Die Organisation Union of European Clubs (UEC) hat in Sofia einen bahnbrechenden Plan für eine finanzielle Reform der UEFA vorgestellt. Der Vorschlag sieht vor, 2 Milliarden Euro an Prämien an alle Klubs der beiden höchsten europäischen Wettbewerbsebenen auszuschütten, um die finanzielle Hegemonie der reichsten Teams zu beenden.
Neue Mittelverteilung
Die UEC fordert eine Änderung der Verteilungsschlüssel für den Prämientopf: Die Champions League soll 50% (statt 74%) erhalten, die Europa League 30% und die Conference League 20%.
Abschaffung historischer Boni
Der Plan sieht die vollständige Abschaffung der Koeffizienten für die historische Rangliste vor, die derzeit die reichsten Fußballmarken begünstigen.
Unterstützung für nationale Ligen
Die Mittel würden nicht direkt an die Pokalteilnehmer fließen, sondern zwischen den nationalen Ligen aufgeteilt, um die Dominanz eines einzigen Klubs in einem Land zu verhindern.
Die Organisation Union of European Clubs (UEC) hat ein radikales Modell für die Verteilung der UEFA-Einnahmen vorgeschlagen, das die Auszahlung von etwa 2 Mrd. Euro an Prämien an alle Klubs der ersten und zweiten Wettbewerbsebenen in Europa vorsieht. Der Vorschlag, der während eines Treffens im März in Sofia präsentiert wurde, zielt darauf ab, die wachsende finanzielle Kluft zwischen Elite- und kleineren Vereinen zu verringern. Die UEC fordert eine grundlegende Änderung der Mittelverteilung zwischen den drei großen europäischen Pokalwettbewerben, um Teams außerhalb der absoluten Spitze zu unterstützen. Das derzeitige Verhältnis der Mittelverteilung zwischen Champions League, Europa League und Conference League beträgt 74-17-9, während das neue Konzept ein Verhältnis von 50-30-20 vorsieht. Diese Änderung soll direkt die finanzielle Dominanz der reichsten Organisationen treffen und die Attraktivität der weniger prestigeträchtigen Wettbewerbe erhöhen.
Ein Schlüsselelement des Plans ist die vollständige Abschaffung von Bonuszahlungen, die auf der historischen Rangliste basieren, der sogenannten Koeffizienten, die derzeit Klubs mit einer etablierten Position auf dem Kontinent begünstigen. Anstelle direkter Zahlungen an Teilnehmer der Gruppenphase würden die Gelder an die nationalen Ligen fließen. Ein solcher Mechanismus zielt darauf ab, die Wettbewerbsbalance innerhalb der einzelnen Länder zu verbessern und zu verhindern, dass ein Verein dank regelmäßiger UEFA-Zahlungen die lokale Szene dominiert. Vertreter der UEC argumentieren, dass das derzeitige System zu einer übermäßigen Vorhersehbarkeit der Ergebnisse im europäischen Fußball führt. Die Reform soll sicherstellen, dass die Mittel der Entwicklung der gesamten Disziplin dienen und nicht nur einer engen Gruppe der stärksten Akteure. Die Union of European Clubs (UEC) wurde 2023 als Alternative zur European Club Association (ECA) gegründet, die nach Ansicht der Gründer der neuen Organisation hauptsächlich die Interessen der reichsten Klubs vertritt. Seit ihrer Gründung strebt die UEC danach, den Einfluss kleinerer und mittlerer Klubs auf die Entscheidungsprozesse im europäischen Fußball zu erhöhen. Die UEFA sieht sich seit Jahren mit Kritik konfrontiert, die Giganten zu bevorzugen, was in der Vergangenheit unter anderem zu Versuchen führte, 2021 eine geschlossene Super League zu gründen.
Die aktuelle finanzielle Situation der UEFA zeigt tiefe Ungleichgewichte, denn von den jährlichen Einnahmen in Höhe von 4,4 Mrd. Euro gelangen nur 308 Mio. Euro zu Klubs, die sich nicht für die Gruppenphase qualifiziert haben. Diese Solidaritätszahlungen machen nur einen Bruchteil des Verbandshaushalts aus, was nach Ansicht kleinerer Verbände für einen gesunden Wettbewerb nicht ausreicht. Die Frustration in der Branche wird noch durch Verzögerungen bei den Solidaritätszahlungen der FIFA im Zusammenhang mit der Klub-Weltmeisterschaft verstärkt. Das neue Modell soll eine Antwort auf diese Herausforderungen sein und den Versuch darstellen, die Wettbewerbsfähigkeit des Fußballs auf kontinentaler Ebene durch eine gerechtere Verteilung der erwirtschafteten Gewinne zu retten. Der in Bulgarien vorgestellte Plan ist ein Zeichen für den wachsenden Widerstand kleinerer Klubs gegen den derzeitigen Status quo im europäischen Fußball. Verteilung der UEFA-Einnahmen (aktuell vs. vorgeschlagen): Champions League (aktuell): 74, Champions League (Vorschlag): 50, Europa League (aktuell): 17, Europa League (Vorschlag): 30, Conference League (aktuell): 9, Conference League (Vorschlag): 20