In mehreren europäischen Städten sind am 14. und 15. März 2026 Menschen gegen den Konflikt im Nahen Osten auf die Straße gegangen. Kundgebungen wurden unter anderem aus Turin, Genf, Lissabon und aus mehreren Städten in Spanien gemeldet. Im Mittelpunkt standen die Ablehnung von Drohungen gegen Iran und die Kritik an einer militärischen Zuspitzung in der Region.
Proteste in mehreren europäischen Ländern
Am 14. und 15. März 2026 gab es Demonstrationen in Turin, Genf, Lissabon und in mehreren Städten Spaniens gegen den Konflikt im Nahen Osten.
Fokus auf Iran und militärische Eskalation
Im Mittelpunkt standen die Ablehnung von Drohungen gegen Iran und Forderungen nach einem Ende der militärischen Zuspitzung in der Region.
Spanien mit größter Mobilisierung
In Spanien gingen landesweit Tausende Menschen auf die Straße; damit war dort die größte einzelne Mobilisierung des Wochenendes zu verzeichnen.
Italienische Proteste auch gegen Meloni-Regierung
In Italien richtete sich der Protest nicht nur gegen außenpolitische Entwicklungen, sondern auch gegen die Regierung von Giorgia Meloni.
Genf und Lissabon mit mehreren Hundert Teilnehmenden
In beiden Städten demonstrierten mehrere Hundert Menschen, in Genf gegen „imperialistische Kriege“, in Lissabon unter dem Motto „Ja zum Frieden, nein zum Krieg“.
Tausende Menschen sind am 14. und 15. März 2026 in mehreren Ländern Europas auf die Straße gegangen, um gegen den Konflikt im Nahen Osten zu protestieren. Demonstrationen wurden aus Turin, Genf, Lissabon sowie aus mehreren Städten in Spanien gemeldet. Im Zentrum der Proteste standen vor allem die Ablehnung von Drohungen gegen Iran und die Verurteilung dessen, was Demonstrierende als imperialistische Kriege bezeichneten. Die Protestwelle erstreckte sich über zwei Tage. Je nach Stadt beteiligten sich mehrere Hundert Menschen, in Spanien insgesamt waren es Tausende. Der zeitlich abgestimmte Charakter der Demonstrationen deutet auf eine gemeinsame Sorge von Protestierenden in verschiedenen Ländern über eine militärische Eskalation in der Region hin.
In Turin gingen am 14. März nach Angaben von ANSA Hunderte Menschen gegen den Konflikt in Iran auf die Straße. Im selben Land richtete sich der Unmut von Demonstrierenden nach Angaben von Notícias ao Minuto auch gegen die Regierung von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni. Die Proteste in Italien verbanden damit die Ablehnung außenpolitischer Entwicklungen mit innenpolitischer Kritik. In Lissabon versammelten sich am 14. März nach Angaben von Jornal Expresso und Jornal de Notícias Hunderte Menschen unter dem Motto „Ja zum Frieden, nein zum Krieg“. Dabei verurteilten sie ausdrücklich Drohungen der Vereinigten Staaten und Israels gegen Iran und forderten ein Ende der militärischen Eskalation. Die Demonstration in der portugiesischen Hauptstadt löste bei Teilnehmenden auch starke Reaktionen aus. Correio da Manhã berichtete von Verurteilung und Tränen angesichts des Krieges im Nahen Osten.
Die Proteste fanden vor dem Hintergrund verschärfter Spannungen im Nahen Osten statt, an denen Iran, die Vereinigten Staaten und Israel beteiligt sind. Europäische Städte waren in Phasen einer Zuspitzung regionaler Konflikte wiederholt Schauplatz von Antikriegsdemonstrationen. Genf als Sitz zahlreicher internationaler Organisationen und als traditioneller Ort diplomatischer Aktivitäten war historisch immer wieder Austragungsort von Protesten im Umfeld globaler Friedensbewegungen. In Lissabon und anderen westeuropäischen Hauptstädten gab es in den vergangenen Jahrzehnten wiederkehrende Demonstrationen im Zusammenhang mit Konflikten im Nahen Osten.
In Genf demonstrierten am 14. März nach Angaben von RTS und SWI swissinfo.ch mehrere Hundert Menschen gegen das, was die Organisatoren als mehrere „imperialistische Kriege“ bezeichneten. Die Kundgebung in der Schweizer Stadt wurde getrennt von den Ereignissen in Italien und Portugal gemeldet, was auf eine eigenständige Organisation über nationale Grenzen hinweg schließen lässt. In Spanien war das Ausmaß der Proteste deutlich größer. Dort demonstrierten nach Angaben von wnp.pl am 14. und 15. März landesweit Tausende Menschen gegen den Krieg im Nahen Osten. Die Demonstrationen in Spanien erfassten mehrere Städte im ganzen Land und stellten damit die größte in einem einzelnen Land gemeldete Mobilisierung des Wochenendes dar. Die geografische Verbreitung der Proteste – von der Iberischen Halbinsel bis nach Norditalien und in die Schweiz – verweist auf eine breite öffentliche Besorgnis in Westeuropa über den Verlauf des Konflikts.