Ein Verwaltungsgericht in Madrid hat eine Klage der Organisation Ecologistas en Acción gegen ein Beleuchtungsprojekt am Fluss Manzanares abgewiesen. Grund für die Entscheidung war ein Verfahrensfehler, da der Verwaltungsrechtsweg nicht ausgeschöpft wurde, bevor der Fall vor Gericht gebracht wurde.
Klageabweisung
Das Juzgado de lo Contencioso-Administrativo stellte fest, dass die Kläger den erforderlichen Verwaltungsrechtsweg nicht ausgeschöpft hatten, was eine inhaltliche Prüfung des Falls verhinderte.
Streit um 'Eventódromo'
Umweltschützer lehnen es ab, das renaturierte Flussbett in einen Ort für Massenveranstaltungen und Lichtfestivals wie Madrid Luz zu verwandeln.
Gefahr für das Ökosystem
Zivilgesellschaftliche Organisationen befürchten, dass die künstliche Beleuchtung den Lebenszyklus der Fauna und Flora stört, die sich nach der Flussrenaturierung im Jahr 2016 erholt hat.
Das Madrider Verwaltungsgericht hat eine Klage von Umwelt- und Anwohnerorganisationen gegen ein Beleuchtungsprojekt an den Ufern des Flusses Manzanares abgewiesen. Das Juzgado de lo Contencioso-Administrativo stellte fest, dass die Kläger, darunter der Verband Ecologistas en Acción und die Vereinigung Pasillo Verde-Imperial, den erforderlichen Verwaltungsrechtsweg nicht ausgeschöpft hatten, bevor sie den Fall vor Gericht brachten. Der Richter wies die Argumentation zurück, dass eine rauchende Rechtsverletzung vorgelegen habe, die eine direkte Klage ohne vorherige Beschwerde bei den Verwaltungsbehörden gerechtfertigt hätte. In der Begründung wurde darauf hingewiesen, dass die Organisationen bereits am 4. Juli 2024 über das Fehlen der Voraussetzungen für ein solches Vorgehen informiert waren, sich aber erst am 2. Oktober 2024 zur Einreichung der Klage entschieden.
Vertreter der zivilgesellschaftlichen Seite betonen, dass der Fluss Manzanares nach einem Renaturierungsprozess zu einem ökologischen Korridor geworden sei, der nicht für kommerzielle Zwecke genutzt werden sollte. Die Organisationen lehnen es ab, die Flussufer in einen Ort für Massenveranstaltungen zu verwandeln, und argumentieren, dass künstliches Licht die lokale Fauna negativ beeinflusst und bisherige Naturschutzbemühungen zunichtemacht. Der Manzanares, ein Nebenfluss des Jarama, fließt durch Madrid und durchläuft seit 2016–2018 einen Renaturierungsprozess, bei dem Wehre geöffnet und der natürliche Flusslauf wiederhergestellt wurden. Dank dieser Maßnahmen haben sich im Flussbett im Zentrum der spanischen Hauptstadt zahlreiche Vogel- und Fischarten sowie natürliche Ufervegetation angesiedelt, was zu einem Symbol für den ökologischen Erfolg der Stadt wurde. Streitigkeiten über die Intensität der Beleuchtung im Projekt Madrid Río gibt es seit der Installation der ersten Beleuchtungssysteme, die nach Ansicht von Umweltschützern den Tag-Nacht-Rhythmus der Tiere stören.
Der Streit konzentriert sich auf die Beleuchtung im Bereich des Wehrs Nr. 8 (Presa 8) und auf Installationen, die für ein internationales Lichtfestival vorbereitet wurden. Das Festival Internacional de la Luz Madrid begann am 12. März 2026 und dauert bis zum 14. März, wobei zahlreiche Lichtinstallationen im städtischen Raum präsentiert werden. Die Gegner des Beleuchtungsprojekts halten an ihrer Position fest und behaupten, der Fluss könne nicht als Spielplatz für Großveranstaltungen dienen. „El río no es un eventódromo y su renaturalización está en peligro por la luz artificial” (Der Fluss ist kein Veranstaltungsgelände und seine Renaturierung ist durch künstliches Licht gefährdet.) — Ecologistas en Acción via 20 minutos
Rechtsstreit um die Beleuchtung des Manzanares: 4. Juli 2024 — Feststellung fehlender Voraussetzungen; 2. Oktober 2024 — Einreichung der Klage; 11. März 2026 — Gerichtsentscheidung; 12. März 2026 — Start des Festivals