Bei einer Kollision zwischen einem Regionaljet von Air Canada Express und einem Feuerwehrfahrzeug auf der Start- und Landebahn des New Yorker Flughafens LaGuardia sind zwei Piloten ums Leben gekommen. 41 Menschen wurden verletzt, neun von ihnen lagen am Montag noch mit schweren Verletzungen im Krankenhaus. Der Flughafen blieb nach dem Unfall vorerst geschlossen.

Zwei Piloten kommen ums Leben

Bei der Kollision zwischen Flug AC8646 und einem Feuerwehrfahrzeug starben der Pilot und der Copilot des Air-Canada-Express-Flugs.

41 Verletzte, neun davon schwer

Nach Angaben der Port Authority wurden 41 Menschen verletzt. 32 konnten bis Montagmorgen das Krankenhaus verlassen, neun blieben mit schweren Verletzungen in Behandlung.

Flugfunk dokumentiert letzte Sekunden

Tonaufnahmen zeigen, dass das Feuerwehrfahrzeug zunächst die Freigabe zum Überqueren der Piste erhielt, bevor die Fluglotsen das Kommando Sekunden später zurücknahmen.

Flughafen bleibt vorerst geschlossen

Die FAA ordnete die Schließung des LaGuardia Airport bis Montagnachmittag an. Straßen und Autobahnausfahrten rund um den Flughafen wurden gesperrt.

NTSB ermittelt zur Unfallursache

Die US-Unfallermittler entsandten ein Team nach LaGuardia, um die Ursache des Zusammenstoßes zu untersuchen.

Zwei Piloten sind ums Leben gekommen, 41 Menschen wurden verletzt, nachdem ein Regionaljet von Air Canada Express am späten Sonntagabend, dem 22. März 2026, auf der Start- und Landebahn des LaGuardia Airport in New York mit einem Feuerwehrfahrzeug der Port Authority kollidiert war. Das Flugzeug, eine Bombardier CRJ-900 im Einsatz als Flug AC8646, kam aus Montreal. Der Zusammenstoß ereignete sich gegen 23:40 Uhr Ortszeit. An Bord befanden sich 72 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder. Betrieben wurde die Maschine von Jazz Aviation im Auftrag von Air Canada. Bei den beiden Todesopfern handelt es sich um den Piloten und den Copiloten des Flugzeugs. Der Flughafen LaGuardia wurde nach dem Vorfall geschlossen. Das New York Police Department sperrte sämtliche umliegenden Straßen und Autobahnausfahrten.

Feuerwehrfahrzeug erhielt Sekunden vor dem Aufprall zunächst die Freigabe zum Überqueren der Piste Aufzeichnungen des Flugfunks dokumentieren die Abfolge der Ereignisse, die zu der Kollision führten. Daraus geht hervor, dass das Feuerwehrfahrzeug zunächst die Freigabe erhalten hatte, die Start- und Landebahn zu überqueren, bevor die Fluglotsen diese Anweisung in großer Eile zurücknahmen. Auf der Aufnahme ist zunächst zu hören, wie ein Lotse das Fahrzeug anweist: „Truck 1, cleared to cross Runway 4 at taxiway Delta“, gefolgt wenige Sekunden später von dringenden Stop-Kommandos: „Stop, stop, stop! Truck 1, stop! Truck 1, stop!“ Das Fahrzeug der Flughafenfeuerwehr und Rettungseinheit der Port Authority war wegen eines anderen Notfalls unterwegs. Betroffen war ein Flug von United Airlines, der nach Angaben der Behörden wegen eines gemeldeten Geruchs an Bord einen Zwischenfall erklärt hatte. Nach von El Mundo unter Berufung auf Flightradar24 zitierten Tracking-Daten war der Air-Canada-Jet in den Momenten vor dem Aufprall mit etwa 210 Kilometern pro Stunde unterwegs. Die eigentliche Kollision erfolgte demnach bei rund 39 Kilometern pro Stunde. Der vordere Teil des Flugzeugs wurde bei dem Zusammenstoß schwer beschädigt. Die beiden Feuerwehrleute in dem Fahrzeug kamen ins Krankenhaus. Nach Angaben der Behörden bestand für sie keine Lebensgefahr.

Neun Menschen nach zahlreichen Entlassungen weiter mit schweren Verletzungen im Krankenhaus Kathryn Garcia, Exekutivdirektorin der Port Authority of New York and New Jersey, bestätigte, dass insgesamt 41 Menschen bei der Kollision verletzt wurden, darunter Passagiere, Besatzungsmitglieder und die beiden Feuerwehrleute in dem Fahrzeug. Bis Montagmorgen waren 32 der Verletzten aus dem Krankenhaus entlassen worden. Neun Menschen blieben mit schweren Verletzungen in stationärer Behandlung. Unter den Verletzten waren damit mehrere Gruppen, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls am Ort des Geschehens befanden: Passagiere an Bord des Flugzeugs, Besatzungsmitglieder sowie die beiden Beschäftigten der Port Authority in dem Feuerwehrfahrzeug. Garcia machte diese Angaben, während Einsatzkräfte am Flughafen weiterarbeiteten. 41 (people) — Verletzte insgesamt bei der Kollision auf der Start- und Landebahn in LaGuardia

NTSB schickt Ermittler, Flughafenschließung bis Montag verlängert Das National Transportation Safety Board entsandte ein Ermittlerteam nach LaGuardia, um die Ursache des Unfalls zu klären. Die Federal Aviation Administration ordnete an, dass der Flughafen bis Montagnachmittag geschlossen bleiben müsse. El Mundo berichtete, der Unfall habe sich vor dem Hintergrund von Haushaltsdruck ereignet, der Sicherheitspersonal an verschiedenen Flugplätzen in den Vereinigten Staaten betreffe. Ein direkter Zusammenhang mit diesem konkreten Vorfall war nach Stand von Montagmorgen von den Ermittlern jedoch nicht festgestellt worden. Das NYPD bestätigte, dass alle Straßen und Autobahnausfahrten zum Flughafen nach dem Vorfall auf unbestimmte Zeit gesperrt wurden. Jazz Aviation veröffentlichte eine Erklärung, in der die Flugdaten bestätigt wurden. Zugleich teilte das Unternehmen mit, dass die Angaben zur Zahl der Personen auf der Passagierliste noch unter Vorbehalt der Bestätigung stünden. Der LaGuardia Airport im Stadtteil East Elmhurst im Bezirk Queens in New York City gehört zu den am stärksten frequentierten Regionalflughäfen der Vereinigten Staaten. Er wickelt ein hohes Aufkommen an inländischen Kurzstreckenflügen und grenzüberschreitenden Verbindungen ab. Das Flughafengelände umfasst 680 Acres an der nordwestlichen Küste von Long Island und grenzt an die Flushing Bay. Vorfälle auf Start- und Landebahnen, bei denen Flugzeuge oder Fahrzeuge ohne ordnungsgemäße Freigabe auf eine Piste gelangen, zählen in der zivilen Luftfahrt zu den besonders genau überwachten Sicherheitskategorien. Das NTSB hat im Laufe der Jahrzehnte mehrere aufsehenerregende Kollisionen auf Start- und Landebahnen an großen US-Flughäfen untersucht.

Mentioned People

  • Kathryn Garcia — dyrektor wykonawcza Port Authority of New York and New Jersey

Sources: 3 articles