Norwegische F-35-Jets haben innerhalb der letzten 24 Stunden zweimal russische Flugzeuge abgefangen, die sich den NATO-Grenzen näherten. Der jüngste Vorfall betraf ein Aufklärungsflugzeug vom Typ Il-20, das im Gebiet der multinationalen Übung Nordic Response auftauchte.

Abfang der Il-20

Norwegische F-35-Kampfjets identifizierten ein russisches Aufklärungsflugzeug Il-20 über der Norwegischen See.

Manöver Nordic Response

Der Vorfall ereignete sich während der laufenden zyklischen NATO-Verteidigungsübungen unter arktischen Bedingungen.

Verstärkte russische Aktivität

Innerhalb der letzten 24 Stunden wurden norwegische Luftstreitkräfte bereits zweimal im Rahmen der QRA-Mission alarmiert.

Norwegische F-35-Kampfjets haben ein russisches Aufklärungsflugzeug Il-20 vor der Küste Norwegens abgefangen, während in der Region multinationale NATO-Manöver stattfanden. Der Vorfall ereignete sich am 12. März 2026, als sich die russische Maschine im internationalen Luftraum bewegte und sich einem Gebiet näherte, in dem Bündniskräfte operierten. Die norwegischen Maschinen starteten vom Luftwaffenstützpunkt Evenes und standen im Rahmen der Quick Reaction Alert (QRA)-Mission bereit. Es war bereits der zweite Einsatz der norwegischen Luftstreitkräfte innerhalb von nur 24 Stunden als Reaktion auf die verstärkte Aktivität der russischen Luftwaffe. Das Militärkommando bestätigte, dass das russische Flugzeug die norwegischen Luftgrenzen nicht verletzt habe und der gesamte Identifizierungsprozess gemäß Sicherheitsstandards verlaufen sei.

Der Vorfall ereignete sich während der groß angelegten Militärübungen mit dem Codenamen Cold Response, die Tausende Soldaten aus NATO-Mitgliedstaaten zusammenführen. Die russische Il-20, spezialisiert auf elektronische Aufklärung, überwachte die Aktionen der an den Manövern teilnehmenden Einheiten. Die norwegischen F-35 begleiteten die russische Maschine, bis sie sich vom Operationsgebiet der Übung entfernt hatte. Militärexperten weisen darauf hin, dass solche Aufklärungsflüge ein fester Bestandteil der russischen Strategie während großer Truppenkonzentrationen der Bündnispartner in Nordeuropa sind. Trotz der geringen Entfernung zwischen den Maschinen verzeichneten die norwegischen Piloten keine aggressiven Verhaltensweisen der russischen Besatzung.

Die verstärkte Aktivität der russischen Luftwaffe in der Arktis und der Norwegischen See wird seit mehreren Jahren beobachtet, was die skandinavischen Länder zwingt, eine ständige Kampfbereitschaft aufrechtzuerhalten. Die Übungen Cold Response finden alle zwei Jahre statt und sind ein Schlüsselelement der Verteidigungsstrategie Norwegens und seiner NATO-Verbündeten. Im Jahr 2022 nahmen etwa 30.000 Soldaten aus 27 Ländern an diesen Manövern teil, was sie zu den größten unter norwegischer Führung seit dem Ende des Kalten Krieges machte. Russland entsendet regelmäßig Il-20-Aufklärungsflugzeuge und Langstreckenbomber in diese Region, was jedes Mal das Alarmieren von Bereitschaftspaaren von den Luftwaffenstützpunkten Bodø oder Evenes zur Folge hat. Die aktuelle Situation bestätigt, dass der nördliche Kriegsschauplatz ein Gebiet intensiver nachrichtendienstlicher Rivalität zwischen Russland und dem Nordatlantikbündnis bleibt. Das norwegische Verteidigungsministerium betont, dass moderne F-35-Kampfjets die Grundlage für den Schutz der territorialen Integrität des Landes angesichts solcher Vorfälle bilden.

Luftvorfälle vor der norwegischen Küste im März 2026: 11. März — Erster F-35-Alarmstart; 12. März — Abfang der Il-20