Bei gezielten Angriffen am 17. März 2026 sind nach israelischen Angaben zwei führende iranische Sicherheitsvertreter getötet worden: Ali Larijani und Gholamreza Soleimani. Das teilten Verteidigungsminister Israel Katz sowie die IDF mit. Berichte über eine Botschaft, die Larijani zugeschrieben wird, sorgten kurzzeitig für Unklarheit.

Israel meldet Tötung zweier Spitzenvertreter

Nach Angaben von Israel Katz und der IDF wurden Ali Larijani und Gholamreza Soleimani am 17. März 2026 bei gezielten Angriffen getötet.

Larijani galt als faktischer Anführer

Ali Larijani war Sekretär des Supreme National Security Council und wurde nach dem Tod Ali Khameneis als faktischer Führer Irans beschrieben.

Unklarheit durch Botschaft in sozialen Medien

Kurz nach den Todesmeldungen erschien laut ANSA eine Larijani zugeschriebene schriftliche Botschaft in sozialen Medien.

Angriff auf Soleimani laut IDF in Zentral-Teheran

Die IDF erklärten, die Operation gegen Gholamreza Soleimani habe auf präzisen Geheimdienstinformationen beruht und in Zentral-Teheran stattgefunden.

Keine bestätigte Reaktion aus Teheran

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lagen keine bestätigten Informationen über eine Reaktion der iranischen Regierung vor.

Israels Militär hat nach Angaben von Verteidigungsminister Israel Katz und der IDF am 17. März 2026 zwei der ranghöchsten Sicherheitsvertreter Irans bei gezielten Angriffen getötet: Ali Larijani und Gholamreza Soleimani. Larijani war als Sekretär des Supreme National Security Council tätig und war nach dem Tod des Obersten Führers Ali Khamenei im früheren Verlauf des Konflikts 2026 als faktischer Anführer Irans beschrieben worden. Gholamreza Soleimani führte die paramilitärische Basij. Israelische Medien berichteten über Katz' Bestätigung von Larijanis Tod, während die IDF den Tod Gholamreza Soleimanis gesondert bekanntgaben. Die Angriffe stellen eine weitere deutliche Eskalation in dem anhaltenden Konflikt dar, in dem bereits Ali Khamenei ums Leben gekommen ist.

Larijani zugeschriebene Botschaft taucht in sozialen Medien auf Kurz nach den Berichten über seinen Tod wurde nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA in sozialen Medien eine schriftliche Botschaft veröffentlicht, die Ali Larijani zugeschrieben wurde. Das führte zunächst zu Unsicherheit über die bestätigten Meldungen. Israelische Stellen hielten jedoch an ihrer Darstellung des Angriffs fest, israelische Medien verwiesen dabei auf die Bestätigung von Verteidigungsminister Katz, Larijani sei getötet worden. Die IDF erklärten, die Operation gegen Gholamreza Soleimani habe auf präzisen Geheimdienstinformationen beruht und in Zentral-Teheran stattgefunden. Larijani, geboren am 3. Juni 1958, war Politiker, pensionierter Militär und Philosoph. Er war 2025 auf den Posten des Sekretärs des Obersten Nationalen Sicherheitsrats zurückgekehrt, den er bereits von 2005 bis 2007 bekleidet hatte. Gholamreza Soleimani, geboren 1964, war ein ranghoher Offizier der Islamic Revolutionary Guard Corps und Kommandeur der Basij. Trotz des gleichen Nachnamens war er laut Personenregister nicht mit Qasem Soleimani verwandt.

Larijani nach Khameneis Tod als Stütze des Systems beschrieben Nach Berichten von Il Sole 24 Ore und Le Temps galt Larijani nach dem Tod des Obersten Führers Ali Khamenei im weiteren Verlauf des Konflikts 2026 als Stütze des iranischen Systems und als faktischer Anführer. Sein Tod steht zusammen mit dem von Gholamreza Soleimani nach Darstellung von Beobachtern für eine Ausschaltung wesentlicher Teile der iranischen Sicherheitsführung binnen einer Nacht, wie das griechische Medium iefimerida.gr berichtete. Larijani hatte über viele Jahre Kontakte zu westlichen Gesprächspartnern und war international bekannt. Le Temps erinnerte daran, dass er der Zeitung 2006 ein Interview gegeben hatte, in dem er die Haltung der USA kritisierte. Die Angriffe fallen in eine Phase tiefgreifender institutioneller Erschütterungen in Iran nach dem Tod Ali Khameneis und der Ernennung seines Sohnes Mojtaba Khamenei zum dritten Obersten Führer Irans im März 2026. Mojtaba Khamenei, geboren am 8. September 1969, ist ein iranischer schiitischer Geistlicher und das zweite Kind des verstorbenen Obersten Führers.

Angriffe stehen für eine vertiefte israelische Kampagne gegen Irans Führung Der Konflikt zwischen Israel und Iran im Jahr 2026 verschärfte sich deutlich nach einer Reihe direkter militärischer Auseinandersetzungen, die in früheren Phasen des größeren Regionalkriegs begonnen hatten. Der Oberste Führer Ali Khamenei, der Iran seit 1989 geführt hatte, wurde im Verlauf des Konflikts getötet. Daraufhin wurde sein Sohn Mojtaba Khamenei zum dritten Obersten Führer des Landes ernannt. Ali Larijani war bereits von 2005 bis 2007 Sekretär des Supreme National Security Council und kehrte 2025 auf den Posten zurück, womit er zu den ranghöchsten Figuren des iranischen Sicherheitsapparats zählte. Die Tötung von Larijani und Gholamreza Soleimani in einer einzigen Operation steht für die Fortsetzung der israelischen Kampagne gegen die Spitzen von Irans militärischer und politischer Führung. Gholamreza Soleimani nahm als Kommandeur der Basij eine zentrale Rolle in der iranischen Architektur der inneren Sicherheit ein, weshalb sein Tod operativ erhebliches Gewicht hat. Die Darstellung der IDF, wonach präzise Geheimdienstinformationen den Angriff auf Gholamreza Soleimani in Zentral-Teheran ermöglicht hätten, unterstreicht die Reichweite israelischer Operationen tief auf iranischem Staatsgebiet. Das Auftauchen einer Larijani zugeschriebenen Botschaft in sozialen Medien nach den Berichten über seinen Tod, auf das ANSA hinwies, fügte eine weitere Unsicherheit hinzu, auf die israelische Stellen zunächst nicht im Detail öffentlich eingingen. Bestätigte Angaben zu Stellungnahmen der iranischen Regierung als Reaktion auf die Angriffe lagen zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht vor.