Die israelischen Angriffe auf Iran haben sich am 16. März 2026 weiter verschärft. Mojtaba Khamenei, seit März 2026 Irans Oberster Führer, entging Berichten zufolge einem israelischen Raketenangriff nur um Sekunden. Zugleich meldeten Medien eine direkte Kontaktaufnahme zwischen Iran und den Vereinigten Staaten sowie neue rechtliche Vorwürfe gegen Israel.
Khamenei entgeht Angriff knapp
Audioaufnahmen zufolge entkam Mojtaba Khamenei einem israelischen Raketenangriff nur um Sekunden.
Israel meldet Schlag gegen IRGC-Marine
Israel erklärte, das Hauptquartier der Marine der Islamischen Revolutionsgarde zerstört zu haben.
UN und Teheran erhöhen rechtlichen Druck
Die Vereinten Nationen stuften einen Angriff aus dem Jahr 2025 als Kriegsverbrechen ein, während Teheran von „Ökozid“ sprach.
Direkter Kontakt zwischen Iran und USA
Medienberichten zufolge nahmen Iran und die Vereinigten Staaten erstmals seit Kriegsbeginn direkten Kontakt auf.
Airlines setzen Flüge weiter aus
LOT Polish Airlines und AEGEAN verlängerten beziehungsweise erweiterten Flugstreichungen im Nahen Osten.
Israels Angriffe auf Iran haben sich am 16. März 2026 verschärft. Mojtaba Khamenei, der Oberste Führer Irans, entging bei israelischen Raketenangriffen nur knapp dem Tod, während Israel nach eigenen Angaben das Hauptquartier der Marine der Islamischen Revolutionsgarde zerstört habe. Audioaufnahmen legen nach einem Bericht von Notícias ao Minuto nahe, dass Khamenei den Angriffen nur um Sekunden entkam. Die Attacken veranlassten Teheran laut ANSA dazu, Israel nach Angriffen auf Treibstofflager des „Ökozids“ zu beschuldigen. Zugleich erklärten die Vereinten Nationen nach Angaben von Spiegel Online einen israelischen Angriff auf Iran aus dem Jahr 2025 zu einem Kriegsverbrechen. Die sich ausweitende Auseinandersetzung hat zudem diplomatische Akteure einbezogen. Medienberichten zufolge nahmen Iran und die Vereinigten Staaten erstmals seit Beginn des Krieges direkten Kontakt auf.
Audioaufnahmen legen knappes Entkommen des Obersten Führers nahe Mojtaba Khamenei, der im März 2026 nach der Tötung seines Vaters Ali Khamenei zum dritten Obersten Führer Irans wurde, soll sich an einem Ort befunden haben, der von israelischen Raketen getroffen wurde. Berichten zufolge entkam er dem Tod nur um Sekunden. Die von Notícias ao Minuto angeführten Audioaufnahmen enthalten demnach Angaben dazu, wo er sich in dem Moment aufhielt, als die Raketen einschlugen. Auch Digi24 berichtete über den Vorfall und beschrieb, an welcher Stelle sich Khamenei befunden habe, als die israelischen Angriffe niedergingen. Khamenei ist das zweite Kind und ein Sohn des früheren Obersten Führers Ali Khamenei und übernahm laut Personenregister im März 2026 das Amt des Obersten Führers. Dass er nur knapp verfehlt wurde, markiert eine erhebliche Verschärfung der direkten Bedrohung der iranischen Führungsspitze im laufenden Konflikt. Bestätigte Informationen zum genauen Ort des Vorfalls oder zu möglichen Opfern unter seinen Begleitern liegen nicht vor.
UN-Einstufung als Kriegsverbrechen und Teherans Ökozid-Vorwurf erhöhen den rechtlichen Druck Die Vereinten Nationen erklärten laut Spiegel Online einen israelischen Angriff auf Iran aus dem Jahr 2025 zu einem Kriegsverbrechen. Damit erhält die laufende militärische Konfrontation zusätzlich eine völkerrechtliche Dimension. Teheran bezeichnete israelische Angriffe auf iranische Treibstofflager laut ANSA gesondert als „Ökozid“, also als großflächige Zerstörung der Umwelt. Gerade diese Angriffe auf Treibstoffdepots stießen bei iranischen Vertretern auf besondere Kritik, die die Attacken als Angriffe auf zivile und umweltrelevante Infrastruktur einordneten. Israel erklärte nach Angaben von RTP, das Hauptquartier der Islamischen Revolutionsgarde-Marine zerstört zu haben. Die Kombination aus der UN-Einstufung und den iranischen Umweltvorwürfen deutet darauf hin, dass Teheran bemüht ist, gegen die israelischen Militäroperationen einen internationalen rechtlichen und diplomatischen Fall aufzubauen. Bestätigte Angaben dazu, welchen konkreten Angriff aus dem Jahr 2025 die Vereinten Nationen in ihrer Entscheidung behandelten, liegen nicht vor.
Direkter Iran-USA-Kontakt und Flugaussetzungen zeigen regionale Folgen Iran und die Vereinigten Staaten nahmen Medienberichten, auf die sich rmf24.pl berief, erstmals seit Beginn des Krieges direkten Kontakt auf. Das könnte auf eine Veränderung der diplomatischen Lage rund um den Konflikt hindeuten. Art und Inhalt dieses Kontakts wurden in den vorliegenden Quellen jedoch nicht bestätigt. Die regionale Reichweite des Konflikts zeigte sich außerdem im Luftverkehr. Die polnische Fluggesellschaft LOT Polish Airlines verlängerte laut naTemat.pl die Aussetzung von Flügen zu vier Zielen im Nahen Osten. Auch die griechische Fluggesellschaft AEGEAN kündigte laut in.gr zusätzliche Flugstreichungen von und nach dem Nahen Osten an. Die parallelen Entscheidungen zweier europäischer Airlines, die Aussetzungen zu verlängern, verdeutlichen die wachsenden Auswirkungen des Konflikts zwischen Israel und Iran auf den zivilen Luftverkehr in der gesamten Region.
Der Konflikt zwischen Israel und Iran hat sich in der Zeit vor März 2026 deutlich verschärft. Mojtaba Khamenei wurde im März 2026 nach der Tötung seines Vaters Ali Khamenei zum Obersten Führer Irans. Das bedeutete einen tiefgreifenden Wechsel in der iranischen Führungsstruktur. Die Marine der Islamischen Revolutionsgarde ist der Seekriegszweig der Revolutionsgarde, einer Formation, die für Irans militärische Positionierung im Persischen Golf und im weiteren Nahen Osten zentral ist. Die von Spiegel Online berichtete Einstufung eines israelischen Angriffs aus dem Jahr 2025 als Kriegsverbrechen durch die Vereinten Nationen ist Teil einer breiteren internationalen rechtlichen Debatte über die Kriegsführung in diesem Konflikt.