Marcin Gołek, der Vizepräsident von Posen, zuständig für Klima und Umwelt, besitzt ein Master of Business Administration-Diplom der umstrittenen Hochschule Collegium Humanum, wie Medien im März 2026 aufdeckten. Der Politiker räumte ein, dass die Wahl dieser Einrichtung ein Fehler war, und zerstörte sein Diplom nach dem Ausbruch des landesweiten Skandals in einem Aktenvernichter. Recherchen von Journalisten deuten jedoch darauf hin, dass das Dokument eine reale berufliche Bedeutung hatte – es half Gołek, einen Platz im Aufsichtsrat eines kommunalen Stadtwerks zu erhalten. Die Stadtverwaltung behauptet, das Diplom habe keinen Einfluss auf die Ernennung zum Vizepräsidenten gehabt, die auf anderen Qualifikationen basierte. Der Fall löste Reaktionen der Einwohner aus und stellt ein weiteres Kapitel im breiten Skandal um die Hochschule dar.
Diplom von umstrittener Hochschule
Der Vizepräsident von Posen, Marcin Gołek, erwarb ein MBA-Diplom am Collegium Humanum, einer privaten Hochschule, die zum Zentrum eines landesweiten Skandals über Bildungsstandards wurde. Der Politiker selbst bezeichnete seine Wahl als Fehler, motiviert durch die bequeme, fernlehrebasierte Studienform.
Zerstörung des Diploms nach Skandal
Nach der Aufdeckung der Diplomaffäre, die viele Kommunalpolitiker betraf, entschied sich Gołek, sein Diplom physisch mit einem Aktenvernichter zu zerstören. Wie das Portal epoznan.pl berichtete, wollte er sich damit symbolisch von den um die Hochschule entstandenen Kontroversen und der negativen öffentlichen Wahrnehmung distanzieren.
Auswirkung auf Karriere im kommunalen Unternehmen
Das Diplom des Collegium Humanum hatte praktische Konsequenzen für Gołeks Karriere. Nach Recherchen von Onet.pl und „Głosu Wielkopolskiego“ half ihm dieses Dokument, einen Platz im Aufsichtsrat des Unternehmens Energetyka Poznańska zu erhalten, das formale Managementqualifikationen erforderte. Dieser Aspekt wirft Fragen zu den Mechanismen der Kompetenzüberprüfung in kommunalen Unternehmen auf.
Position der Stadtbehörden
Die Pressesprecherin des Stadtamtes von Posen trennte entschieden die Angelegenheit der Beschäftigung im Aufsichtsrat von der Ernennung zum Vizepräsidenten. Sie versicherte, dass die Kompetenzen Gołeks für die Ausübung der Funktion des Vizepräsidenten für Klima und Umwelt ausschließlich auf Basis seiner Berufserfahrung und fachlichen Leistungen bewertet wurden, nicht aufgrund des Diploms des Collegium Humanum.
Die Enthüllung, dass der Vizepräsident von Posen, Marcin Gołek, ein MBA-Diplom des umstrittenen Collegium Humanum besitzt, stellt ein weiteres Kapitel des landesweiten Bildungsskandals dar, der viele öffentliche Personen erfasst hat. Der Fall kam durch Veröffentlichungen der „Głosu Wielkopolskiego“ und des Portals Onet.pl Anfang März 2026 ans Licht. Gołek, der im Magistrat für Klima und Umwelt zuständig ist, bewertete in Gesprächen mit Medien die Entscheidung, an dieser Warschauer Hochschule zu studieren, eindeutig als Fehler. „Das war ein Fehler“, erklärte der Politiker und begründete seine Wahl mit der bequemen, fernlehrebasierten Bildungsform, die es ermöglichte, Studium und Beruf zu vereinbaren. Nach dem Ausbruch des Skandals, der das Collegium Humanum in der öffentlichen Meinung diskreditierte, ging Gołek einen radikalen Schritt und zerstörte sein Diplom physisch. Wie das Portal epoznan.pl berichtete, „behauptet er, es nach dem Ausbruch des Skandals im Aktenvernichter zerstört zu haben“. Diese Entscheidung war eine klare Geste der Distanzierung von den um die Hochschule entstandenen Vorwürfen bezüglich niedriger Bildungsstandards und fragwürdiger Wertigkeit der ausgestellten Dokumente. Der Fall hat jedoch eine tiefere, institutionelle Dimension, die über die symbolische Zerstörung des Papiers hinausgeht. Journalistische Ermittlungen deuten darauf hin, dass das Diplom des Collegium Humanum für Marcin Gołek eine sehr konkrete, berufliche Bedeutung hatte. Wie Medien erklärten, half ihm dieses Dokument, einen Platz im Aufsichtsrat des kommunalen Stadtwerks Energetyka Poznańska zu erhalten. Diese Position benötigte gemäß den Anforderungen eine formelle Bestätigung von Managementqualifikationen, die eben das MBA-Diplom hätte liefern sollen. Dieser Aspekt wirft ein Licht auf das umfassendere Problem: Wie konnten Qualifikationen von Einrichtungen mit umstrittener Reputation Türen zu lukrativen und verantwortungsvollen Positionen in von der Kommune abhängigen, öffentlich finanzierten Unternehmen öffnen? Es stellt sich die Frage nach der Wirksamkeit interner Mechanismen zur Überprüfung der Kompetenzen von Kandidaten in solchen Einrichtungen. Das Collegium Humanum ist eine 2018 gegründete private Hochschule in Warschau, die hauptsächlich postgraduale Studiengänge, MBA- und Promotionsprogramme im Online-Format anbietet. Ihre Tätigkeit erlangte 2025 einen schlechten Ruf, als Medien über ernsthafte Verdachtsmomente bezüglich der Bildungsstandards und der Wertigkeit der ausgestellten Diplome zu berichten begannen. Der Skandal, der Hunderte Absolventen, darunter viele Kommunalpolitiker, Politiker und Beamte, erfasste, führte zu einer breiten öffentlichen Debatte über die Qualität der privaten Hochschulbildung in Polen sowie über die ethischen und rechtlichen Aspekte des Erwerbs formaler Qualifikationen. Die Behörden von Posen, vertreten durch die Pressesprecherin des Stadtamtes, trennten entschieden den Aspekt der Beschäftigung im Aufsichtsrat des Unternehmens von der Frage der Ernennung Gołeks zum Vizepräsidenten. In der Kommunikation an die Medien wurde betont, dass das Diplom des Collegium Humanum keinerlei Einfluss auf die Entscheidung hatte, ihm die Funktion im Magistrat zu übertragen. Die Kompetenzen Gołeks für die Leitung des Bereichs Klima und Umwelt seien ausschließlich auf Basis seiner bisherigen Berufserfahrung, Fachkenntnisse und Leistungen bewertet worden, nicht aufgrund des umstrittenen Dokuments. Diese Verteidigungslinie zielt darauf ab, das Vertrauen in die Personalentscheidungen der Behörde aufrechtzuerhalten und das Image des Vizepräsidenten vom Skandal um die Hochschule zu trennen. Der Fall löste lebhafte Reaktionen in Posen aus.
Mentioned People
- Marcin Gołek — Vizepräsident von Posen für Klima und Umwelt, Inhaber eines MBA-Diploms des Collegium Humanum.