Bei der 98. Verleihung der Academy Awards am 15. März 2026 in Hollywood sind mehrere Premieren zusammengekommen. Autumn Durald Arkapaw erhielt für „Sinners“ als erste Frau den Oscar für die beste Kamera. Zugleich setzten sich mit „Sinners“ und „Weapons“ zwei Horrorfilme bei einer Preisverleihung durch, die das Genre lange nur am Rand berücksichtigte.

Erster Kamera-Oscar für eine Frau

Autumn Durald Arkapaw gewann für „Sinners“ als erste Frau den Oscar für die beste Kamera. Nach Angaben von ANSA war sie zuvor zudem die erste Woman of Color mit einer Nominierung in dieser Kategorie.

Horrorfilme mit sichtbarer Präsenz

Mit „Sinners“ und „Weapons“ wurden zwei Horrorfilme ausgezeichnet. Branchenbeobachter werteten dies als Hinweis auf eine veränderte Haltung der Academy gegenüber Genrekino.

Amy Madigan erhält Nebendarstellerinnen-Oscar

Amy Madigan wurde für „Weapons“ als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet. Der Preis ergänzt eine lange Karriere in Film und Theater, zu der bereits ein Golden Globe Award und ein Actor Award gehören.

Prognosemärkte mit hoher Trefferquote

Polymarket und Kalshi sagten laut The Hollywood Reporter rund 80 Prozent der Oscar-Gewinner richtig voraus. Das wurde als Hinweis auf die Aussagekraft gemeinschaftsbasierter Prognosen gewertet.

Die 98. Verleihung der Academy Awards fand am 15. März 2026 im Dolby Theatre in Hollywood statt. Durch den Abend führte Conan O'Brien. Für besondere Aufmerksamkeit sorgte ein historischer Erfolg des Horrorgenres: Autumn Durald Arkapaw gewann für ihre Arbeit an „Sinners“ den Oscar für die beste Kamera und war damit die erste Frau, die diesen Preis erhielt. Die von der Academy of Motion Picture Arts and Sciences ausgerichtete Zeremonie stieß wegen ihrer historischen Auszeichnungen und der starken Präsenz des Genrefilms auf breite Aufmerksamkeit. Arkapaw schrieb nach Angaben von ANSA nicht nur als erste Frau Geschichte. Sie war demnach zuvor auch die erste Woman of Color, die in dieser Kategorie überhaupt nominiert worden war, bevor sie den Preis nun gewann. Der Horrorfilm „Sinners“ und der Horrorfilm „Weapons“ wurden beide ausgezeichnet. Das machte den Abend bemerkenswert für ein Genre, das von großen Preisinstitutionen historisch oft übergangen wurde. Conan O'Brien, der amerikanische Fernsehmoderator und Komiker, moderierte die Verleihung. Die Academy Awards werden seit dem späten Jahrzehnt der 1920er Jahre jährlich vergeben, und das Dolby Theatre in Hollywood ist seit Langem der feste Veranstaltungsort der Zeremonie. Die Kategorie Beste Kamera gehört seit den frühen Ausgaben der Oscars zum Programm, dennoch hatte in der fast hundertjährigen Geschichte des Preises bis zur diesjährigen Verleihung keine Frau gewonnen. Das Horrorgenre spielte bei den Oscars nur selten eine prägende Rolle; Genrefilme erhielten häufiger technische Nominierungen als Auszeichnungen in wichtigen Kategorien.

Arkapaws Sieg verändert die Geschichte der Kamera-Kategorie Der Oscar für Autumn Durald Arkapaw für „Sinners“ war nach Berichten von ANSA einer der meistdiskutierten Meilensteine des Abends. Arkapaw, geboren am 14. Dezember 1979, hatte bereits mit ihrer Nominierung Geschichte geschrieben, weil sie als erste Woman of Color in dieser Kategorie nominiert worden war. Mit ihrem Sieg für den Film „Sinners“ aus dem Jahr 2025 schloss sie eine Lücke, die über die gesamte Geschichte dieser Auszeichnung bestanden hatte. Filmschaffende und Branchenbeobachter werteten den Erfolg vielfach als bedeutsame Verschiebung bei der Anerkennung von Frauen in technischen Gewerken hinter der Kamera. Variety hob hervor, dass die Auszeichnungen für „Sinners“ und „Weapons“ bei Filmschaffenden für Zustimmung sorgten, weil sie die gewachsene Präsenz des Horrorgenres bei der Verleihung sichtbar machten. Der doppelte Erfolg von Horrorfilmen unterstrich zudem eine breitere Veränderung darin, wie die Academy in den vergangenen Jahren mit Genrekino umgegangen ist.

Amy Madigan erhält den Oscar als beste Nebendarstellerin für „Weapons“ Amy Madigan gewann für ihre Rolle in dem Horrorfilm „Weapons“ den Academy Award als beste Nebendarstellerin und ergänzte damit eine Laufbahn um einen Oscar, zu der ihrer Biografie zufolge bereits ein Golden Globe Award und ein Actor Award gehören. Madigan, geboren am 11. September 1950, war zuvor schon für einen Primetime Emmy Award nominiert worden. Der Oscar gilt damit als herausgehende Anerkennung einer langen Karriere in Film und Theater. Gizmodo bezeichnete den Erfolg als wichtigen Moment für das Horrorgenre und stellte ihn gemeinsam mit den Preisen für „Sinners“ als Hinweis auf die wachsende Anerkennung des Genres innerhalb der Academy dar. Die beiden Horror-Erfolge lösten unter Genrefilmern Zustimmung aus, wie Variety berichtete. Branchenvertreter begrüßten demnach, dass die Academy auch Filme jenseits des traditionellen Prestige-Dramas auszeichnete. Gerade Madigans Sieg wurde als Aufwertung einer Darstellung gesehen, die in einem Film zu sehen war, der früher womöglich außerhalb des üblichen Wahrnehmungsfelds der Academy gelegen hätte.

Prognosemärkte lagen bei rund vier von fünf Gewinnern richtig Polymarket und Kalshi sagten nach Angaben von The Hollywood Reporter rund 80 Prozent der Oscar-Gewinner korrekt voraus. Die Leistung der beiden Plattformen erregte Aufmerksamkeit, weil sie als Maßstab dafür gesehen wurde, wie präzise gemeinschaftsbasierte Wahrscheinlichkeitsbewertungen die Ergebnisse der Academy-Abstimmung vorwegnehmen können. In seiner Rückschau auf die Verleihung veröffentlichte The Hollywood Reporter zudem ein Interview mit Rob Mills über Produktion und Resonanz der Gala. Auch die Feiern nach der Verleihung waren stark besucht, wie aus der Berichterstattung von Billboard über das Zusammenkommen zahlreicher Stars nach der Übertragung hervorging. Die Verbindung aus historischen Premieren, der Anerkennung des Genrefilms und dem anhaltenden Aufstieg datengetriebener Prognosemärkte machte die 98. Ausgabe zu einem viel besprochenen Ereignis in Unterhaltungs- und Technologiemedien. 80 (percent) — Anteil der Oscar-Gewinner, den Polymarket und Kalshi korrekt vorhersagten