In der Nacht zum 15. März 2026 ist in der Krakauer Grzegórzecka-Straße das Dach eines mehr als 100 Jahre alten, leerstehenden Mietshauses teilweise eingestürzt. Verletzt wurde nach Angaben der Einsatzkräfte niemand. Feuerwehr, Polizei und Suchhunde durchsuchten das Gebäude bis nach 2.00 Uhr, zudem wurde das benachbarte Haus vorsorglich geräumt.
Teilweiser Dacheinsturz in der Nacht
In der Nacht vom 14. auf den 15. März 2026 stürzte das Dach eines mehr als 100 Jahre alten, leerstehenden Mietshauses in der Grzegórzecka-Straße in Krakau teilweise ein.
Keine Verletzten nach nächtlicher Suche
Feuerwehr, Polizei und spezialisierte Suchhunde kontrollierten das Gebäude bis nach 2.00 Uhr. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt und es wurden keine Opfer unter den Trümmern gefunden.
Nachbarhaus vorsorglich geräumt
Ein Bauaufsichtsinspektor ordnete die Evakuierung des benachbarten Mietshauses an. Angaben zur Zahl der betroffenen Bewohner oder zu ihrer Unterbringung lagen zunächst nicht vor.
Debatte über Zustand alter Gebäude
Der Vorfall rückt erneut den baulichen Zustand älterer, teils leerstehender Gebäude in Krakau in den Blick. Informationen zu Eigentum oder früheren Kontrollen des Hauses wurden nicht bekannt.
In der Nacht vom 14. auf den 15. März 2026 ist in der Grzegórzecka-Straße in Krakau das Dach eines verlassenen, mehr als 100 Jahre alten Mietshauses teilweise eingestürzt. Nach bisherigen Angaben wurde niemand verletzt. Einsatzkräfte mehrerer Einheiten der Staatlichen Feuerwehr sowie spezialisierte Suchhunde waren im Stadtbezirk Grzegórzki im Einsatz. Podkom. Iwona Szelichiewicz vom Presseteam der Woiwodschaftspolizeikommandantur in Krakau bestätigte, dass bei dem Vorfall niemand zu Schaden gekommen sei. Da das Gebäude bereits leer stand, fanden die Rettungskräfte unter den Trümmern keine Opfer. Der Einsturz ereignete sich im Stadtzentrum und löste umgehend einen größeren Einsatz mehrerer Hilfsdienste aus.
An der Such- und Rettungsaktion beteiligten sich Hunde, die darauf trainiert sind, Menschen in Trümmern und Lawinenschnee aufzuspüren. Sie wurden eingesetzt, um das eingestürzte Gebäude systematisch zu kontrollieren. Die Einsatzkräfte arbeiteten die ganze Nacht über, um auszuschließen, dass sich unter dem eingestürzten Dach noch Personen befanden. Der Sucheinsatz endete nach 2.00 Uhr, nachdem die Teams bestätigt hatten, dass sich niemand mehr in dem Gebäude befinde. Der Umfang des Einsatzes entsprach dem üblichen Vorgehen bei Gebäudeeinstürzen in städtischen Gebieten, in denen nicht registrierte Personen, etwa Obdachlose, erst nach einer vollständigen Durchsuchung sicher ausgeschlossen werden können. Der Einsatz von Trümmersuchhunden ermöglichte eine gründlichere Kontrolle des Schuttfeldes, als dies allein durch Sichtprüfung möglich gewesen wäre.
Nach dem Einsturz ordnete ein Bauaufsichtsinspektor vorsorglich die Evakuierung der Bewohner des benachbarten Mietshauses an. Die Entscheidung beruhte auf der Einschätzung, dass Schäden an dem eingestürzten Gebäude auch für angrenzende Häuser ein Risiko darstellen könnten. Bestätigte Angaben dazu, wie viele Bewohner von der Räumung betroffen waren oder wo sie vorübergehend untergebracht wurden, lagen zunächst nicht vor. Nach einem Bericht der Gazeta Krakowska handelte es sich dabei um die erste formale Verwaltungsentscheidung als Reaktion auf den Vorfall. Zum Zustand des Nachbargebäudes und zu möglichen weiteren statischen Prüfungen enthielten die verfügbaren Quellen keine näheren Angaben.
Im historischen Stadtkern von Krakau stehen zahlreiche Mietshäuser aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, von denen viele laufende Instandhaltung und regelmäßige bauliche Prüfungen erfordern. Auch in Grzegórzki, einem Stadtteil, der sich in dieser Zeit entwickelte, gibt es eine erhebliche Zahl solcher älteren Wohngebäude. Dacheinstürze und andere strukturelle Schäden an alternden Stadtbauten haben die polnischen Behörden in der Vergangenheit wiederholt veranlasst, die Kontrollpraxis bei Vorkriegsgebäuden zu überprüfen. Das von dem Vorfall betroffene Haus in der Grzegórzecka-Straße wurde als mehr als 100 Jahre alt beschrieben und stand bereits vor dem Einsturz leer. Der Vorfall in der Grzegórzecka-Straße lenkte die Aufmerksamkeit auf den Zustand leerstehender historischer Gebäude in der Stadt. Auch wenn der Ausgang angesichts der ausbleibenden Verletzten glimpflich war, verdeutlichte der Einsturz eines jahrhundertealten Bauwerks in einem dicht besiedelten innerstädtischen Viertel die baulichen Risiken, die von nicht instand gehaltenen Immobilien ausgehen. Zu den Eigentumsverhältnissen des Gebäudes oder zu früheren Kontrollen lagen in den Quellen keine Informationen vor. Polnische Behörden haben bis zum Zeitpunkt der Berichterstattung keine weitergehende Überprüfung vergleichbarer Gebäude in der Umgebung angekündigt.