Der FCC-Vorsitzende Brendan Carr drohte am 14. März 2026, Fernsehsendern die Sendelizenzen zu entziehen, falls diese ihre Berichterstattung zum laufenden Krieg mit dem Iran nicht korrigierten.

FCC-Drohung mit Lizenzentzug

FCC-Vorsitzender Brendan Carr drohte am 14. März 2026 mit dem Entzug von Rundfunklizenzen gegen TV-Sender wegen ihrer Berichterstattung zum Irankrieg.

Auslöser: Iranischer Anschlag und Medienberichterstattung

Die Drohung folgte auf Trumps Vorwürfe der Fehlberichterstattung über einen iranischen Anschlag auf fünf US-Tankflugzeuge in Saudi-Arabien.

Verfassungsrechtliche Bedenken

First Amendment-Schutz für die Presse schränkt die FCC-Befugnis ein, gegen Rundfunkanstalten aufgrund von redaktionellen Entscheidungen vorzugehen. Carrs Autorität zum Lizenzentzug wegen Nachrichteninhalte ist rechtlich umstritten.

Muster von Druck auf kritische Medien

Carrs Amtszeit seit 2025 war durch wiederholte Auseinandersetzungen mit Medienunternehmen gekennzeichnet, die als kritisch gegenüber der Trump-Regierung wahrgenommen werden.

Internationale Wahrnehmung

Bloomberg, New York Times und Al Jazeera berichteten über die Drohung als Eskalation des administrativen Drucks gegen Rundfunkmedien.

FCC-Vorsitzender Brendan Carr drohte am 14. März 2026, die Rundfunklizenzen von Fernsehsendern wegen ihrer Berichterstattung über den laufenden Krieg mit dem Iran zu widerrufen und warnte, dass Sender "Kurs korrigieren" müssten oder "ihre Lizenzen verlieren werden". Die Drohung kam Stunden nachdem Präsident Donald Trump in den sozialen Medien die "Fake News Media" beschuldigte, "absichtlich irreführende" Schlagzeilen über einen iranischen Anschlag auf fünf US-Luftwaffen-Tankflugzeuge in Saudi-Arabien zu verwenden. Carr wiederholte Trumps Sprache direkt und beschuldigte Rundfunkanstalten, "Lügen und Nachrichtenverfälschungen zu verbreiten", und deutete an, dass Lizenzvereinbarungsverfahren als Druckmittel gegen Sender genutzt werden könnten, die die Regierung als feindselig einstuft. Die Warnung zielte auf große Fernsehsender ab und wurde als behördliche Reaktion auf das dargestellt, was Carr als verzerrte Kriegsberichterstattung bezeichnete.

Carrs Aussage band die Lizenzdrohung ausdrücklich an den Lizenzvereinbarungsprozess an und deutete an, dass Sender die Gelegenheit hätten, ihre Berichterstattung zu ändern, bevor Verlängerungen überprüft würden. Die Maßnahme erregte sofortige Aufmerksamkeit, da die Befugnis der FCC zum Lizenzentzug wegen Nachrichteninhalte rechtlich umstritten ist — das Mandat der Behörde umfasst technische und Gemeinwohlstandards, nicht redaktionelle Entscheidungen. Der Berichterstattung von The Guardian zufolge war Carrs Drohung speziell auf die "Drosselung" von Nachrichtensendern über das ausgerichtet, was er als Lügen über den Irankrieg bezeichnete. Bloomberg Business und die New York Times berichteten beide über die Drohung als direktes Anzeichen einer Eskalation der Druckkampagne der Regierung gegen Rundfunkmedien. Al Jazeera beschrieb die Maßnahme als Trump-Regierung, die Nachrichtenmedien wegen kritischer Berichterstattung über den Iran bedroht.

Carr ist seit 2025 FCC-Vorsitzender und seit 2017 FCC-Kommissar. Seine Amtszeit war durch wiederholte Auseinandersetzungen mit Medienunternehmen gekennzeichnet, die als kritisch gegenüber der Trump-Regierung wahrgenommen werden. Im September 2025 forderte Carr Maßnahmen gegen Late-Night-Moderator Jimmy Kimmel, ein Schritt, der zu Vorwürfen der Nutzung von Regulierungsbefugnissen zu politischen Zwecken führte. Im November 2025 lobte Trump öffentlich Carr und forderte die Aberkennung der ABC-Lizenzen auf, wobei FCC-Kommissarin Anna Gomez damals solche Drohungen als rechtlich unbegründet abtat. Die aktuelle Drohung wegen der Berichterstattung über den Irankrieg stellt eine weitere Eskalation dieses Musters dar.

Der Vorfall, der den Austausch auslöste, betraf einen iranischen Anschlag auf fünf US-Luftwaffen-Tankflugzeuge in Saudi-Arabien, die Trump der Medienverzerrung in deren Schlagzeilen beschuldigte. Carrs Einmischung zog Kritik von Pressefreiheitsbefürwortern nach sich und warf Fragen zur verfassungsmäßigen Grenze der FCC-Autorität über redaktionelle Inhalte auf. Der First Amendment schützt die Presse und hat die FCC in der Vergangenheit daran gehindert, gegen Rundfunkanstalten ausschließlich auf der Grundlage von Nachrichtenabdeckungsentscheidungen vorzugehen. Nach den verfügbaren Berichten waren bis zum 14. März 2026 keine spezifischen Sender namentlich genannt worden, die formelle FCC-Verfahren eingeleitet hätten, und Carrs Aussage blieb eine öffentliche Warnung statt einer formellen behördlichen Maßnahme. Die Drohung signalisierte dennoch die Bereitschaft der Regierung, Lizenzvergabebefugnisse als Druckinstrument gegen Rundfunkanstalten einzusetzen, die über den Iran-Konflikt berichten.