Der Angriff einer von den USA und Israel geführten Koalition auf den Iran hat tiefe Gräben in Europa aufgerissen. Während in Berlin unter dem Motto „Freiheit für den Iran“ Massenproteste stattfinden, distanziert sich der deutsche Vizekanzler offen von der Operation und nennt sie „nicht unseren Krieg“. Die Schweiz sieht sich mit einer verfassungsrechtlichen Krise über die Definition ihrer Neutralität konfrontiert, und Russland profitiert vom sprunghaften Anstieg der Ölpreise.

Die Militäroperation gegen den Iran hat zu beispiellosen diplomatischen Spannungen innerhalb der Europäischen Union und assoziierter Staaten geführt. Jüngste Berichte deuten auf wachsenden Widerstand in Teilen der deutschen Politik gegen eine Verwicklung in den Konflikt hin. Der deutsche Vizekanzler kritisierte die Aktionen Washingtons und Tel Avivs scharf und betonte, Europa solle nicht in einen Krieg hineingezogen werden, der nicht seinen unmittelbaren Sicherheitsinteressen dient. Gleichzeitig forderten Tausende Demonstranten am Brandenburger Tor in Berlin den Sturz des Regimes in Teheran, was die Kluft zwischen der öffentlichen Stimmung und der politischen Pragmatik der Regierung zeigt. Die Beziehungen zwischen dem Iran und dem Westen sind seit der Islamischen Revolution 1979 angespannt, und die Frage des Atomprogramms Teherans ist seit Jahrzehnten ein zentraler Streitpunkt im UN-Sicherheitsrat. Die Lage hat sich auch in der Schweiz verkompliziert, wo Bundesrat Martin Pfister die kriegführenden Länder eindeutig verurteilte. Dies löste eine lebhafte Debatte über die Grenzen der Schweizer Neutralität angesichts moderner asymmetrischer Konflikte aus. Kritiker der Regierung in Bern weisen darauf hin, dass eine zu strenge Auslegung der Unparteilichkeit das Land auf der internationalen Bühne isolieren könnte. Experten verweisen derweil auf die wirtschaftliche Dimension des Konflikts. Der sprunghafte Anstieg der Ölpreise auf den Weltmärkten wurde zu einer unerwarteten Stütze für den Haushalt der Russischen Föderation, die die zusätzlichen Mittel zur Finanzierung eigener Militäroperationen nutzt. <przypis title=