Hannover 96 hat das Niedersachsenderby gegen Eintracht Braunschweig am 20. März 2026 mit 1:0 gewonnen. Die als Hochrisikospiel eingestufte Partie verlief nach Angaben der Behörden trotz einer gut elfminütigen Unterbrechung wegen Pyrotechnik im Heimbereich weitgehend ruhig. 42.000 Zuschauer waren im Stadion.
Hannover gewinnt 1:0
Hannover 96 setzte sich am 20. März 2026 im Niedersachsenderby mit 1:0 gegen Eintracht Braunschweig durch.
Pyrotechnik unterbricht das Spiel
Zu Beginn der zweiten Halbzeit wurde die Partie wegen eines größeren Feuerwerks im Heimblock für etwas mehr als elf Minuten unterbrochen.
42.000 Zuschauer, kaum weitere Zwischenfälle
Trotz der Einstufung als Hochrisikospiel meldete die Polizei in der An- und Abreisephase der 42.000 Besucher keine größeren Störungen.
Zwei Fans mit Knalltrauma
Zwei Hannover-Anhänger wurden verletzt, nachdem eine Rakete das Stadiondach traf und in den Zuschauerbereich zurückfiel.
4.200 Braunschweig-Fans reisten an
Die Gästefans wurden teils mit Sonderzügen nach Hannover gebracht und von der Polizei direkt zum Stadion begleitet.
Abreise durch Clueso-Konzert erschwert
Ein zeitgleiches Konzert von Clueso in der benachbarten Swiss Life Hall führte zu Verzögerungen auf gemeinsamen Abwegen.
Hannover 96 hat Eintracht Braunschweig am 20. März 2026 im Niedersachsenderby mit 1:0 besiegt. Die Begegnung verlief trotz einer elfminütigen Unterbrechung durch Pyrotechnik im Block der Heimanhänger nach Angaben der Behörden und Beteiligten weitgehend ruhig. Die Partie vor Zuschauern war vor dem Anpfiff wegen der langen Vorgeschichte mit Ausschreitungen als Hochrisikospiel eingestuft worden. Die größte Störung ereignete sich zu Beginn der zweiten Halbzeit. Im Fanblock von Hannover 96 wurde ein größeres Feuerwerk gezündet. Dichte Rauchschwaden zogen über den Platz. Der Schiedsrichter unterbrach die Partie daraufhin für etwas mehr als elf Minuten. Zwei Hannover-Anhänger erlitten ein Knalltrauma, nachdem eine Feuerwerksrakete das Stadiondach getroffen hatte und in den Zuschauerbereich zurückgefallen war. Darüber hinaus meldete die Polizei in der An- und Abreisephase der 42.000 Zuschauer keine größeren Zwischenfälle.
Polizei verweist auf wochenlange Vorbereitung des Hochrisikospiels Martin Kröger, Inspektionsleiter bei der Bundespolizeiinspektion, sagte, der Einsatz sei über Wochen vorbereitet worden. Den weitgehend ruhigen Verlauf führte er auf die Professionalität aller beteiligten Kräfte zurück. „Der weitgehend ruhige Verlauf des heutigen Tages ist Ausdruck der Professionalität aller am Einsatz beteiligten Einsatzkräfte. Ein Lob gilt auch der Mehrheit der Fans, die sich in der bahnseitigen An- und Abreisephase friedlich verhalten haben.” — Martin Kröger via ZEIT ONLINE Im Zentrum des Sicherheitskonzepts stand eine strikte Trennung der beiden Fanlager über den gesamten Tag hinweg. Rund 4.200 Braunschweiger Anhänger reisten nach Hannover. Ein Teil von ihnen kam mit Sonderzügen und wurde von der Polizei direkt zum Stadion begleitet. Die Abreise aus dem Stadionumfeld wurde durch ein zeitgleiches Konzert des deutschen Sängers Clueso in der benachbarten Swiss Life Hall erschwert. Die Mehrzweckhalle liegt im selben Sportparkkomplex in Hannover. Weil Besucher beider Veranstaltungen dieselben Ausgänge nutzten, kam es zu deutlichen Verzögerungen.
Trainer Titz hebt die friedliche Atmosphäre hervor Hannovers Cheftrainer Christian Titz, der den Verein seit der Saison 2025/26 betreut, äußerte sich positiv zur Atmosphäre rund um die Partie. „Das war das Schöne am Tag, dass das Spiel friedlich war. Dass die Fans da waren, um ihre Mannschaft zu unterstützen. So stellt man sich ein Derby vor!” — Christian Titz via ZEIT ONLINE Seine Aussagen verdeutlichten, wie groß der Unterschied zu früheren Auflagen der Begegnung war. Diese waren wiederholt von Unruhen begleitet worden und hatten politische Debatten darüber ausgelöst, wie Behörden mit Spielen unter hohen Sicherheitsvorkehrungen umgehen sollten. Der diesmal friedliche Verlauf steht für einen bemerkenswerten Wechsel im Umgang mit einer Partie, die für Vereine, Polizei und Kommunalpolitik lange als Problemfall galt.
In der Vorsaison waren Auswärtsfans bei den Duellen ausgesperrt Das Niedersachsenderby zwischen Hannover 96 und Eintracht Braunschweig wurde laut Wikipedia in Pflichtspielen 135-mal ausgetragen und gehört damit zu den am häufigsten gespielten Derbys in Deutschland. In den vergangenen Jahren war die Begegnung wiederholt von Ausschreitungen begleitet, was politische Diskussionen über den Umgang mit Hochrisikospielen auslöste. In der Vorsaison war ein großer Teil der Auswärtsfans bei beiden Duellen der beiden Vereine als direkte Folge früherer Zwischenfälle ausgeschlossen. Dass Braunschweiger Anhänger diesmal wieder in größerer Zahl zugelassen wurden, war eine bewusste Änderung des Ansatzes durch die Behörden, gestützt auf eine intensive Vorbereitung vor dem Spiel. Die 4.200 Gästefans, die tatsächlich anreisten, wurden von ihrer Ankunft auf dem Bahnweg an über gesonderte Reiseabläufe und Polizeibegleitung gelenkt. Beide zugrunde liegenden Berichte beschrieben den Gesamteindruck als „weitgehend ruhig“. Polizei und Medien griffen diese Formulierung auf, um eine der in dieser Saison am genauesten beobachteten Partien im Spielplan der 2. Bundesliga einzuordnen. Mit dem Ergebnis nimmt Hannover 96 drei Punkte aus dem Derby mit. Eintracht Braunschweig, das nach vorliegenden Tabellendaten Rang 13 der Zweitliga-Tabelle belegt, blieb dagegen ohne Ertrag aus einer Partie, zu der die eigenen Anhänger zahlreich angereist waren.
Hannover 96, Eintracht Braunschweig
Mentioned People
- Christian Titz — Trener Hannoveru 96 od sezonu 2025/26
- Clueso — Niemiecki wokalista, raper, autor piosenek i producent, który wystąpił w sąsiedniej hali Swiss Life Hall
- Martin Kröger — Szef inspekcji w Inspekcji Policji Federalnej