Die griechische Regierung analysiert offiziell die Einführung eines gesetzlichen Verbots der Gesichtsverschleierung an öffentlichen Orten. Minister Thanos Plevris bestätigte, dass an Regelungen für Burka und Niqab gearbeitet wird.
Offizielle Bestätigung der Arbeiten
Minister Thanos Plevris kündigte im Parlament an, dass die Regierung den rechtlichen Rahmen für ein Verbot der vollständigen Gesichtsverhüllung prüft.
Umfang der Regulierung
Ein mögliches Verbot würde Burka und Niqab betreffen, nicht aber traditionelle islamische Kopftücher (Hidschab).
Argumentation der Regierung
Die Behörden argumentieren, dass die Burka die Würde der Frauen verletzt und eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen kann.
Der griechische Minister für Migration und Asyl, Thanos Plevris, informierte am 11. März 2026, dass die Regierung in Athen die Einführung eines gesetzlichen Verbots des Tragens der Burka an öffentlichen Orten erwägt. Während einer Rede im Plenum des Parlaments bestätigte der Minister, dass diese Frage derzeit Gegenstand von Analysen sei und sich in der Phase der Prüfung möglicher rechtlicher Lösungen befinde. Potenzielle Regelungen sollen ausschließlich Kleidungsstücke betreffen, die das Gesicht vollständig bedecken, wie die Burka oder der Niqab. Thanos Plevris schränkte gleichzeitig ein, dass die Arbeiten an den neuen Vorschriften traditionelle islamische Kopftücher, die das Gesicht nicht verdecken, nicht umfassen werden. Derzeit befindet sich der Entwurf in der Phase vorläufiger Analysen, und die Regierung hat noch keinen konkreten Zeitplan oder endgültigen Umfang der geplanten Restriktionen festgelegt.
Die Entscheidung, Arbeiten an einem Verbot aufzunehmen, resultiert aus der Analyse rechtlicher Lösungen, die bereits in anderen europäischen Ländern funktionieren und die Griechenland an das eigene System anpassen möchte. Thanos Plevris argumentierte, dass die vollständige Gesichtsverhüllung im öffentlichen Raum grundlegende gesellschaftliche Werte verletze und eine erhebliche Herausforderung für die öffentliche Sicherheit darstellen könne. Nach Ansicht des Ministers verletzt das Tragen der Burka die Würde der Frauen unmittelbar, was eine der Hauptgrundlagen für die Erwägung eines legislativen Eingriffs darstellt. Das Ministerium für Migration und Asyl prüft derzeit, wie ähnliche Verbote in anderen Ländern umgesetzt wurden, um bei der Ausarbeitung des griechischen Gesetzes rechtliche Fehler zu vermeiden. „Το ζήτημα είναι στο τραπέζι. Εξετάζουμε το νομικό πλαίσιο άλλων χωρών” (Das Thema liegt auf dem Tisch. Wir prüfen den rechtlichen Rahmen anderer Länder) — Thanos Plevris via H Kαθημερινή
Griechenland bleibt seit Jahren eines der Haupttransit- und Zielländer für Migranten, die über die Ägäis nach Europa kommen, was regelmäßig Debatten über kulturelle Integration auslöst. Die Diskussion über ein Verbot der Gesichtsverschleierung fügt sich in einen breiteren legislativen Trend ein, der in der Europäischen Union sichtbar ist und von Frankreich eingeleitet wurde, das als erstes Land 2011 ähnliche Vorschriften einführte. Im griechischen Parlament waren Fragen zu religiösen Symbolen im öffentlichen Raum selten Gegenstand so radikaler Gesetzesvorschläge. Bisheriger Ansatz der Behörden in Athen war es, direkte Verbote religiöser Kleidung zu vermeiden und sich eher auf Asylverfahren und Grenzschutz zu konzentrieren. Analyse des geplanten Verbotsumfangs: Vollständige Gesichtsverhüllung (Burka, Niqab): Keine gesetzlichen Einschränkungen → Geplantes Verbot an öffentlichen Orten; Islamische Kopftücher (Hidschab): Erlaubt → Bleiben erlaubt (von den Arbeiten ausgenommen); Begründung der Regulierung: Keine präzise Doktrin → Sicherheit und Würde der Frauen
Mentioned People
- Thanos Plevris — Minister für Migration und Asyl Griechenlands
- Kyriakos Mitsotakis — Premierminister Griechenlands