Die internationalen Energiemärkte sind am 15. März 2026 weiter unter Druck geraten. Der Konflikt mit Iran, der am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf iranische Raketeninfrastruktur und Militärstandorte begann, wirkt sich zunehmend auf Öltransporte, Lieferketten und die Industrieproduktion aus. Neben neuen Risiken im Persischen Golf verschärfen auch ein Pipelinekonflikt im Irak sowie Produktionsstopps in Asien die Lage.
Ölverladung in Fujairah wieder aufgenommen
Am Terminal von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten lief die Ölverladung am 15. März nach einer Unterbrechung infolge eines Drohnenangriffs wieder an. Das indische Schiff Jag Laadki verließ den Hafen am selben Tag.
Trump fordert Schutz der Straße von Hormus
US-Präsident Donald Trump rief Verbündete, darunter China und Großbritannien, dazu auf, Kriegsschiffe zur Sicherung der Straße von Hormus zu entsenden. Iran forderte zugleich die Räumung von drei Häfen.
Pipelinekonflikt im Irak verschärft Angebotsrisiken
Bagdad wirft den kurdischen Behörden vor, den Öltransit durch ihre Pipeline zu blockieren. Der Streit bedroht die irakische Exportkapazität zusätzlich zu den Belastungen durch den Nahostkonflikt.
Japan gibt Reserven frei, Hindalco stoppt Produktion
Japan will Ölbestände freigeben. In Indien stellte Hindalco Industries die Produktion extrudierter Aluminiumprodukte ein und verwies dabei direkt auf den Krieg in Iran.
Spanische Firmen verschieben Investitionen
Nach Darstellung von El Mundo schaltet die spanische Wirtschaft in einen Wartezustand. Unternehmen halten sich wegen unklarer Energiepreise und unsicherer Lieferketten mit Investitionen zurück.
Die globalen Energiemärkte sahen sich am 15. März 2026 zunehmenden Störungen ausgesetzt, während der Konflikt mit Iran — der am 28. Februar 2026 mit Angriffen der Vereinigten Staaten und Israels auf iranische Raketeninfrastruktur und Militärstandorte begonnen hatte — weiterhin Lieferketten, Schifffahrtsrouten und die Industrieproduktion weltweit beeinträchtigte. Die Verladung von Öl am Terminal von Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten wurde am 15. März wieder aufgenommen, nachdem sie infolge eines Drohnenangriffs unterbrochen worden war. Das sagte eine von Reuters zitierte Branchenquelle. Das indische Schiff Jag Laadki, das zum Zeitpunkt des Angriffs am Single Point Mooring des Terminals Öl geladen hatte, verließ Fujairah am 15. März. Das teilte das indische Erdölministerium mit. US-Präsident Donald Trump forderte unterdessen Verbündete, darunter China und Großbritannien, auf, Kriegsschiffe zum Schutz der Straße von Hormus zu entsenden. Durch diese für den Welthandel zentrale Passage wird ein großer Teil der globalen Ölexporte transportiert. Iran rief seinerseits die Bevölkerung dazu auf, drei Häfen zu räumen. Das geht aus Websuchergebnissen hervor, die sich auf Reuters berufen. Anzeichen für eine rasche Deeskalation gab es nicht. Der Konflikt begann am 28. Februar 2026, als die Vereinigten Staaten und Israel Angriffe auf iranische Raketeninfrastruktur und Militärstandorte starteten. Iran griff danach nach Angaben aus Websuchergebnissen unter Berufung auf Reuters US-Militärstützpunkte und diplomatische Vertretungen in arabischen Golfstaaten an. Zudem wurden Hotels getroffen, Flughäfen geschlossen und Ölinfrastruktur beschädigt. Das Armed Conflict Location and Event Data Project verzeichnete zwischen dem 28. Februar und dem 6. März 2026 Proteste und Demonstrationen im Zusammenhang mit dem Konflikt. Außerdem wurde nach Websuchergebnissen über US-Angriffe auf Irans Ölterminal auf der Insel Kharg berichtet.
Streit um kurdische Pipeline erhöht den Druck auf das Angebot Die irakische Zentralregierung teilte am 15. März mit, dass die kurdischen Behörden den Transit von Öl durch ihre Pipeline verweigerten. Damit kam eine weitere Störung zu den bereits angespannten regionalen Energieflüssen hinzu. Der Streit zwischen Bagdad und der Kurdistan Regional Government über den Zugang zur Pipeline drohte die irakischen Ölexportkapazitäten weiter zu verringern, und zwar in einem Moment, in dem die Weltmärkte wegen des übergeordneten Konflikts bereits erheblich unter Druck standen. Die Ölpreise dürften am 15. März weiter steigen, berichtete Reuters, weil der Konflikt im Nahen Osten Exportanlagen in der gesamten Region bedrohte. Für jede mögliche Lösung blieb die Rolle Irans zentral. Reuters berichtete, Teheran halte den Schlüssel für eine Wiederöffnung der globalen Energiemärkte in der Hand. Die Kombination aus dem Drohnenangriff in Fujairah, den Sicherheitsbedenken in der Straße von Hormus und dem irakischen Pipelinekonflikt zeigte, wie breit die Risiken auf der Angebotsseite in den Wochen seit Beginn des Konflikts geworden sind.
Japan greift auf Reserven zurück, Hindalco stoppt Aluminiumproduktion Japan kündigte am 15. März an, als Reaktion auf die Krise Ölreserven freizugeben. Zugleich drängten die Vereinigten Staaten ihre Verbündeten dazu, amerikanische Energielieferungen zu kaufen. Die Entscheidung in Tokio spiegelte die wachsende Sorge großer Energieimporteure über die Sicherheit ihrer Lieferketten wider, nachdem der Konflikt in seine dritte Woche ging. In Indien stellte Hindalco Industries — ein Aluminium- und Kupferhersteller und Tochter des in Mumbai ansässigen Aditya Birla Group — am 15. März die Produktion extrudierter Aluminiumprodukte ein. Das Unternehmen verwies in einer Mitteilung laut Reuters ausdrücklich auf den Krieg in Iran. Der Produktionsstopp bei Hindalco war eines der bislang deutlichsten Beispiele für die unmittelbaren Folgen des Konflikts für die industrielle Fertigung außerhalb des eigentlichen Kriegsgebiets. Die Störungen bei Energie- und Rohstoffströmen zwangen Unternehmen in mehreren Branchen dazu, ihre operative Kontinuität neu zu bewerten.
Spanische Unternehmen verschieben Investitionen wegen wachsender Unsicherheit Die spanische Wirtschaft trat in das ein, was El Mundo als einen „Standby“-Modus beschrieb. Unternehmen verschoben Investitionsentscheidungen wegen der Unsicherheit, die durch den Krieg in Iran ausgelöst wurde. Der Fall Spanien stand exemplarisch für ein breiteres Muster wirtschaftlicher Vorsicht, das sich auch in Staaten ohne direkte Beteiligung an dem Konflikt ausbreitete, die jedoch stark von schwankenden Energiepreisen und unsicheren Lieferungen abhängen. Unternehmen in verschiedenen Branchen stellten Kapitalzusagen zurück, weil Energiekosten und Logistik während des anhaltenden Konflikts nicht verlässlich kalkulierbar blieben. Die kumulierten Folgen aus Produktionsstopps, aufgeschobenen Investitionen, gestörter Schifffahrt und angespannten Auseinandersetzungen um Pipelines deuteten auf wirtschaftliche Auswirkungen hin, die weit über die Golfregion hinausreichen. Reuters zufolge hält Iran den Schlüssel zu jeder Lösung auf den globalen Energiemärkten in der Hand. Da es bis zum 15. März keine bestätigten diplomatischen Fortschritte gab, blieb der Ausblick auf eine baldige Stabilisierung des Angebots nach Berichten aus mehreren Reuters-Meldungen dieses Tages ungewiss.