Die Militärstaatsanwaltschaft hat die Ermittlungen zu einem unbemannten Luftfahrzeug übernommen, das auf dem Gelände eines Bergwerks in Gałczyce bei Konin in der Woiwodschaft Großpolen gefunden wurde.
Ermittler bezeichnen das Objekt als primitiven Lockvogel aus Sperrholz, der äußerlich einer militärischen Maschine ähnelt. Die Behörden bestätigten, dass das Gerät zum Zeitpunkt des Auffindens keine Sprengstoffe oder einen funktionsfähigen Gefechtskopf enthielt. Die staatsanwaltschaftlichen Maßnahmen am Fundort endeten in der Nacht vom 12. auf den 13. März 2026. Die Drohne befand sich auf dem Gelände einer Braunkohlegrube im Koniner Braunkohlerevier. Die Dienste sicherten das Gelände unmittelbar nach Eingang der Meldung, um zusätzliche Gefahren auszuschließen. Ermittler vermuten, dass das aus Sperrholz gefertigte Objekt möglicherweise seit mehreren Monaten auf polnischem Territorium war, nach einem bekannten Luftraumverstoß im September. Die primitive Konstruktion dieses „Lockvogels“ deutet darauf hin, dass er so entworfen wurde, um auf Radarsystemen als ernsthaftere Bedrohung sichtbar zu sein, mit dem Ziel, abzulenken oder die Fähigkeiten der Luftverteidigung zu testen. Die Militärstaatsanwaltschaft analysiert derzeit die Flugbahn und die für den Bau der Attrappe verwendeten Materialien. Experten arbeiten daran, den genauen Ursprung der Maschine zu ermitteln und ob sie von polnischem Territorium oder von außerhalb der Grenzen gestartet wurde. Es wurden keine detaillierten Daten aus der elektronischen Überwachung zum Einflugpunkt der Drohne öffentlich zugänglich gemacht. Die Einbeziehung der Militärstaatsanwälte deutet darauf hin, dass der Vorfall als potenzielle Verletzung der nationalen Sicherheit behandelt wird. Die Entdeckung hat die Diskussion über die Sicherheit kritischer Infrastruktur in Zentralpolen und die Überwachung des nationalen Luftraums neu belebt. Konin stellt einen wichtigen Energieknotenpunkt dar, weshalb die Präsenz nicht identifizierter Flugobjekte in der Nähe lokale und nationale Behörden beunruhigt. Sicherheitsanalysten bemerkten, dass die Verwendung billiger Materialien wie Sperrholz eine taktische Wahl ist, um die Produktionskosten zu minimieren und gleichzeitig das Ziel der Radarsättigung zu erreichen. Das polnische Militär hält einen hohen Bereitschaftsgrad für solche Verstöße aufrecht, die im regionalen geopolitischen Klima häufiger geworden sind. Seit Beginn der groß angelegten Invasion Russlands in die Ukraine im Februar 2022 sieht sich Polen mit mehrfachen Verletzungen seines Luftraums konfrontiert. Im November 2022 schlug eine verirrte Rakete im grenznahen Dorf Przewodów ein und führte zum Tod von zwei Personen. Ein weiterer bedeutender Vorfall ereignete sich Ende 2022, als eine russische Ch-55-Rakete in den polnischen Luftraum eindrang und ihre Überreste später im April 2023 in einem Wald bei Bydgoszcz gefunden wurden. Diese Ereignisse veranlassten Polen, die Modernisierung seiner Luftverteidigungssysteme, einschließlich der Integration der Programme Wisła und Narew, erheblich zu beschleunigen. Die Staatsanwaltschaft hat noch keine Verdächtigen oder konkreten Verantwortlichen für die Platzierung des Lockvogels benannt. Lokale Medien heben den überraschenden Charakter des Fundes angesichts der Entfernung des Bergwerks von der polnischen Ostgrenze hervor. „Sklejka, prymitywny wabik” (Sperrholz, primitiver Lockvogel) — Anonymer Ermittler über Radio Zet Entdeckung der Drohne und Ermittlungen: — ; — ; —