In den ersten beiden Monaten des Jahres 2026 ist die Zahl der illegalen Grenzübertritte an den EU-Außengrenzen um 52 Prozent gesunken. Dennoch bleibt die Lage im Mittelmeer tragisch – dort wurden bereits 660 Todesopfer registriert.
Starker Rückgang der Migration
Im Januar und Februar 2026 wurden etwa 14.000 illegale Einreisen registriert, was einem Rückgang von 52 Prozent im Jahresvergleich entspricht.
Veränderungen auf den Routen
Der größte Rückgang, um 70 Prozent, wurde auf der zentralen Mittelmeerroute verzeichnet, während andere Routen, wie die westafrikanische, weiterhin aktiv sind.
Hohe Sterblichkeitsrate
Trotz der geringeren Zahl der Grenzübertrittsversuche sind im Mittelmeer bereits 660 Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst.
Die Zahl der illegalen Grenzübertritte an den Außengrenzen der Europäischen Union ist im Januar und Februar 2026 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 52 Prozent gesunken. Den neuesten Daten der Agentur Frontex zufolge wurden in den ersten beiden Monaten des laufenden Jahres insgesamt etwa 14.000 illegale Einreisen in das Gebiet der Gemeinschaft registriert. Dieser Trend setzt den Abwärtstrend fort, wobei das Ausmaß der derzeitigen Migrationsbegrenzung im Vergleich zu den Statistiken der Vorjahre besonders deutlich ist. Der Exekutivdirektor der Agentur, Hans Leijtens, überwacht derzeit Operationen zur Schließung von Migrationsrouten und koordiniert die Maßnahmen vom Warschauer Hauptsitz der Institution aus. 52 (prozent) — Rückgang der illegalen Grenzübertritte in die EU
Die größte Veränderung in den Statistiken wurde auf der zentralen Mittelmeerroute verzeichnet, wo die Zahl der ankommenden Migranten um 70 Prozent zurückging. Trotz des allgemeinen Rückgangs der Zahl der Menschen, die Europa erreichen, bleibt die Lage auf See aufgrund der hohen Sterblichkeitsrate während der Überfahrten tragisch. Seit Beginn des Jahres 2026 sind im Mittelmeer 660 Migranten ums Leben gekommen oder werden vermisst, was auf einen gefährlichen Anstieg der Opferzahlen im Verhältnis zum geringeren Ausmaß der Bewegungen hindeutet. Experten weisen darauf hin, dass kriminelle Gruppen zunehmend den schlechten technischen Zustand der Boote ausnutzen, was sich direkt auf das Ertrinkungsrisiko auswirkt. Die Agentur Frontex konzentriert ihre Beobachtungsbemühungen derzeit unter anderem auf die Region der griechischen Insel Kreta, um die sich ändernden Routen der Schleuser zu überwachen. Rückgang der Aktivität auf den Routen: Gesamtrückgang in der EU: 52, Zentrale Mittelmeerroute: 70
Die Agentur Frontex wurde 2004 gegründet, um das integrierte Management der Außengrenzen der Mitgliedstaaten der Europäischen Union zu verbessern, und ihr Sitz befindet sich seit Beginn in Warschau. Im Jahr 2016 wurde sie als Reaktion auf die Migrationskrise in die Europäische Agentur für die Grenz- und Küstenwache mit erweitertem Mandat und eigenem Korps von Beamten umgewandelt. Bis 2024 ging die Zahl der illegalen Einreisen in die EU systematisch zurück und erreichte ein Niveau von etwa 240.000 pro Jahr, was weniger als ein Viertel der Rekordwerte von 2015 ausmachte. Derzeit sieht sich die Agentur auch mit rechtlichen Herausforderungen konfrontiert, wie etwa dem Präzedenzurteil des Gerichtshofs der Europäischen Union vom Dezember 2025 in der Sache eines syrischen Flüchtlings. Gleichzeitig zeigten Daten aus anderen Zeiträumen lokale Anstiege des Migrationsdrucks, beispielsweise um 154 Prozent auf der Route von Westafrika zu den Kanarischen Inseln in der ersten Hälfte des Jahres 2024. Der jüngste Bericht bestätigt jedoch, dass der Beginn des Jahres 2026 auf den Hauptstrecken nach Europa eine deutliche Beruhigung gebracht hat. Migrationsstatistiken (Januar-Februar 2026): 1. Anzahl illegaler Einreisen — 14 000; 2. Todesopfer und Vermisste — 660
Mentioned People
- Hans Leijtens — Exekutivdirektor von Frontex, der Europäischen Agentur für die Grenz- und Küstenwache