US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem Angriff auf das Ölterminal auf der Insel Kharg gedroht und zugleich nach eigenen Angaben Peking um eine einmonatige Verschiebung seiner geplanten Reise gebeten. Parallel dazu drängte Außenminister Marco Rubio Verbündete, die iranischen Revolutionsgarden und die Hisbollah als Terrororganisationen einzustufen. Damit verdichten sich militärischer, diplomatischer und wirtschaftlicher Druck auf Teheran.
Drohung gegen Kharg Island
Trump drohte laut ANSA, das iranische Ölterminal auf Kharg Island zerstören zu können, und verschärfte damit die Rhetorik im laufenden Konflikt.
Rubio drängt auf Terrorlistungen
Reuters zufolge wies Marco Rubio US-Diplomaten an, verbündete Staaten zur Einstufung der Revolutionsgarden und der Hisbollah als Terrororganisationen zu bewegen.
Warnung vor Vergeltung am Golf
Quellen zufolge wurde Trump darauf hingewiesen, dass der Iran als Reaktion auf US-Militäraktionen gegen Verbündete am Golf vorgehen könnte.
China-Reise um einen Monat verschoben
Trump bestätigte, Peking um eine einmonatige Verschiebung seines geplanten Besuchs gebeten zu haben, um dies als diplomatischen Hebel zu nutzen.
Araghchi weist Bericht über Kontakte zurück
Der iranische Außenminister bestritt einen Axios-Bericht über jüngste Kontakte mit Steve Witkoff und erklärte, der letzte Kontakt habe vor dem Krieg stattgefunden.
US-Präsident Donald Trump hat damit gedroht, das iranische Ölterminal auf der Insel Kharg zu zerstören, Peking um eine einmonatige Verschiebung seines geplanten Besuchs gebeten, um dies als diplomatischen Hebel zu nutzen, und zugleich Warnungen erhalten, wonach der Iran gegen Verbündete der Vereinigten Staaten am Golf vorgehen könnte. Während Washington seine Druckkampagne gegen Teheran auf mehreren Ebenen intensivierte, verdichteten sich damit militärische, diplomatische und wirtschaftliche Maßnahmen. Die Drohung gegen Kharg Island, über die ANSA berichtete, fiel in eine Phase verschärfter Rhetorik im laufenden Konflikt. Trump sagte: „I could destroy it.“ Reuters zufolge wies Außenminister Marco Rubio amerikanische Diplomaten gesondert an, befreundete Regierungen dazu zu drängen, Irans Revolutionsgarden und die Hisbollah als Terrororganisationen einzustufen. Das Zusammenfallen dieser Schritte deutet auf einen breit angelegten, koordinierten amerikanischen Versuch hin, den Iran diplomatisch und wirtschaftlich zu isolieren, während der militärische Druck anhält.
Quellen warnen Trump vor dem Risiko iranischer Vergeltung gegen Golf-Verbündete Reuters zufolge wurde Trump davor gewarnt, dass der Iran als Reaktion auf amerikanische Militäraktionen voraussichtlich gegen Verbündete am Golf Vergeltung üben könnte. Damit kommt zu einer bereits sehr angespannten Lage ein zusätzliches regionales Risiko hinzu, weil Golfstaaten wegen ihrer Nähe zu US-Operationen mit Folgen rechnen müssten. Die von Reuters gemeldete Anweisung Rubios an Diplomaten sah vor, befreundete Regierungen dazu zu bewegen, sowohl die Revolutionsgarden als auch die Hisbollah formell auf schwarze Listen zu setzen. Ein solcher Schritt würde den internationalen finanziellen und politischen Druck auf Teheran weiter erhöhen. Diese diplomatische Initiative läuft parallel zur militärischen Kampagne und legt nahe, dass Washington eine Doppelstrategie aus Zwang und Isolierung verfolgt. Die Vereinigten Staaten halten seit Jahrzehnten Sanktionen gegen den Iran aufrecht. Der Druck nahm zu, nachdem Washington aus dem Atomabkommen von 2015 ausgestiegen war. Die IRGC wurden 2019 von der US-Regierung als ausländische Terrororganisation eingestuft, ein Schritt, der weiter ging als unter früheren Regierungen. Die Hisbollah unterliegt seit Jahren Terrorlistungen der USA und der EU, wobei Umfang und Reichweite entsprechender Einstufungen unter Verbündeten von Land zu Land deutlich variieren. Der iranische Außenminister Abbas Araghchi wies unterdessen einen Bericht von Axios zurück, wonach es zuletzt Kontakte zwischen Teheran und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff gegeben habe. ANSA zufolge erklärte er, der letzte Kontakt habe vor dem Krieg stattgefunden. Damit wurde zumindest öffentlich jeder Eindruck eines diplomatischen Hinterkanals zurückgewiesen, der parallel zur militärischen Konfrontation bestehen könnte.
Trump bittet Peking um Verschiebung des Besuchs und verweist auf Verhandlungshebel Trump bestätigte nach einem Bericht von ANSA, dass er China gebeten habe, seine geplante Reise um einen Monat zu verschieben, und stellte die Verzögerung als bewusstes diplomatisches Instrument dar. Bloomberg berichtete, dies passe in ein breiteres Muster, in dem Trump Terminplanung und Zugang zu Auftritten auf der internationalen Bühne als Druckmittel in Verhandlungen nutze. Die Bitte an Peking erfolgte zu einem Zeitpunkt, zu dem die Vereinigten Staaten zugleich mit dem Konflikt um den Iran befasst waren. Das deutet darauf hin, dass Trump seine Aufmerksamkeit nicht aufteilen und bei laufender militärischer Auseinandersetzung keinen hochrangigen Besuch gewähren wollte. Die Verschiebung der China-Reise zeigt, wie die Regierung versucht hat, unterschiedliche außenpolitische Felder miteinander zu verknüpfen: militärische Operationen im Nahen Osten, den Aufbau einer Koalition unter Verbündeten und die Diplomatie mit Großmächten. All dies wurde in ein einheitliches Druckkonzept eingebettet. Vizepräsident JD Vance äußerte sich laut in.gr zu Fragen, ob er Vorbehalte gegen den laufenden Krieg habe. Der konkrete Inhalt seiner Antwort wurde in den verfügbaren Berichten jedoch nicht näher ausgeführt. Nach außen trat die Regierung damit geschlossen auf, auch wenn Fragen zum weiteren Verlauf des Krieges im Raum standen.
Starmer verteidigt britische Haltung trotz Kritik Trumps Der britische Premierminister Keir Starmer hat seine Position zum Krieg nach einem Bericht der BBC gegen Kritik von Trump verteidigt. Starmer sagte, er habe die Lage zutreffend eingeschätzt, auch wenn die Spitzen des US-Präsidenten das transatlantische Verhältnis belasteten. Der Vorgang verdeutlicht die Spannung zwischen Washingtons Erwartung an die Geschlossenheit der Verbündeten und Londons Bemühen, sich in dem Konflikt politischen Spielraum zu bewahren. Starmer, der seit 2020 die Labour Party führt und seit 2024 Premierminister ist, steht wegen des Krieges auch innerhalb seiner eigenen Partei unter Druck. Das erschwert es ihm, sich vollständig der amerikanischen Position anzuschließen. Die breitere Dynamik innerhalb des Bündnisses zeigt ebenfalls, wie schwierig es ist, eine einheitliche internationale Front zu bilden: Während Washington Verbündete drängt, iranisch verbundenen Gruppen die Terrorlistung zu geben, zögern einige Partner. Die Kombination aus Trumps Drohung gegen Kharg Island, der Verschiebung der China-Reise, Rubios diplomatischer Anweisung und Starmers öffentlicher Verteidigung seines Kurses ergibt das Bild einer internationalen Lage, in der Regierungen auf mehreren Kontinenten gleichzeitig mit mehreren Druckpunkten umgehen.