Die US-Umweltbehörde EPA hat vorgeschlagen, die Emissionsgrenzwerte für Ethylenoxid zu lockern. Damit würde sie strengere Vorgaben der vorherigen Regierung zurücknehmen und rund 90 Anlagen in den USA betreffen.

EPA schlägt Lockerung vor

Die US-Umweltbehörde will die Emissionsgrenzwerte für Ethylenoxid lockern und damit strengere Vorgaben der vorherigen Regierung zurücknehmen.

Rund 90 Anlagen betroffen

Der Vorschlag betrifft etwa 90 kommerzielle Sterilisationsanlagen in den Vereinigten Staaten, die das Gas zur Aufbereitung medizinischer Geräte nutzen.

Teil einer breiteren Deregulierung

Unter Präsident Donald Trump ist der Schritt Teil eines umfassenderen Kurses, Schadstoffgrenzen zu lockern und Kosten für die Industrie zu senken.

Gesundheitsrisiken umstritten

Kritiker und Gesundheitsexperten warnen, dass lockerere Vorgaben für den krebserregenden Stoff das Krebsrisiko für Anwohner erhöhen könnten.

Widerstand der Industrie

Die 2024 verschärften Grenzwerte hatten unter der Regierung Biden starken Widerstand der Medizintechnikindustrie ausgelöst.

Die Environmental Protection Agency hat am 13. März 2026 vorgeschlagen, die Emissionsgrenzwerte für Ethylenoxid zu lockern, ein krebserregendes Gas, das vor allem zur Sterilisierung medizinischer Geräte verwendet wird, und damit strengere Standards der vorherigen Regierung rückgängig zu machen. Der Vorschlag betrifft ungefähr 90 kommerzielle Sterilisationsanlagen in den Vereinigten Staaten. Der Schritt erfolgte unter Präsident Donald Trump und ist Teil eines breiteren Vorhabens seiner Regierung, Schadstoffgrenzwerte zu lockern und die Kosten für die Industrie zu senken, wie aus Berichten von Reuters, Bloomberg und der New York Times hervorgeht.

Ethylenoxid wird von kommerziellen Sterilisationsanlagen verwendet, um medizinische Geräte zu reinigen, die Sterilisationsmethoden mit Hitze oder Feuchtigkeit nicht standhalten. Das Gas ist seit Langem Gegenstand regulatorischer Prüfung, weil es mit Krebserkrankungen bei Beschäftigten und Anwohnern in Verbindung gebracht wird, die nahe Anlagen leben, aus denen es entweicht. Die von der EPA vorgeschlagene Regel würde die Grenzwerte lockern, die festlegen, wie viel von dem Gas diese rund 90 Anlagen in die umgebende Luft abgeben dürfen. Der Vorschlag stellt eine deutliche Abkehr von der Richtung dar, die die Regulierungsbehörden in den vergangenen Jahren eingeschlagen hatten, als die Grenzwerte für das Gas als Reaktion auf Bedenken zum Gesundheitsschutz verschärft wurden.

Die EPA wurde im Dezember 1970 gegründet, nachdem Präsident Richard Nixon eine Executive Order zur Schaffung der Behörde unterzeichnet hatte. Ethylenoxid wird seit Jahrzehnten als gefährlicher Luftschadstoff reguliert, wobei die Behörde die Emissionsstandards für Anlagen, die den Stoff verwenden, in regelmäßigen Abständen überarbeitet hat. Die Verschärfung der Grenzwerte für Ethylenoxid im Jahr 2024 unter der Regierung Biden stieß auf starken Widerstand der Medizintechnikindustrie, die argumentierte, die strengeren Regeln gefährdeten die Versorgung mit sterilisierten Geräten. Der aktuelle Vorschlag der Regierung Trump folgt einem Muster, diese strengeren Standards in mehreren Industriesektoren zurückzunehmen.

Lee Zeldin, der seit Januar 2025 als EPA-Administrator amtiert, leitet die Behörde, die den Vorschlag vorgelegt hat. Die Regierung Trump hat die Rücknahme als Maßnahme dargestellt, um die Kosten für die Medizintechnikindustrie und den kommerziellen Sterilisationssektor zu senken. Kritiker und Vertreter des öffentlichen Gesundheitswesens haben argumentiert, dass lockerere Grenzwerte für einen bekannten krebserregenden Stoff das Krebsrisiko für Gemeinden erhöhen, die in der Nähe von Sterilisationsanlagen liegen. Die New York Times bezeichnete den Vorschlag als die jüngste in einer Reihe von Maßnahmen der EPA unter Trump, mit denen Schadstoffkontrollen gelockert und die regulatorischen Lasten für die Industrie verringert werden sollen.