Das französische Landwirtschaftsministerium hat am 12. März 2026 eine Lockerung der Gesundheitsanforderungen für Hunde und Katzen angekündigt, die französische Staatsbürger aus dem Nahen Osten begleiten, um deren Zurücklassen in der Konfliktzone zu verhindern.
Lockerung der Gesundheitsverfahren
Es wurden Ausnahmen von Quarantäne und der Titration von Tollwut-Antikörpern für Tiere mit Mikrochip und Impfung eingeführt.
Reaktion auf humanitäre Krise
Die Entscheidung soll verhindern, dass Tiere von Personen zurückgelassen werden, die vor dem eskalierenden bewaffneten Konflikt in der Region fliehen.
Kontroversen um Influencer
Die Erleichterungen wurden nach einer Welle der Kritik an Prominenten aus Dubai eingeführt, die ihre Tiere aufgrund von Bürokratie zurückließen.
Das französische Ministerium für Landwirtschaft und Ernährungssouveränität hat am 12. März 2026 eine Lockerung der Gesundheitsanforderungen für Hunde und Katzen angekündigt, die französische Staatsbürger aus dem Nahen Osten begleiten. Diese Entscheidung soll Evakuierungen erleichtern und verhindern, dass Haustiere von Personen zurückgelassen werden, die vor dem anhaltenden bewaffneten Konflikt in der Region fliehen. Die neuen Vorschriften sehen Ausnahmen von strengen Verfahren wie Quarantäne oder obligatorischem Titration von Antikörpern gegen Tollwut vor. Die gelockerten Regeln gelten ausschließlich für Tiere, die einen Identifikationsmikrochip und eine aktuelle Impfung gegen diese Krankheit besitzen. Landwirtschaftsministerin Annie Genevard betonte, dass bürokratische Hürden Besitzer nicht dazu zwingen sollten, ihre Haustiere in Kriegsgebieten zurückzulassen.
Der direkte Anstoß für die Erleichterungen war eine Welle der Kritik, die französische Influencer in Dubai traf. Medienberichten zufolge sollen einige von ihnen ihre Tiere zurückgelassen haben, weil sie Schwierigkeiten hatten, die für den schnellen Export notwendigen Formalitäten während einer plötzlichen Evakuierung zu erledigen. Die Sicherheitslage im Nahen Osten hatte sich nach iranischen Raketenangriffen Ende Februar 2026 rapide verschlechtert, was zu einem Massenexodus von Ausländern führte, darunter auch der großen französischen Gemeinschaft in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Das Landwirtschaftsministerium entschied sich einzugreifen, um Bürgern eine sichere Rückkehr ins Land mit ihrem gesamten Hausstand zu ermöglichen. Frankreich hatte ähnliche Mechanismen vereinfachter veterinärmedizinischer Verfahren bereits 2022 nach Beginn der großangelegten Invasion Russlands in die Ukraine angewendet, was die Rettung Tausender Haustiere von Flüchtlingen ermöglichte. Standardmäßig dauert der Prozess der Einfuhr eines Tieres aus einem Drittland mit hohem Tollwutrisiko aufgrund der Notwendigkeit serologischer Tests mindestens drei Monate. Die aktuelle Ausnahmeregelung ist eine außerordentliche Krisenmaßnahme für Situationen, in denen das Leben von Bürgern gefährdet ist.
Annie Genevard, Ministerin in der Regierung von François Bayrou, hat sich in den sozialen Medien eindeutig für die Unterstützung von Tierbesitzern ausgesprochen. „Ne pas abandonner son animal ne doit pas devenir impossible en temps de guerre. Comme pour l'Ukraine, nous facilitons le retour de nos compatriotes du Moyen-Orient avec leurs compagnons” (Sein Tier nicht zurückzulassen darf im Krieg nicht unmöglich werden. Wie schon für die Ukraine erleichtern wir die Rückkehr unserer Landsleute aus dem Nahen Osten mit ihren Gefährten) — Annie Genevard via X Obwohl die Verfahren vereinfacht wurden, werden die Grenzbehörden weiterhin grundlegende medizinische Dokumentation verlangen, um das Risiko der Einschleppung von Infektionskrankheiten auf das Gebiet der Europäischen Union zu verhindern. Die Behörden appellieren an Evakuierte, den Transport von Tieren bereits vor dem Abflug anzumelden, um die Abfertigung auf französischen Flughäfen zu beschleunigen. Eskalation und Reaktion der französischen Behörden: Ende Februar 2026 — Raketenangriffe; Anfang März 2026 — Massive Ausreisen; 12. März 2026 — Entscheidung des Ministeriums
Mentioned People
- Annie Genevard — Ministerin für Landwirtschaft, Ernährungssouveränität und Forsten Frankreichs