Bei der 98. Oscar-Verleihung am 15. März 2026 in Los Angeles ist „One Battle After Another“ als bester Film ausgezeichnet worden. Regisseur Paul Thomas Anderson erhielt zudem den Preis für die beste Regie. Neben den Filmpreisen bestimmten politische Stellungnahmen zum Krieg in der Ukraine und gegen bewaffnete Konflikte den Abend.
Hauptpreis für Andersons Film
„One Battle After Another“ gewann bei der 98. Oscar-Verleihung den Preis für den besten Film. Paul Thomas Anderson erhielt außerdem den Oscar für die beste Regie.
Schauspielpreise und Dokumentarfilm
Michael B. Jordan wurde als bester Hauptdarsteller ausgezeichnet, Jessie Buckley als beste Hauptdarstellerin. „Mister Nobody contre Poutine“ gewann den Oscar für den besten Dokumentarfilm.
Politische Stellungnahmen prägten den Abend
Mehrere Beteiligte äußerten sich zum Krieg in der Ukraine und gegen bewaffnete Konflikte. Javier Bardem sagte „Nein zum Krieg“, und auch die Hauptfigur von „Mister Nobody contre Poutine“ sprach von der Bühne.
Kimmel mit Bemerkungen über Donald und Melania Trump
Jimmy Kimmel sorgte laut Plotek mit Aussagen über Donald Trump und Melania Trump für Aufmerksamkeit, obwohl Conan O'Brien die Gala moderierte.
Kritik an O'Brien, Lob für Wes Anderson
Corriere della Sera bewertete Conan O'Brien mit der Note 5 und Wes Anderson mit der Note 9. Timothée Chalamet erhielt ebenfalls die Note 5.
„One Battle After Another“ von Paul Thomas Anderson ist bei der 98. Oscar-Verleihung als bester Film ausgezeichnet worden. Die Preisverleihung fand am 15. März 2026 in Los Angeles statt und wurde von dem Komiker und Fernsehmoderator Conan O'Brien moderiert. Anderson erhielt zudem den Oscar für die beste Regie, womit der Film zum erfolgreichsten Titel des Abends wurde. Michael B. Jordan gewann den Oscar als bester Hauptdarsteller, Jessie Buckley wurde als beste Hauptdarstellerin ausgezeichnet. Der Dokumentarfilm „Mister Nobody contre Poutine“ gewann den Oscar für den besten Dokumentarfilm. Die Hauptfigur des Films richtete anschließend von der Bühne aus einen Appell an das Publikum, den TVN24 als bewegend beschrieb. Nach O'Briens Eröffnungsbemerkungen, über die ANSA berichtete, waren bei der Veranstaltung Filme aus 31 Ländern vertreten.
Antikriegsstimmen prägten die politischen Momente des Abends Die 98. Oscar-Verleihung war von einem deutlich politischen Ton geprägt. Mehrere Redner nutzten die Bühne, um den Krieg in der Ukraine und eine allgemeinere Ablehnung bewaffneter Konflikte anzusprechen. Der spanische Schauspieler Javier Bardem rief während der Veranstaltung „Nein zum Krieg“. Diese Geste erhielt öffentliche Unterstützung vom ebenfalls spanischen Regisseur Oliver Laxe. „Bravo...” — Oliver Laxe via Europa Press Der Dokumentarfilm „Mister Nobody contre Poutine“, den Le Parisien als „stillen Widerstand gegen Moskau“ beschrieb, erzählt von Opposition gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Nach Angaben von TVN24 wandte sich die Hauptfigur des Films, die als der im Titel genannte „Mr. Nobody“ bezeichnet wurde, nach der Preisverleihung mit einer eindringlichen Ansprache an das Publikum. Die Süddeutsche Zeitung wertete den Abend insgesamt als Rückkehr des Politischen zu den Oscars. Das spiegele einen breiteren Trend wider, bei dem Filmschaffende und Darsteller die Bühne nutzten, um über globale Konflikte und Machtstrukturen zu sprechen.
Jimmy Kimmel sorgte mit Bemerkungen über die Trumps für Aufmerksamkeit Der Moderator Jimmy Kimmel machte während der Veranstaltung Bemerkungen über Donald Trump und Melania Trump, wie das polnische Portal Plotek berichtete. Kimmel trat dabei nicht als Hauptmoderator auf; diese Rolle hatte O'Brien. Gleichwohl fiel er mit Aussagen auf, die das Portal als überraschend beschrieb. Die politischen Kommentare mehrerer Beteiligter standen für eine allgemeinere Stimmung des Abends, bei der die Grenze zwischen Unterhaltung und politischer Stellungnahme wiederholt überschritten wurde. film.interia.pl beschrieb die Veranstaltung als einen Abend, der von „Politik, Emotionen und Filmen, die die Welt verändern wollen“ geprägt gewesen sei. Damit wurde der doppelte Charakter einer Feier deutlich, die zwischen Würdigung der Filmbranche und pointierten Kommentaren zum aktuellen Weltgeschehen balancierte.
Corriere della Sera vergab Noten — und O'Brien schnitt schlecht ab Die italienische Zeitung Corriere della Sera veröffentlichte ein Zeugnis für zentrale Akteure der Veranstaltung. Das Urteil über O'Brien fiel deutlich aus: Er erhielt die Note 5, die das Blatt als mittelmäßig einordnete, und seine Moderation wurde als langweilig beschrieben. O'Brien bekam die schwache Bewertung trotz seiner einleitenden Würdigung des internationalen Kinos, in der er auf Filme aus 31 Ländern hinwies. Wes Anderson erhielt dagegen von derselben Zeitung die Note 9. Das Blatt bemerkte dazu, „es sei höchste Zeit gewesen“, was auf eine aus seiner Sicht lange ausstehende Anerkennung hindeutete. Timothée Chalamet bekam ebenfalls die Note 5; Corriere della Sera bezeichnete seinen Auftritt als „leichtfertig“. Die Mischung aus politischen Stellungnahmen, filmischen Auszeichnungen und kritischer Resonanz machte deutlich, dass dieser Abend weit über eine übliche Preisverleihung hinausging.
Die Oscar-Verleihung hat eine lange Geschichte politischer Botschaften von der Bühne, die mehrere Jahrzehnte zurückreicht. Gerade die Dokumentarfilmkategorie diente häufig als Forum für Filme über autoritäre Regime und bewaffnete Konflikte. Die 98. Verleihung setzte ein Muster der vergangenen Jahre fort, in dem geopolitische Spannungen — insbesondere rund um Russlands Krieg gegen die Ukraine — beim wichtigsten jährlichen Hollywood-Ereignis sichtbar wurden.