In Bagdads diplomatischem Viertel ist in der Nacht zum 17. März ein Hotel mit italienischem Militärpersonal von einer Drohne getroffen worden. Zugleich wurden nach Berichten Angriffe auf die US-Botschaft abgefangen und das Hauptquartier einer EU-Mission von einem Geschoss getroffen. Verletzte unter den italienischen Soldaten wurden nicht gemeldet.

Drohne trifft Hotel mit italienischem Militärpersonal

Am 16. März 2026 wurde das Dach eines Hotels in Bagdads diplomatischem Viertel getroffen, in dem italienische Militärangehörige untergebracht waren. Verletzte wurden dort nicht gemeldet.

Auch EU-Mission und US-Botschaft betroffen

Das Hauptquartier einer EU-Mission wurde von einem Geschoss getroffen. Angriffe auf die US-Botschaft in der Grünen Zone wurden nach Berichten abgefangen, bevor Schäden entstanden.

Angriffe konzentrieren sich auf die Grüne Zone

Die Vorfälle in der Nacht zum 17. März richteten sich gegen zentrale ausländische Präsenzen im stark gesicherten Regierungs- und Diplomatenviertel Bagdads.

Parallel 142 Verletzte in Israel gemeldet

ANSA berichtete von 142 Verletzten in Israel binnen 24 Stunden nach Iran zugeschriebenen Angriffen. Diese Entwicklung gilt als von den Vorfällen in Bagdad getrennt.

Keine bestätigten Angaben zu Tätern

Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lag keine bestätigte Information dazu vor, wer die Verantwortung für die Angriffe in Bagdad beanspruchte.

Eine Drohne hat am 16. März 2026 das Dach eines Hotels im diplomatischen Viertel von Bagdad getroffen, in dem italienische Militärangehörige untergebracht waren. Das berichteten mehrere Medien. Zeitgleich wurden demnach separate Angriffe auf die Botschaft der Vereinigten Staaten abgefangen, und das Hauptquartier einer Mission der Europäischen Union wurde von einem Geschoss getroffen. Unter den italienischen Militärangehörigen in dem Hotel gab es nach vorliegenden Angaben keine Verletzten. Die Angriffe konzentrierten sich auf Bagdads Grüne Zone, das stark befestigte Areal, in dem die irakische Regierung ihren Sitz hat und in dem zahlreiche ausländische diplomatische Vertretungen untergebracht sind. Die Vorfälle ereigneten sich in der Nacht vom 16. auf den 17. März 2026 und lenkten die internationale Aufmerksamkeit auf die Sicherheitslage in der irakischen Hauptstadt.

Hauptquartier einer EU-Mission während Angriffswelle getroffen Das Hauptquartier einer Mission der Europäischen Union in Bagdad ist nach Angaben von La Libre.be während derselben Angriffswelle von einem Geschoss getroffen worden. Bei der betreffenden Mission handelt es sich den vorliegenden Hinweisen zufolge um die Präsenz von EUAM Iraq, der 2017 eingerichteten EU-Einrichtung zur Unterstützung der Reform des irakischen Sicherheitssektors. Auch die Botschaft der Vereinigten Staaten in der Grünen Zone war Ziel von Angriffen, diese seien jedoch abgefangen worden, bevor Schäden entstanden, berichteten Al Jazeera und Le Parisien. Die Häufung der Angriffe auf das diplomatische Viertel deutet auf ein koordiniertes Vorgehen gegen ausländische Präsenzen im Zentrum Bagdads hin. Bestätigte Angaben zu möglichen Opfern im Hauptquartier der EU-Mission oder im Bereich der US-Botschaft lagen zunächst nicht vor. Die Abfolge der Vorfälle – Hotel, EU-Mission, US-Botschaft – legt ein breiteres Angriffsmuster gegen zentrale Einrichtungen in der Grünen Zone nahe.

Breitere regionale Gewalt: 142 Verletzte in Israel nach iranischen Angriffen Unabhängig davon wurden in Israel nach Angaben von ANSA in den 24 Stunden bis zum 16. März 2026 142 (people) — 142 Verletzte in Israel binnen 24 Stunden nach iranischen Angriffen gemeldet. Die Verletzten in Israel stehen für einen eigenständigen, parallel verlaufenden Strang regionaler Gewalt und sind von den Vorfällen in Bagdad zu trennen. Bestätigte Informationen aus den zugänglichen Quellenartikeln zur Art der bei den Angriffen auf Israel eingesetzten Waffen oder zu den konkreten Orten im Land, an denen die Verletzungen auftraten, lagen nicht vor. Beide Ereigniskomplexe – in Bagdad und in Israel – spielten sich innerhalb desselben 24-Stunden-Zeitfensters ab und verweisen auf ein breiteres Muster der Instabilität im Nahen Osten. Zum Zeitpunkt der Berichterstattung lagen keine bestätigten Angaben dazu vor, wer für die Angriffe in Bagdad die Verantwortung beanspruchte.

Die Geschichte der Grünen Zone als Angriffsziel verweist auf anhaltende Bedrohung Die Grüne Zone ist über Jahre hinweg wiederholt Ziel von Raketen- und Drohnenangriffen gewesen, insbesondere durch mit Iran verbundene bewaffnete Gruppen im Irak. Das Gebiet wurde ursprünglich während der von den USA geführten Besatzung des Irak nach der Invasion von 2003 als gesicherter Perimeter eingerichtet und ist seither das administrative und diplomatische Zentrum des Landes geblieben. Die Mission EUAM Iraq wurde 2017 auf Ersuchen der irakischen Regierung eingerichtet, um bei der Reform des Sicherheitssektors zu unterstützen, und gehört damit zu mehreren internationalen Präsenzen, die sich in oder nahe der Zone konzentrieren. Die italienischen Militärangehörigen in dem getroffenen Hotel blieben nach Angaben von ANSA unverletzt. Die Agentur berichtete, niemand sei von dem Vorfall betroffen gewesen, obwohl die Drohne das Dach des Gebäudes getroffen habe. Italien unterhält im Irak im Rahmen eines breiteren internationalen Engagements eine militärische Präsenz. Die US-Botschaft in Bagdad ist in den vergangenen Jahren wiederholt Ziel von Angriffen mit Geschossen und Drohnen gewesen; Abfangsysteme werden dort regelmäßig eingesetzt, um anfliegende Bedrohungen abzuwehren. Die Ereignisse vom 16. und 17. März fügen sich in ein Muster anhaltenden Drucks auf ausländische diplomatische und militärische Präsenzen in der irakischen Hauptstadt ein. Offizielle Stellungnahmen der irakischen Regierung, des US-Außenministeriums oder von EU-Behörden waren in den zum Zeitpunkt dieses Berichts verfügbaren Quellenartikeln nicht enthalten.