Frankreich hat am 14. März 2026 den Titel im Six Nations gewonnen. Beim 48:46 gegen England fiel die Entscheidung im punktreichsten Spiel der Turniergeschichte erst durch einen späten Straftritt von Schlussmann Thomas Ramos. Auch Wales beendete am letzten Wochenende des Turniers mit einem 31:17 gegen Italien eine lange Negativserie.

Frankreich gewinnt den Titel

Frankreich sicherte sich am 14. März 2026 mit einem 48:46 gegen England den Six-Nations-Titel.

Ramos entscheidet das Endspiel

Thomas Ramos verwandelte einen späten Straftritt und machte damit im punktreichsten Spiel der Turniergeschichte den Sieg fest.

Bielle-Biarrey im Fokus

Louis Bielle-Biarrey von Bordeaux Bègles zählte für Frankreich zu den herausragenden Spielern des gesamten Turniers.

England ohne Titel

Steve Borthwick sprach von Enttäuschung über den Turnierverlauf, zeigte sich aber zuversichtlich mit Blick auf die Entwicklung seiner Mannschaft.

Wales beendet lange Serie

Mit dem 31:17 gegen Italien in Cardiff beendete Wales eine sieglose Phase von drei Jahren in den Six Nations.

Frankreich hat sich am 14. März 2026 den Titel im Six Nations gesichert. Die Franzosen besiegten England mit 48:46 und entschieden damit das punktreichste Spiel in der Geschichte des Wettbewerbs für sich. Den entscheidenden Beitrag leistete Schlussmann Thomas Ramos, der mit einem Straftritt in letzter Minute den Sieg festmachte. Die Partie am letzten Turnierwochenende endete damit in einer Entscheidung durch einen einzigen Kick. Ramos, der auf Vereinsebene für Toulouse in den Top 14 spielt, war in einer Begegnung mit mehrfach wechselnder Führung der prägende Spieler. Flügelspieler Louis Bielle-Biarrey von Bordeaux Bègles gehörte für Frankreich zu den auffälligsten Akteuren des gesamten Turniers. Mit dem Erfolg stand fest, dass Frankreich Six-Nations-Sieger des Jahres 2026 ist.

Die Six Nations werden in ihrem heutigen Format mit sechs Mannschaften seit dem Beitritt Italiens im Jahr 2000 ausgetragen; damals wurde das frühere Five Nations erweitert. Frankreich und England zählen historisch zu den konkurrenzstärksten Nationen des Wettbewerbs, und ihre direkten Duelle entschieden häufig über den Titel. Die Bestmarken bei den erzielten Punkten wurden im Verlauf der Jahre immer wieder übertroffen, weil sich das Spiel zu einem schnelleren und punktreicheren Rugby entwickelt hat.

Die Auftritte von Bielle-Biarrey im Verlauf des Turniers fanden große Beachtung. Reuters schrieb, der Flügelspieler von Bordeaux Bègles sei in einer Six-Nations-Kampagne, die die Nachrichtenagentur als Rekordturnier für Frankreich bezeichnete, endgültig auf höchstem Niveau angekommen. Englands Cheftrainer Steve Borthwick, dessen Mannschaft das Turnier trotz der knappen Niederlage im letzten Spiel ohne Titel beendete, räumte die Enttäuschung über den Verlauf des Wettbewerbs ein und äußerte sich zugleich zuversichtlich über die Entwicklung des Teams. Borthwick, ein früherer Zweite-Reihe-Stürmer mit 57 Länderspielen für England, ist Cheftrainer der Nationalmannschaft und führte das Team durch das, was Reuters als ein sehr schwaches Six-Nations-Turnier beschrieb. Das 48:46 stand für eine außergewöhnlich hohe Offensivproduktion beider Mannschaften über 80 Minuten Rugby hinweg.

Im anderen Spiel am 14. März setzte sich Wales in Cardiff mit 31:17 gegen Italien durch und beendete damit eine Niederlagenserie von drei Jahren in den Six Nations. Der walisische Cheftrainer Steve Tandy, der 2025 die Nachfolge von Warren Gatland angetreten hatte, würdigte nach diesem Durchbruch die Leistung seiner Spieler. Tandys Mannschaft hatte vor dem Sieg gegen Italien drei Jahre lang kein Spiel in den Six Nations gewonnen, was dem Ergebnis eine besondere Bedeutung für den walisischen Rugbysport verlieh. Italien, trainiert vom Argentinier Gonzalo Quesada, äußerte sich trotz der Niederlage in Cardiff zufrieden mit den generellen Fortschritten der Mannschaft im Turnierverlauf. Quesada räumte Frust über das ein, was als blasser Abschluss der Kampagne in Wales beschrieben wurde. Das 31:17 bescherte Wales einen positiven Turnierausgang, während Italiens Endplatzierung zeigte, dass sich die Mannschaft unter Quesadas Leitung weiterhin im Aufbau befindet.

„Wales-Trainer Steve Tandy würdigte die Leistung seiner Spieler, nachdem sie mit dem 31:17 gegen Italien eine drei Jahre andauernde Wartezeit auf einen Sieg in den Six Nations beendet hatten.” — Steve Tandy via Reuters

Six Nations 2026 — Final Weekend Results: France 48:46 England; Wales 31:17 Italy

France, England, Wales, Italy