Die britische Regierung hat 147 Seiten Dokumente veröffentlicht, die belegen, dass Premierminister Keir Starmer vor der Ernennung von Peter Mandelson zum Botschafter in den USA vor Reputationsrisiken gewarnt wurde. Die Dokumente enthüllen die Hintergründe der Ignoranz gegenüber den Verbindungen des Diplomaten zu Jeffrey Epstein.

Geheimdienstwarnungen ignoriert

Der Nationale Sicherheitsberater Jonathan Powell äußerte Bedenken zu Mandelsons Beziehungen zu Epstein, die vom Stabschef heruntergespielt wurden.

Verstoß gegen Sicherheitsüberprüfungsverfahren

Peter Mandelson erhielt Zugang zu streng geheimen Lagebesprechungen, bevor der Prozess der Überprüfung seiner Vergangenheit durch die Dienste formal abgeschlossen war.

Rücktrittswelle in London

Die Kontroversen führten zum Rücktritt von Morgan McSweeney sowie zum Austritt Mandelsons aus der Labour Party und dem House of Lords im Februar 2026.

Streit um Abfindung

Nach seiner Abberufung forderte Mandelson 500.000 Pfund Abfindung, schließlich wurde eine Summe von 75.000 Pfund ausgehandelt.

Die britische Regierung hat die erste Tranche von 147 Seiten Dokumenten zur Ernennung von Peter Mandelson zum Botschafter in den USA veröffentlicht, die bestätigen, dass Premierminister Keir Starmer vor der Übertragung dieser Funktion vor Reputationsrisiken gewarnt wurde. Aus den enthüllten Akten geht hervor, dass der Nationale Sicherheitsberater Jonathan Powell Bedenken hinsichtlich der Verbindungen des Kandidaten zu Jeffrey Epstein beim damaligen Stabschef von Downing Street vortrug. Morgan McSweeney, der damals diese Rolle innehatte, ignorierte diese Einwände mit der Begründung, diese Fragen seien bereits geklärt. Peter Mandelson wurde schließlich im Herbst 2025 von seinem Posten in Washington abberufen, als neue Details seiner Beziehung zu dem US-amerikanischen Sexualstraftäter ans Licht kamen.

Die veröffentlichten Materialien deuten auf zahlreiche Unregelmäßigkeiten im Überprüfungsprozess der Vergangenheit des Diplomaten durch die Dienste hin. Peter Mandelson erhielt das Angebot, an einer streng geheimen Lagebesprechung teilzunehmen, bevor das Verfahren des Vetting formal abgeschlossen war. Die Kontroversen um diese Ernennung führten im Februar 2026 zum Rücktritt von Morgan McSweeney von seinem Posten als Stabschef des Premierministers. Im selben Monat trat Peter Mandelson aus der Labour Party aus und legte seinen Sitz im House of Lords nieder, was eine direkte Folge der Veröffentlichung von Akten zu Jeffrey Epstein in den Vereinigten Staaten war.

Nach seiner erzwungenen Abberufung vom Botschafterposten forderte Peter Mandelson eine Abfindung in Höhe von über 500.000 Pfund, willigte jedoch nach Verhandlungen in eine Zahlung von 75.000 Pfund ein. Dieser Fall löste in London eine Debatte über die Transparenz politischer Ernennungen und den Einfluss von Lobbyisten auf die Staatsverwaltung aus. Peter Mandelson ist eine der einflussreichsten Figuren in der Geschichte der modernen Labour Party und Mitgestalter der Wahlerfolge von Tony Blair. Seine politische Karriere war von zwei spektakulären Rücktritten aus der Regierung in den Jahren 1998 und 2001 geprägt, was ihm in der britischen Presse den Spitznamen „Prince of Darkness“ einbrachte. Die Beziehungen Mandelsons zu Jeffrey Epstein, einem wegen Pädophilie verurteilten Finanzier, gerieten nach Epsteins Selbstmord in einer New Yorker Haftanstalt im Jahr 2019 in den Fokus der Öffentlichkeit.

Derzeit bereiten sich die britischen Ministerien auf eine Überprüfung der Regeln für Lobbyismus und Regierungszugang vor, was eine Reaktion auf die durch die Veröffentlichung der Dokumente ausgelöste Krise sein soll. 147 (Seiten) — Umfang der ersten Tranche der veröffentlichten Dokumente 75 000 (Pfund) — Endgültige Abfindungssumme für den abberufenen Botschafter Chronologie des Peter-Mandelson-Skandals: Herbst 2025 — Abberufung vom Posten; Februar 2026 — Rücktrittswelle; 11. März 2026 — Veröffentlichung der Akten

Mentioned People

  • Peter Mandelson — ehemaliger Botschafter des Vereinigten Königreichs in den USA, Politiker der Labour Party
  • Keir Starmer — Premierminister des Vereinigten Königreichs
  • Jonathan Powell — Nationaler Sicherheitsberater
  • Morgan McSweeney — ehemaliger Stabschef von Downing Street
  • Tony Blair — ehemaliger Premierminister des Vereinigten Königreichs