Neueste psychologische Analysen bestätigen, dass das menschliche Gehirn Informationen nicht parallel verarbeiten kann, sondern zwischen Aufgaben sequenziell hin- und herschaltet, was zu Effizienzverlusten führt.
Keine Parallelität von Prozessen
Das Gehirn führt Aufgaben nicht gleichzeitig aus, sondern schaltet die Aufmerksamkeit blitzschnell um, was einen sogenannten Engpass in der Datenverarbeitung erzeugt.
Grenzen des Trainings
Selbst intensive Praxis beseitigt nicht die strukturellen Grenzen des Gehirns; sogenannte Multitasking-Meister schalten lediglich schneller die Aufmerksamkeit um.
Rückgang der Effizienz
Versuche, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bearbeiten, führen im Vergleich zur sequenziellen Arbeit zu mehr Fehlern und einer längeren Bearbeitungszeit.
Das menschliche Gehirn kann Informationen nicht parallel verarbeiten, sondern schaltet zwischen Aufgaben sequenziell hin und her, was den weit verbreiteten Mythos von effizientem Multitasking endgültig widerlegt. Forschungsergebnisse, über die am 12. März 2026 führende deutsche Medien, darunter N-tv, Die Welt und Zeit Online, berichteten, weisen auf unüberwindbare kognitive Grenzen im menschlichen Geist hin. Selbst in Situationen, die gleichzeitige Konzentration auf mehrere Tätigkeiten erfordern, führt das Organ Operationen nacheinander aus, was unweigerlich zu Verzögerungen in der Reaktion führt. Dieses Phänomen tritt unabhängig vom Komplexitätsgrad der ausgeführten Handlungen oder der individuellen Veranlagung einer Person auf. Wissenschaftler betonen, dass Versuche, Multitasking zu forcieren, zu einer Verringerung der Präzision und einer Verlängerung der für die einzelnen Arbeitsschritte benötigten Zeit führen.
Ein zentrales Ergebnis der Analysen ist die Tatsache, dass selbst intensives Training und jahrelange Praxis die angeborenen Grenzen des menschlichen kognitiven Apparats nicht beseitigen können. Die Erforschung der Grenzen der menschlichen Kognition dauert seit Jahrzehnten an, und das Konzept eines Engpasses bei der Informationsverarbeitung wurde unter anderem im Rahmen deutscher Forschungsprogramme wie der SPP 1772 entwickelt. Frühere Analysen, darunter solche aus dem Jahr 2018, deuteten darauf hin, dass die gleichzeitige Nutzung sozialer Medien während des Lernens die Bildungsergebnisse negativ beeinflusst. Die moderne kognitive Psychologie weist konsequent darauf hin, dass Aufmerksamkeitsressourcen eine erschöpfbare Ressource sind, die nicht unendlich geteilt werden kann, ohne an Qualität zu verlieren. Robert Gaschler, Professor an der FernUniversität in Hagen und anerkannter Experte auf dem Gebiet der Psychologie, verweist auf eine strukturelle Einschränkung, die als Engpass bezeichnet wird. Genau dieser Mechanismus macht es unmöglich, gleichzeitig Entscheidungen über verschiedene Informationsströme zu treffen, und zwingt das Nervensystem, sie in eine Warteschlange zu stellen.
Veröffentlichungen in der Wirtschafts Woche und der Welt heben hervor, dass der Prozess des Hin- und Herschaltens zwischen Aufgaben sogenannte Wechselkosten verursacht, die selbst bei Personen spürbar sind, die eine hohe Multitasking-Fähigkeit beanspruchen. Das Gehirn muss jedes Mal den für die Ausführung einer neuen Aufgabe benötigten Regelsatz aktivieren, was Zeit und metabolische Energie verbraucht und zu schnellerer Ermüdung führt. Diese Forschungsergebnisse sind von erheblicher Bedeutung für die Verkehrssicherheit und die Effizienz im Berufsumfeld, wo Ablenkung ein Hauptfaktor für Fehler ist. Experten schlagen vor, dass es statt des Strebens nach biologisch unmöglicher Parallelität eine viel effektivere Strategie ist, sich auf einzelne, abgeschlossene Aufgabenblöcke zu konzentrieren. Mythos vs. kognitive Realität: Datenverarbeitung: Parallel (Multitasking) → Sequenziell (seriell); Einfluss von Training: Beseitigung von Grenzen → Keine Veränderung der Prozessstruktur
Mentioned People
- Robert Gaschler — Deutscher Psychologe, Professor an der FernUniversität in Hagen, der sich mit Lern- und Motivationspsychologie befasst.