Die jährliche Inflationsrate in Argentinien ist im Februar 2026 auf 33,1 Prozent gestiegen und übertraf damit die Prognosen der Regierung Milei, während die Inflation in Brasilien auf 3,81 Prozent sank.

Argentinische Inflation

Die jährliche Inflationsrate stieg auf 33,1 Prozent, während die Regierung an ihrem Sparkurs festhält.

Brasilianische Preisentwicklung

Die jährliche Inflation sank auf 3,81 Prozent, bleibt jedoch leicht über den Erwartungen der Analysten.

Energiepolitik in Brasilien

Trotz der Abschaffung von Kraftstoffsteuern durch die Regierung erhöhte Petrobras die Dieselpreise.

In Argentinien stieg die jährliche Inflationsrate im Februar 2026 auf 33,1 Prozent, was die wirtschaftlichen Prognosen von Präsident Javier Milei übertraf, wie aus Daten von ANSA und Europa Press hervorgeht. Während der Vorjahreswert 33,1 Prozent erreichte, berichtete Reuters, dass die monatliche Inflationsrate für Februar bei 2,9 Prozent lag; dieser Wert blieb im Vergleich zum Vormonat stabil, lag jedoch leicht über den Markterwartungen. Die Regierung von Präsident Javier Milei setzt den Abbau von Energiesubventionen fort, um einen Haushaltsausgleich zu wahren. Diese Sparmaßnahmen bilden den Kern der Strategie der aktuellen Regierung zur wirtschaftlichen Stabilisierung trotz des anhaltenden Anstiegs der Verbraucherkosten. Seit Javier Milei Ende 2023 das Präsidentenamt übernahm, hat Argentinien eine Reihe radikaler Wirtschaftsreformen durchlaufen, die darauf abzielen, die chronische Hyperinflation einzudämmen und die Rolle des Staates in der Wirtschaft zu verringern. Das Land war in den vergangenen Jahrzehnten historisch mit extremer Preisvolatilität konfrontiert, was zu mehreren Währungskrisen und Zahlungsausfällen führte. Die Regierung Milei hat die Beseitigung des Haushaltsdefizits und die Deregulierung verschiedener Sektoren priorisiert, um ausländische Investitionen anzuziehen. Frühere Regierungen verließen sich oft auf Preiskontrollen und hohe Subventionen, was die derzeitige Führung für die langfristige wirtschaftliche Instabilität des Landes verantwortlich macht. In Brasilien verlangsamte sich die jährliche Inflation im Februar 2026 auf 3,81 Prozent, obwohl der Wert leicht über der von Analysten prognostizierten Marke von 3,76 Prozent lag. Die monatlichen Verbraucherpreise im Land stiegen im gleichen Zeitraum um 0,70 Prozent, was eine leichte Abschwächung widerspiegelt, während sich die Zentralbank von Brasilien auf eine wichtige Zinsentscheidung vorbereitet. Der bevorstehende Schritt der Zentralbank wird von Investoren mit Spannung erwartet, die nach Signalen für den künftigen geldpolitischen Kurs in Lateinamerikas größter Volkswirtschaft suchen. Trotz des leichten Rückgangs der jährlichen Inflation deuten die Zahlen darauf hin, dass der Preisdruck für die brasilianischen Entscheidungsträger weiterhin ein Anliegen bleibt. Die Regierung hat den Wunsch geäußert, die Auswirkungen steigender globaler Ölpreise auf die heimische Bevölkerung abzumildern. Um den Auswirkungen hoher internationaler Ölpreise entgegenzuwirken, beschloss die brasilianische Regierung die Abschaffung von Kraftstoffsteuern. Das staatlich kontrollierte Ölunternehmen Petrobras erhöhte jedoch nach der Umsetzung der Steuererleichterung die Dieselpreise. Diese Preiserhöhung durch den nationalen Ölkonzern hat die Bemühungen der Regierung, die Kosten für Verbraucher und den Transportsektor zu senken, teilweise wieder zunichtegemacht. Die Entscheidung von Petrobras folgt auf eine Phase der Volatilität auf dem globalen Energiemarkt, die die Raffineriemargen des Unternehmens unter Druck gesetzt hat. Brasilianische Beamte erklärten, dass die Steuerabschaffung ein notwendiger Schritt sei, um die Wirtschaft vor externen Schocks zu schützen, auch wenn der heimische Ölriese seine Preisstruktur anpasste.