Die FIFA will am Spielplan der Weltmeisterschaft 2026 offenbar nicht rütteln. Nach Berichten von SIC Notícias und RTP lehnte der Weltverband Irans Antrag ab, seine Gruppenspiele statt in den USA in Mexiko auszutragen. Teheran hatte Sicherheitsbedenken angeführt, während Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum öffentlich Bereitschaft signalisierte, die Partien zu übernehmen.

FIFA lehnt Verlegung ab

Nach Berichten von SIC Notícias und RTP wies die FIFA Irans Antrag zurück, seine WM-Gruppenspiele 2026 aus den Vereinigten Staaten nach Mexiko zu verlegen, und will am Kalender festhalten.

Mexiko bot Ausrichtung an

Präsidentin Claudia Sheinbaum erklärte öffentlich, Mexiko könne alle Spiele Irans übernehmen, und gab dem Anliegen damit zusätzliche politische Unterstützung.

Kritik aus Europa und dem Fußball

Joachim Löw warnte vor Risiken in den Vereinigten Staaten. Zudem soll ein EU-Sportkommissar FIFA-Präsident Gianni Infantino um Sicherheitszusicherungen gebeten haben, jedoch ohne Antwort.

Neuseeland plant weiter regulär

Reuters zufolge bereitet sich Neuseeland unverändert auf das WM-Spiel gegen Iran vor und rechnet damit, dass die Partie wie vorgesehen in den Vereinigten Staaten stattfindet.

Die FIFA hat Irans Antrag zurückgewiesen, seine Spiele bei der Weltmeisterschaft 2026 aus den Vereinigten Staaten nach Mexiko zu verlegen. Das geht aus Berichten von SIC Notícias und RTP hervor, die am 17. März 2026 veröffentlicht wurden. Der Weltverband erklärte demnach, er beabsichtige, den Turnierkalender unverändert zu lassen. Die Entscheidung fiel, nachdem Iran verlangt hatte, seine Gruppenspiele wegen Sicherheitsbedenken auf amerikanischem Boden an einen anderen Austragungsort zu verlegen. Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum hatte öffentlich angeboten, die Begegnungen auszurichten, und dem iranischen Anliegen damit zusätzliches diplomatisches Gewicht verliehen. Mit der Absage der FIFA ist eine Änderung der Spielorte für die iranische Nationalmannschaft vor dem Turnier faktisch ausgeschlossen. Die Auseinandersetzung hat Kritik von europäischen Amtsträgern und bekannten Persönlichkeiten des Fußballs ausgelöst und eine breitere Debatte über die Sicherheit von Spielern und Anhängern bei Reisen in die Vereinigten Staaten für den Wettbewerb angestoßen.

Sheinbaum bietet Mexiko als Ausweichgastgeber an Claudia Sheinbaum, die seit 2024 Präsidentin Mexikos ist, erklärte laut Franceinfo und Le Parisien öffentlich, Mexiko sei bereit, sämtliche WM-Spiele Irans anstelle der Vereinigten Staaten auszurichten. Ihr Angebot verlieh dem Antrag auf Verlegung offizielle staatliche Unterstützung und signalisierte zugleich die Bereitschaft Mexikos, zusätzliche Partien über die bereits dem Land als Mitgastgeber zugewiesenen Spiele hinaus zu übernehmen. Das Angebot wurde vor dem Hintergrund der politischen Spannungen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten als praktische Lösung dargestellt. Mexiko ist neben Kanada und den Vereinigten Staaten eines von drei Gastgeberländern der Fußball-Weltmeisterschaft 2026. Sheinbaums öffentliche Erklärung erhöhte den Druck auf die FIFA, ihre Position zu überdenken, doch der Weltverband lehnte es letztlich ab, dem Antrag zu folgen.

Löw nennt Spiele in einem Land „im Krieg“ gefährlicher Joachim Löw, der die deutsche Nationalmannschaft von 2006 bis 2021 trainierte und Deutschland 2014 zum WM-Titel führte, warnte laut N-tv, die Lage in den Vereinigten Staaten berge reale Risiken für teilnehmende Nationen. „In einem Land zu spielen, das im Krieg ist, ist noch gefährlicher” — Joachim Löw via N-tv Löws Äußerungen spiegeln eine weiter verbreitete Unruhe unter Akteuren des Fußballs über das Sicherheitsumfeld des Turniers wider. Unabhängig davon trug ein europäischer Amtsträger ähnliche Bedenken direkt an FIFA-Präsident Gianni Infantino heran. Nach Angaben der Die Welt bat der EU-Sportkommissar Infantino unmittelbar um Sicherheitszusicherungen für Reisende zur Weltmeisterschaft, erhielt darauf jedoch keine Antwort. Dass Infantino nicht reagierte, fand auch wegen der erwarteten starken europäischen Beteiligung an dem Turnier besondere Beachtung.

Neuseeland hält an den Vorbereitungen auf Iran fest Während der diplomatische Streit über die Spielorte andauerte, bestätigte die Nationalmannschaft Neuseelands laut Reuters, dass sie sich weiterhin auf ein WM-Spiel gegen Iran vorbereite. Der Nationaltrainer erklärte, die Vorbereitungen liefen weiter. Das deutet darauf hin, dass zumindest einer von Irans Gegnern die Begegnung so behandelt, als finde sie planmäßig in den Vereinigten Staaten statt. Die fortgesetzten Vorbereitungen Neuseelands legen nahe, dass Irans Gruppengegner ihre Planungen wegen des Verlegungsantrags bislang nicht anpassen. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2026 wird die erste Ausgabe des Turniers mit 48 Mannschaften sein. Damit wird das seit 1998 verwendete Format mit 32 Teams erweitert. Die Vereinigten Staaten waren bereits 1994 Mitgastgeber einer Weltmeisterschaft. Iran hat sich für mehrere Ausgaben des Turniers qualifiziert und Erfahrung mit politisch sensiblen internationalen Sportereignissen. Nach Darstellung von RTP hofft die FIFA, den Kalender unverändert zu lassen. Das legt nahe, dass der Weltverband die Angelegenheit trotz des anhaltenden öffentlichen Drucks aus Iran, Mexiko und von europäischen Amtsträgern als entschieden betrachtet. Der Vorgang verdeutlicht dennoch kurz vor einem der größten WM-Turniere der Geschichte die enge Verbindung von Geopolitik und internationalem Sport.

Mentioned People

  • Gianni Infantino — Działacz piłkarski i prezydent FIFA od 2016 roku
  • Joachim Löw — Niemiecki trener piłkarski i były selekcjoner reprezentacji Niemiec w latach 2006–2021
  • Claudia Sheinbaum — Meksykańska polityczka i naukowczyni, od 2024 roku 66. prezydent Meksyku
  • Iliana Ivanova — Od 2025 roku członkini Europejskiego Trybunału Obrachunkowego; była komisarz europejska ds. innowacji, badań naukowych, kultury, edukacji i młodzieży