Ein junges Kalb namens Mika, das aus einem Schlachthof der Bell Food Group im schweizerischen Oensingen entkommen war, wurde nach einer einstündigen Verfolgungsjagd erschossen. Trotz Appellen von Tierschützern, dem Tier das Leben zu schenken, entschieden die Behörden, das Tier aus Sicherheitsgründen zu töten.

Flucht aus dem Schlachthof

Das Kalb Mika entkam während der Entladung im Werk der Bell Food Group und verursachte Chaos auf den Straßen von Oensingen.

Zerstörungen in der Stadt

Während der Flucht rannte das Tier in die Glastür eines Gebäudes an der Dünnernstrasse und verursachte erhebliche Sachschäden.

Einsatz des Wildhüters

Nach einer Stunde erfolgloser Einfangversuche erschoss der zur Stelle gerufene Wildhüter das Tier.

Proteste von Aktivisten

Die Organisation Basel Animal Safe beantragte erfolglos, das Kalb in ein Tierheim zu überführen.

Ein junges Kalb namens Mika wurde von einem Wildhüter erschossen, nachdem es eine Stunde lang aus einem Schlachthof der Bell Food Group im schweizerischen Oensingen geflohen war. Der Vorfall ereignete sich am Mittwoch, dem 11. März 2026, während der Entladung von zur Schlachtung bestimmten Tieren. Das Tier konnte sich den Arbeitern des Schlachthofs entwinden und auf die Straßen der Gemeinde im Kanton Solothurn laufen. Während der Flucht rannte Mika in die Glastür eines Firmengebäudes an der Dünnernstrasse und zerstörte sie vollständig. Die Kantonspolizei Solothurn bestätigte, dass es trotz aller Bemühungen nicht gelungen sei, das Tier sicher einzufangen oder zu sichern.

Die Suchaktion dauerte etwa sechzig Minuten, während der das Kalb frei in der Gegend herumlief und großes Interesse bei Anwohnern und Medien erregte. Vertreter der Polizei argumentierten, die Situation stelle eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar, und Versuche, das Tier an einen sicheren Ort zu treiben, seien gescheitert. Die endgültige Entscheidung zur Tötung wurde getroffen, als man zu dem Schluss kam, dass es keine andere Möglichkeit gebe, die Situation unter Kontrolle zu bringen. „Das Tier liess sich nicht sichern” — Bruno Gribi via watson.ch Die Entscheidung, Mika zu erschießen, fiel trotz der sofortigen Reaktion von Aktivisten der Organisation Basel Animal Safe, die um Schonung des Tierlebens baten. Die Bell Food Group ist ein führender Fleischverarbeiter in der Schweiz, dessen Geschichte bis ins Jahr 1869 zurückreicht, als Samuel Bell das Unternehmen in Basel gründete. Das Werk in Oensingen ist einer der wichtigsten Produktionsstandorte der Gruppe und spezialisiert auf die Schlachtung und Verarbeitung von Rindfleisch. Vorfälle von Tierfluchten aus Schlachthöfen sind in der Schweiz selten, lösen aber jedes Mal eine öffentliche Debatte über Tierschutz und Sicherheitsverfahren in Fleischbetrieben aus.

Tierschützer gaben dem Kalb den Namen Mika und erklärten sich bereit, es sofort in ein Tierheim zu transportieren, wo es eines natürlichen Todes hätte sterben können. Vertreter von Basel Animal Safe betonten, dass der während der Flucht gezeigte Lebenswille des Tieres respektiert werden sollte. Ihre Bitten, die Tötung auszusetzen und das Kalb der Obhut der Organisation zu übergeben, wurden von den Behörden und der Werksleitung jedoch nicht berücksichtigt. Ablauf des Vorfalls in Oensingen: 11. März, vormittags — Flucht während des Transports; 11. März, vormittags — Sachbeschädigung; 11. März, ca. 10:00 Uhr — Einsatz der Einsatzkräfte; 11. März, ca. 11:00 Uhr — Erschießung des Tieres