Die Bundesregierung setzt die Aussetzung des Familiennachzugs für Migranten nach Medienberichten mit äußerster Strenge um. Seit Inkrafttreten wurden demnach nur zwei Härtefall-Visa bewilligt.

Nur zwei Ausnahmen bewilligt

Seit Inkrafttreten der Aussetzung des Familiennachzugs wurden nach Berichten von DIE WELT, Spiegel Online und stern.de lediglich zwei Härtefall-Visa genehmigt.

Strikte Anwendung der neuen Regeln

Die geringe Zahl der Ausnahmen deutet darauf hin, dass die Regierung Merz die Aussetzung mit kaum vorhandener Flexibilität umsetzt.

Dobrindts Ministerium zuständig

Das von Alexander Dobrindt geführte Bundesministerium des Innern beaufsichtigt die Aussetzung und entscheidet über mögliche Ausnahmen.

Längere politische Vorgeschichte

Der Familiennachzug ist in Deutschland seit Jahren umstritten, insbesondere für Personen mit subsidiärem Schutzstatus.

Keine Gesamtzahl der Anträge bekannt

Aus den Quellen geht nicht hervor, wie viele Anträge seit Beginn der Aussetzung insgesamt gestellt wurden.

Die Bundesregierung setzt die Aussetzung des Familiennachzugs für Migranten nach Berichten, die DIE WELT, Spiegel Online und stern.de am 14. März 2026 veröffentlichten, mit großer Strenge durch. Die Zahlen unterstreichen, wie strikt die Regierung Merz die neuen Migrationsregeln anwendet. Der Familiennachzug war ein zentraler Weg für Migranten, Ehepartner und Kinder nach Deutschland zu holen. Das nahezu vollständige Fehlen genehmigter Ausnahmen deutet darauf hin, dass die Regierung die Aussetzung praktisch als absolut behandelt. Alexander Dobrindt von der CSU, der seit 2025 im Kabinett Merz Bundesminister des Innern ist, beaufsichtigt die Umsetzung dieser Politik.

Die extrem niedrige Zahl bewilligter Härtefall-Visa spiegelt, wie alle drei Medien berichten, eine Politik strikter Durchsetzung wider und nicht eine humanitäre Einzelfallprüfung. Antragsteller, die nach der Härtefallklausel eine Ausnahme beantragen, sehen sich demnach einem strengen Prüfverfahren gegenüber, das fast keine Bewilligungen hervorgebracht hat. Das Bundesministerium des Innern, das von Dobrindt geleitet wird, ist die zuständige Behörde für die Überwachung der Aussetzung und aller darunter gewährten Ausnahmen. Die Berichte von DIE WELT, Spiegel Online und stern.de kamen alle zu demselben Befund: Die Aussetzung wird mit wenig Flexibilität angewandt.

In Deutschland wird seit Jahren über die Politik des Familiennachzugs debattiert, besonders mit Blick auf Inhaber subsidiären Schutzes, deren Recht, Familienangehörige nachzuholen, bereits durch frühere Gesetzgebung eingeschränkt worden war. Die aktuelle Aussetzung stellt eine weitere Verschärfung von Regeln dar, die in deutschen Gerichten und im Bundestag über mehrere Legislaturperioden hinweg umstritten waren. Alexander Dobrindt ist seit 2025 Bundesminister des Innern, als das Kabinett Merz sein Amt antrat.

Der Durchsetzungsansatz spiegelt die breitere migrationspolitische Richtung der Regierung Merz wider, die strengere Grenz- und Einwanderungskontrollen zu einem zentralen Bestandteil ihrer Agenda gemacht hat. Die Aussetzung des Familiennachzugs gehörte zu den Maßnahmen, die im Zuge dieses politischen Kurswechsels eingeführt wurden. Da nur zwei Härtefall-Visa erteilt wurden, ist die praktische Folge der Aussetzung, dass nahezu alle Anträge auf Familiennachzug abgelehnt werden. Aus den zugrunde liegenden Artikeln liegen keine bestätigten Angaben zur Gesamtzahl der seit Beginn der Aussetzung eingereichten Anträge vor, die ein vollständigeres Bild der Bewilligungsquote erlauben würden. Die Berichte aller drei Medien wurden am 14. März 2026 innerhalb weniger Stunden veröffentlicht, was auf einen abgestimmten Zugang zu denselben zugrunde liegenden Daten hindeutet.