Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Berichten staatlicher Medien am 14. und 15. März 2026 einen Scharfschussversuch mit 600-mm-Mehrfachraketenwerfern begleitet. An seiner Seite war seine jugendliche Tochter, die von vielen Analysten als Kim Ju Ae eingeordnet wird. Im Mittelpunkt des Tests standen 12 Startfahrzeuge, die Pjöngjang als für taktische Nukleargefechtsköpfe geeignet darstellt.

Kim beobachtet Test persönlich

Kim Jong Un verfolgte den Scharfschussversuch mit 600-mm-Mehrfachraketenwerfern am 14. und 15. März 2026 nach Berichten staatlicher Medien gemeinsam mit seiner Tochter.

Zwölf nuklearfähige Werfer im Einsatz

Laut nordkoreanischen Staatsmedien umfasste der Test 12 Raketenwerfer, die als für taktische Nukleargefechtsköpfe geeignet beschrieben wurden.

Kim Ju Ae weiter im öffentlichen Fokus

Der erneute Auftritt Kim Ju Aes nährt Spekulationen über ihre politische Rolle, nachdem sie südkoreanischen Berichten zufolge Anfang 2026 als wahrscheinliche Nachfolgerin eingestuft worden sein soll.

Pjöngjang betont taktische Nuklearfähigkeit

Die Staatsmedien stellten die 600-mm-Systeme als hochpräzise Mittel für taktische Nuklearschläge dar und unterstrichen damit den Ausbau des taktischen Nukleararsenals.

Keine unmittelbare Reaktion bekannt

In den herangezogenen Berichten fanden sich keine Angaben zu einer direkten Reaktion südkoreanischer oder US-amerikanischer Militärbehörden auf den Test.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un hat nach Berichten staatlicher Medien, auf die sich Reuters und die Associated Press berufen, am 14. und 15. März 2026 einen Scharfschussversuch mit 600-mm-Mehrfachraketenwerfern beobachtet. Begleitet wurde er dabei von seiner jugendlichen Tochter. Bei dem Test kamen 12 nuklearfähige Raketenwerfer zum Einsatz. Nordkoreas Staatsmedien beschrieben diese Systeme als hochpräzise Waffen, die taktische Nukleargefechtsköpfe tragen könnten. Kim Jong Un, der Generalsekretär der Partei der Arbeit Koreas und Vorsitzender der Kommission für Staatsangelegenheiten ist, verfolgte den Start gemeinsam mit seiner Tochter, die von Analysten weithin als Kim Ju Ae identifiziert wird. Der Test war eine der zuletzt auffälligeren öffentlichen Demonstrationen der nordkoreanischen Raketenartillerie unter unmittelbarer Aufsicht des Staatsführers.

Wachsende öffentliche Rolle von Kim Ju Ae rückt in den Blick Kim Ju Ae, die nach verbreiteten Angaben etwa 2012 oder 2013 geboren wurde, ist in den vergangenen Jahren mehrfach an der Seite ihres Vaters bei aufsehenerregenden Waffentests und Militärveranstaltungen aufgetreten. Der südkoreanische Geheimdienst habe sie nach Berichten, auf die im zugrunde liegenden Prüfvermerk verwiesen wird, Anfang 2026 als wahrscheinliche Nachfolgerin Kim Jong Uns eingestuft. Diese Einordnung hat unter Analysten, die die nordkoreanische Führung beobachten, erhebliche Aufmerksamkeit ausgelöst. Ihr Auftritt beim Test vom 14. und 15. März setzte eine Serie öffentlicher Auftritte bei Waffendemonstrationen fort, die Beobachter als bewusstes Bildmanagement der Führung in Pjöngjang deuten. The Independent berichtete, bei dem Test seien ausdrücklich 12 nuklearfähige Raketenwerfer eingesetzt worden. Dieser Umstand unterstreicht die Größenordnung der Übung. Nur wenige Tage vor diesem Test hätten Kim Jong Un und seine Tochter nach Angaben von AP News bereits auch Tests strategischer Marschflugkörper verfolgt, die von einem Kriegsschiff abgefeuert worden seien. Das deutet auf eine verdichtete Abfolge von Waffendemonstrationen Mitte März 2026 hin.

Staatsmedien stellen Raketen als präzise Mittel für Nuklearschläge dar Nordkoreas Staatsmedien bezeichneten die 600-mm-Raketenwerfer als hochpräzise Systeme und stellten sie ausdrücklich als Waffen dar, die für taktische Nuklearschläge eingesetzt werden könnten. La Stampa berichtete, Pjöngjang habe den Test als Demonstration der nuklearen Fähigkeiten des Systems präsentiert. Radio Zet meldete, Kim Jong Un habe den Anlass genutzt, um Warnungen an jene zu richten, die Staatsmedien als Feinde Nordkoreas bezeichneten. Das Kaliber von 600 Millimetern macht diese Systeme zu einem der größten Raketenartilleriesysteme, die Nordkorea öffentlich eingeräumt hat. Ihre Einstufung als nuklearfähig steht zugleich für den anhaltenden Schwerpunkt Pjöngjangs, sein taktisches Nukleararsenal auszubauen. Über den Test berichtete zunächst die Korean Central News Agency, bevor internationale Nachrichtenagenturen wie Reuters und AP das Thema aufgriffen. In den zugrunde liegenden Berichten fanden sich keine Angaben zu einer unmittelbaren Reaktion südkoreanischer oder US-amerikanischer Militärbehörden auf den konkreten Test vom 14. und 15. März.

12 (rocket launchers) — 12 nuklearfähige 600-mm-Startgeräte wurden gleichzeitig getestet

Nordkorea hat in den vergangenen Jahren eine Reihe von Waffentests durchgeführt, darunter Tests ballistischer Raketen, von Marschflugkörpern und von großkalibrigen Raketenartilleriesystemen. Kim Ju Ae trat nach Berichten, auf die im Personenregister verwiesen wird, erstmals im November 2022 bei einem Start einer ballistischen Rakete öffentlich an der Seite ihres Vaters auf. Seither ist sie bei Militärereignissen regelmäßig präsent. Die gemeldete Einstufung Kim Ju Aes durch den südkoreanischen Geheimdienst als mögliche Nachfolgerin Anfang 2026 war ein bemerkenswerter Schritt in der Bewertung der Nachfolgeplanung innerhalb der nordkoreanischen Führung. Das 600-mm-Mehrfachraketenwerfersystem wurde von Nordkorea mehrfach öffentlich präsentiert und erprobt. Es ist Teil der von Pjöngjang erklärten Bemühungen, Trägersysteme für taktische Kernwaffen zu entwickeln.