Polnische Sicherheitsbehörden haben einen Cyberangriffsversuch auf das Nationale Zentrum für Nuklearforschung (NCBJ) in Otwock-Świerk vereitelt, wie am 12. März 2026 bekannt gegeben wurde. Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit des Landes oder den Betrieb des einzigen polnischen Forschungsreaktors Maria. Vizepremierminister und Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski teilte mit, dass gesammelte Beweise auf die Beteiligung von mit dem Iran in Verbindung stehenden Hackern hindeuten.

Angriff abgewehrt

Polnische Cybersicherheitsbehörden blockierten einen Infiltrationsversuch der IT-Systeme des Nationalen Zentrums für Nuklearforschung.

Iranische Spur

Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski verwies auf Beweise, die die Täter mit vom Iran unterstützten Hackergruppen in Verbindung bringen.

Sicherheit des Reaktors

Der Reaktor Maria sowie die kritischen nuklearen Sicherheitssysteme wurden nicht kompromittiert, da sie von externen Netzwerken isoliert sind.

Polnische Sicherheitsbehörden haben einen Cyberangriffsversuch auf das Nationale Zentrum für Nuklearforschung (NCBJ) in Otwock-Świerk vereitelt, wie am 12. März 2026 bekannt gegeben wurde. Der Vorfall hatte keine Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit des Landes oder die Stabilität des Betriebs des einzigen in Polen befindlichen Forschungs-reaktors Maria. Offiziellen Mitteilungen zufolge unternahmen die Hacker einen Versuch, die IT-Systeme der wichtigen wissenschaftlichen Einrichtung zu infiltrieren, doch die Verteidigungssysteme funktionierten ordnungsgemäß. Die mit der Untersuchung beauftragten Ermittler deuten darauf hin, dass hinter dem Angriff mit Teheran verbundene Gruppen stehen. Führende Nachrichtenagenturen und polnische Behörden bestätigten die Abwehr des Angriffs und wiesen darauf hin, dass keine sensiblen Daten entwendet wurden.

Vizepremierminister und Digitalisierungsminister Krzysztof Gawkowski teilte mit, dass polnische Behörden die Bedrohung überwacht und den Zugang zur kritischen Infrastruktur erfolgreich blockiert hätten. Wie das Portal Politico berichtet, führt die polnische Regierung derzeit eine detaillierte Untersuchung durch, um das Ausmaß des Angriffs und die von den Angreifern verwendeten Methoden festzustellen. Experten analysieren Spuren, die in den Iran führen, unter Berücksichtigung der Aktivitäten von Hackergruppen aus dieser Region. Der Minister betonte, dass der polnische Cyberspace unter ständigem Schutz stehe und der Angriff auf den Nuklearsektor eine sofortige Reaktion ausgelöst habe. „Cyberatak na NCBJ. Ślad prowadzi do Iranu” (Cyberangriff auf das NCBJ. Die Spur führt in den Iran) — Krzysztof Gawkowski via TVN24

Das Nationale Zentrum für Nuklearforschung wurde am 1. September 2011 durch die Fusion des Instituts für Atomenergie und des Instituts für Nuklearprobleme gegründet. Es ist das größte Forschungsinstitut in Polen, beschäftigt über tausend Mitarbeiter und führt fortgeschrittene Arbeiten auf den Gebieten der Nuklearenergie und Teilchenphysik durch. Das Zentrum in Świerk ist ein Schlüsselelement der polnischen wissenschaftlichen Infrastruktur, und seine Sicherheit unterliegt strengen nationalen und internationalen Verfahren. Internationale Medien, darunter Reuters und Le Figaro, weisen auf Spannungen in den Beziehungen zum Iran als Hintergrund dieses Vorfalls hin. In den letzten Wochen wurde eine Eskalation von Konflikten im Nahen Osten verzeichnet, was zu einer verstärkten Aktivität im digitalen Bereich gegen westliche Staaten führt. Polnische Geheimdienste arbeiten mit ausländischen Partnern zusammen, um zu überprüfen, ob der Angriff auf das NCBJ Teil einer breiteren Kampagne gegen die Energieinfrastruktur Europas war. Die Lage in Otwock-Świerk bleibt stabil, und das Personal des Zentrums setzt seine routinemäßigen Forschungsaktivitäten ohne Unterbrechung fort.

Cyberangriff auf das NCBJ im März 2026: 12. März, vormittags — Angriffserkennung; 12. März, mittags — Offizielle Mitteilung; 12. März, abends — Veröffentlichung durch Politico; 13. März, 12:31 Uhr — Aktueller Stand

Mentioned People

  • Krzysztof Gawkowski — polnischer Politiker, Kommunalpolitiker und Schriftsteller, Doktor der Geisteswissenschaften, Abgeordneter des Sejm der IX. und X. Wahlperiode (seit 2019), stellvertretender Vorsitzender der Neuen Lin