Die US-Wirtschaft verzeichnete Ende 2025 ein deutlich schwächeres Wachstum als zunächst angenommen, während die britische Wirtschaft zu Jahresbeginn stagnierte und die Industrieproduktion in der Eurozone spürbar zurückging.

US-Wachstum korrigiert

Das US-BIP-Wachstum für das vierte Quartal 2025 wurde auf 0,7 Prozent nach unten korrigiert.

Britische Stagnation

Die britische Wirtschaft verzeichnete im Januar 2026 ein Nullwachstum und blieb hinter den Erwartungen zurück.

Industrierückgang in der Eurozone

Die Industrieproduktion in der Eurozone sank im Januar 2026 um 1,5 Prozent.

Die US-Regierung hat das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts für das vierte Quartal 2025 auf eine annualisierte Rate von 0,7 Prozent nach unten korrigiert, was einen erheblichen Rückgang gegenüber der ursprünglichen Schätzung von 1,4 Prozent darstellt. Die vom Handelsministerium am 13. März 2026 veröffentlichten Daten deuten darauf hin, dass sich die Wirtschaft am Ende des vergangenen Jahres stärker verlangsamt hat als zuvor berichtet, nachdem sie im dritten Quartal um 4,4 Prozent und im zweiten Quartal um 3,8 Prozent gewachsen war. Trotz der schwachen Wachstumszahlen legten die Aktienmärkte zu, da die Daten die Erwartungen der Anleger auf mögliche Zinssenkungen durch die Federal Reserve stützten. Inflationszahlen sorgten für eine gewisse Stabilität, da der PCE-Preisindex für Februar 2026 den Erwartungen der Ökonomen entsprach. Während sich das Gesamtwachstum abkühlte, zeigte sich der Konsum der privaten Haushalte mit einem verzeichneten Anstieg im Januar widerstandsfähig. Die US-Wirtschaft erlebte während eines Großteils des Jahres 2025 eine Phase robusten Wachstums, angetrieben durch starke Arbeitsmärkte und eine hohe Verbrauchernachfrage. Die Korrektur auf 0,7 Prozent stellt jedoch die schwächste Quartalsleistung seit der Erholungsphase nach der Pandemie dar. Historisch gesehen hat die Federal Reserve solche Daten zur Abkühlung genutzt, um geldpolitische Kursänderungen zu rechtfertigen, insbesondere wenn die Inflation Anzeichen einer Stabilisierung nahe ihrem Zielwert von 2 Prozent zeigt.

Die britische Wirtschaft verzeichnete im Januar 2026 laut Daten des Office for National Statistics ein Nullwachstum. Der Wert von 0,0 Prozent verfehlte die mittlere Prognose von 0,2 Prozent Wachstum, die von Ökonomen in einer Reuters-Umfrage vorhergesagt worden war, was darauf hindeutet, dass die britische Wirtschaft zu Beginn des Jahres unerwartet an Dynamik verloren hat. Schatzkanzlerin Rachel Reeves sieht sich zunehmendem Druck ausgesetzt, wirtschaftliche Stabilität zu demonstrieren, während sich das Land auf eine mögliche Volatilität der Energiepreise vorbereitet. Auch die Stimmung in der Wirtschaft zeigte Anzeichen einer Abkühlung, da das Lloyds-Geschäftsbarometer im Januar von 47 Prozent im Dezember auf einen Nettosaldo von 44 Prozent fiel. Analysten merkten an, dass diese Zahlen die britische Wirtschaft auf ein fragiles Fundament stellen, noch bevor die geopolitischen Auswirkungen jüngster internationaler Konflikte berücksichtigt werden. „Wirtschaft steht schon vor dem Iran-Krieg auf wackeligen Beinen” — Dharshini David via BBC

Die Industrieproduktion in der Eurozone fiel im Januar 2026 um 1,5 Prozent, ein Ergebnis, das deutlich schlechter ausfiel als das von den Märkten erwartete Wachstum von 0,6 Prozent. Daten von Eurostat zeigten, dass die Industrieproduktion in der Region nun 3 Prozent unter ihrem Niveau von 2021 liegt. Der Rückgang war in den größten Volkswirtschaften des Kontinents weit verbreitet, wobei Deutschland, Spanien und Italien allesamt einen Rückgang der Produktion meldeten. In Italien berichtete das nationale Statistikamt Istat von einem Rückgang der Industrieproduktion um 0,6 Prozent für Januar. Alternative Kennzahlen lieferten jedoch ein anderes Bild des allgemeinen Geschäftsklimas, wobei einige Berichte einen Nettosaldo von 44 Prozent für bestimmte Geschäftsbarometer anzeigten, obwohl Istat den Wert von 0,6 Prozent für die Industrieproduktion beibehielt. US-BIP-Wachstumstrend 2025: 2025-Q2: 3.8, 2025-Q3: 4.4, 2025-Q4: 0.7