße wäre.
„Die Staaten der Welt, die über die Straße von Hormus Öl erhalten, müssen sich um diese Passage kümmern, und wir werden helfen — in großem Umfang!” — Donald Trump via Reuters
Die breitere militärische Lage war von US-amerikanischen und israelischen Angriffen auf iranische Ziele sowie von iranischen Vergeltungsangriffen mit Raketen und Drohnen geprägt. Der Konflikt hatte ungefähr drei Wochen vor Mitte März 2026 begonnen. Trumps Drohung, die Kharg Island erneut anzugreifen, erhöhte den Druck auf Teheran und deutete auf eine mögliche Ausweitung der Angriffe auf iranische Energieinfrastruktur hin. In einer Analyse von Courrier International wurde zudem die Möglichkeit angesprochen, dass Iran Minen oder andere Gegenmaßnahmen in der Meerenge einsetzen könnte. Darin wurde untersucht, wie Teheran solche Mittel nutzen könnte, um seinen Hebel über die Passage zu stärken. Bestätigte Angaben zur genauen Zahl der Staaten, die bis zum 15. März 2026 formell die Entsendung von Kriegsschiffen zugesagt hatten, lagen nicht vor. Die Lage blieb in Bewegung; diplomatische und militärische Entwicklungen setzten sich an mehreren Fronten fort.