Igor Tudor hat seine Mannschaft von Tottenham Hotspur nach einer Serie schwacher Auftritte scharf in die Pflicht genommen. Zugleich gibt es Berichte über interne Spannungen und Überlegungen zu einem Trainerwechsel.
Tudor stellt die Spieler vor eine Wahl
Der Tottenham-Trainer forderte sein Team auf, entweder zu kämpfen oder aufzugeben, und warnte davor, sich als Opfer zu sehen.
Berichte über Nachfolger und interne Spannungen
Die New York Times schrieb über mögliche Ersatzkandidaten für Tudor und über einen Vorfall mit dem Spieler Kinsky.
Abstiegssorge bei Tottenham
Nach schwachen Ergebnissen und einer 2:5-Niederlage gegen Atlético Madrid steht der Klub im Kampf gegen den Abstieg.
Redknapp dämpft Spekulationen
Harry Redknapp wurde mit einer Rückkehr in Verbindung gebracht, schloss ein Comeback aber weitgehend aus.
Igor Tudor, der Cheftrainer von Tottenham Hotspur, hat seine Mannschaft inmitten einer desaströsen Formkrise mit einer unverblümten Ansage herausgefordert, die den Klub in einen Kampf gegen den Abstieg aus der Premier League gebracht hat. Tudor sagte seinen Spielern, sie müssten sich zwischen Kämpfen und Aufgeben entscheiden, und forderte sie auf, damit aufzuhören, sich in der Opferrolle zu sehen. Die Schwierigkeiten des Klubs wurden durch eine jüngste 2:5-Niederlage gegen Atlético Madrid unterstrichen. Zugleich berichtete die New York Times, dass Tottenham bereits an möglichen Optionen arbeite, um Tudor zu ersetzen, der sich dem Klub im Februar 2026 anschloss. „Du kannst weinen oder du kannst kämpfen. Du kannst das Opfer sein oder du kannst etwas verändern.” — Igor Tudor via The Guardian
Die New York Times berichtete zudem über einen gesonderten Vorfall mit Tudor und einem als Kinsky identifizierten Spieler und beschrieb den Zwischenfall als öffentliche Demütigung des Spielers durch den Trainer. Der Bericht warf Fragen zur internen Atmosphäre im Klub unter Tudors Führung auf. Der rumänische Nationalspieler Radu Drăgușin gehört zu den Spielern des Klubs, die sich derzeit in dieser turbulenten Phase zurechtfinden müssen. Das Wall Street Journal fasste die Lage in einen größeren Zusammenhang und stellte die Frage, ob ein Gigant des englischen Fußballs aus der obersten Spielklasse absteigen könne. Die Kombination aus schwachen Ergebnissen, berichteten internen Spannungen und der Suche des Klubs nach Traineralternativen zeichnete bei den Spurs ein Bild tiefer Probleme.
Tottenham Hotspur gehört historisch zu den prominentesten Klubs Englands, wobei Harry Redknapp in den vergangenen Jahrzehnten als einer ihrer bekannteren Trainer galt. Der Klub war in den Jahren danach immer wieder von Instabilität auf der Trainerposition geprägt und wechselte mehrfach den Coach. Ein Abstieg aus der Premier League würde einen der bedeutendsten Einbrüche in der modernen Geschichte des Klubs darstellen. Tudor, ein kroatischer Fußballtrainer und früherer Spieler, übernahm Tottenham im Februar 2026 auf Interimsbasis.
Der frühere Tottenham-Trainer Harry Redknapp, inzwischen 79 Jahre alt, wurde der BBC zufolge inmitten der Krise mit einer Rückkehr zum Klub in Verbindung gebracht. Redknapp, der Tottenham zuvor neben mehreren anderen Klubs wie West Ham United, Portsmouth, Southampton, Queens Park Rangers und Birmingham City trainiert hatte, schloss ein Comeback im Wesentlichen aus. Mit einer für ihn typischen beiläufigen Bemerkung ließ er sich allerdings eine kleine Hintertür offen. „Sie wissen, wo ich bin.” — Harry Redknapp via BBC Die BBC berichtete, dass Redknapp eine Rückkehr ausgeschlossen habe, und Suchergebnisse im Netz bestätigten dies ebenfalls; in der Berichterstattung wurde darauf verwiesen, dass ein 79 Jahre alter früherer Trainer als ernsthafter Kandidat gehandelt wurde — ein Detail, das für sich genommen die Tiefe von Tottenhams aktuellen Schwierigkeiten verdeutlichte.