Israel hat nach Medienberichten den Tod des iranischen Spitzenpolitikers Ali Larijani bestätigt. Fast zeitgleich meldete das Militär die Tötung des Basij-Kommandeurs Gholamreza Soleimani. Die Entwicklung verschärft den Krieg zwischen Israel und Iran und wirkt sich bereits auf die Finanz- und Energiemärkte aus.

Israel bestätigt Tod von Ali Larijani

Verteidigungsminister Israel Katz bestätigte nach israelischen Medienberichten die Tötung Ali Larijanis am 17. März 2026.

Auch Basij-Kommandeur Gholamreza Soleimani getötet

Die israelischen Streitkräfte meldeten gesondert die Tötung Gholamreza Soleimanis am 16. März 2026.

Ölpreis steigt um mehr als 5 Prozent

Die Märkte reagierten am 17. März unmittelbar auf die Eskalation zwischen Israel und Iran; auch Gold legte zu.

Israel weitet Einsatz im Südlibanon aus

Nach Angaben von ANSA rückte Israel mit seiner Bodenoperation im Süden des Libanon weiter vor.

Golfstaaten drängen die USA zu weiterem Vorgehen

Mehrere arabische Golfstaaten forderten Washington laut ANSA auf, militärischen Druck auf Teheran aufrechtzuerhalten.

Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat nach Berichten israelischer Medien die Tötung von Ali Larijani am 17. März 2026 bestätigt. Larijani war Sekretär des Supreme National Security Council und galt seit Ende 2025 als faktischer Führer des Iran. Die IDF teilten zudem gesondert mit, Gholamreza Soleimani, den Kommandeur der paramilitärischen Basij-Kräfte, am 16. März 2026 getötet zu haben. Mit den beiden Todesfällen wurden innerhalb nur eines Tages zwei der ranghöchsten Vertreter der iranischen militärischen und politischen Führungsstruktur ausgeschaltet. Das markiert eine deutliche Verschärfung des andauernden Krieges zwischen Israel und Iran. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ANSA wurde am 17. März in sozialen Netzwerken eine Larijani zugeschriebene schriftliche Mitteilung veröffentlicht. Als unmittelbare Reaktion auf den Konflikt stiegen die Ölpreise am 17. März um mehr als 5 Prozent. Auch Gold verteuerte sich, weil Anleger angesichts der ausgeweiteten Konfrontation im Nahen Osten verstärkt Zuflucht in als sicher geltenden Anlagen suchten.

5% (price increase) — Anstieg des Ölpreises am 17. März wegen des Krieges mit Iran

Ali Larijani, geboren am 3. Juni 1958 in Nadschaf im Irak, ist ein iranischer Politiker, ehemaliger Militär und Philosoph. Er war bereits von 2005 bis 2007 Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats, bevor er 2025 in dieses Amt zurückkehrte. Gholamreza Soleimani, geboren 1964, war ein ranghoher Offizier der Islamischen Revolutionsgarde, bevor er Kommandeur der Basij-Kräfte wurde. Trotz des gleichen Nachnamens bestand keine Verwandtschaft zu Qasem Soleimani. Die Basij fungierte historisch als einer der fünf Teilbereiche der Revolutionsgarde und spielte eine zentrale Rolle sowohl bei der inneren Sicherheit als auch bei militärischen Operationen nach außen.

Energieimporteure reagieren auf Ölpreisanstieg von mehr als 5 Prozent Der Anstieg der Ölpreise um mehr als 5 Prozent am 17. März sorgte nach Angaben von AP umgehend für erhebliche Unruhe an den Energiemärkten. Importländer begannen demnach mit Maßnahmen, die Analysten als „energiepolitische Triage“ beschrieben, um Strom zu sparen und die stark steigenden Preise zu steuern. Reuters berichtete, auch der Goldpreis habe angezogen, während Investoren vor anstehenden politischen Entscheidungen die Folgen des Nahostkonflikts bewerteten. Die Kombination aus stark steigenden Energiekosten und der Flucht in als sicher geltende Anlagen verdeutlichte das Ausmaß der Nervosität an den Märkten. Energieimportierende Staaten versuchten, den Verbrauch zu drosseln, weil die Aussicht auf einen längeren Krieg Lieferketten und Preisstabilität bedrohte. Der gleichzeitige Druck auf den Öl- und den Goldmarkt zeigte, wie breit die wirtschaftlichen Folgen des Konflikts inzwischen ausstrahlen.

Israel weitet Bodenoperation im Süden des Libanon aus Israel verstärkte am 17. März nach Angaben von ANSA sein Vorgehen im Libanon und rückte mit seiner Bodenoperation im Süden des Landes weiter vor. Der gleichzeitige militärische Druck auf Iran und Libanon verdeutlichte den Mehrfrontencharakter der aktuellen israelischen Militärkampagne. Der Einsatz im Südlibanon bedeutete eine weitere Ausweitung der israelischen Militäraktivitäten über direkte Angriffe auf iranische Führungsziele hinaus. Zu möglichen zivilen Opfern auf beiden Seiten der Front im Libanon lagen in den vorliegenden Berichten keine bestätigten Informationen vor. Das weitere Vorrücken erfolgte zu einem Zeitpunkt, an dem Israels militärisches Vorgehen international weiterhin große Aufmerksamkeit und diplomatische Reaktionen regionaler Akteure auslöste.

Golfstaaten drängen Washington zu weiterem Druck auf Teheran Mehrere arabische Golfstaaten forderten die Vereinigten Staaten nach Angaben von ANSA auf, ihre militärischen Aktionen gegen Iran nicht einzustellen. Das verweist auf eine bemerkenswerte Übereinstimmung zwischen Regierungen am Golf und der israelisch-amerikanischen Kampagne gegen Teheran. Der Vorstoß mehrerer Golfstaaten deutete darauf hin, dass regionale Mächte anhaltenden Druck auf Iran als mit ihren eigenen strategischen Interessen vereinbar betrachten. Das diplomatische Signal aus den Hauptstädten am Golf verlieh den internationalen Reaktionen auf den Konflikt eine zusätzliche Dimension. Welche Golfstaaten genau gemeint waren, ging aus der vorliegenden Berichterstattung nicht hervor. Zusammengenommen zeichneten die Tötungen von Larijani und Gholamreza Soleimani, der Anstieg des Ölpreises und der Appell der Golfstaaten an Washington das Bild eines Konflikts, der seine ursprünglichen Parameter deutlich überschritten hat und die strategische Lage im Nahen Osten neu prägt.

Mentioned People

  • Ali Larijani — Sekretarz Najwyższej Rady Bezpieczeństwa Narodowego od 2025 roku i były przewodniczący irańskiego parlamentu
  • Gholamreza Soleimani — Wysoki rangą oficer irańskiego Korpusu Strażników Rewolucji Islamskiej i dowódca paramilitarnych sił Basij
  • Israel Katz — Izraelski polityk, minister obrony i członek izraelskiego gabinetu bezpieczeństwa