Mindestens sechs französische Soldaten wurden bei einem gezielten Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt im irakischen Machmur verletzt. Der Vorfall löste eine sofortige Reaktion der Regierung in Rom aus, die eine Reduzierung des diplomatischen Personals anordnete und das Alarmniveau für italienische Kontingente anhob.
Verletzte französische Soldaten
Bei einem Drohnenangriff auf die Basis in Machmur wurden mindestens sechs französische Soldaten verletzt.
Reaktion Italiens
Verteidigungsminister Guido Crosetto stufte den Angriff als gezielt ein, was zur Reduzierung des Botschaftspersonals und zur Evakuierungsbereitschaft führt.
Angespannte Lage in der Region
Die Basis in Machmur liegt in einer umstrittenen Region zwischen Bagdad und Kurdistan, wo weiterhin ISIS-Zellen aktiv sind.
Mindestens sechs französische Soldaten wurden bei einem Drohnenangriff auf einen Militärstützpunkt im irakischen Machmur verletzt, der am Donnerstag, dem 12. März 2026, stattfand. Der Gouverneur von Erbil bestätigte den Vorfall und die Zahl der Verletzten und wies auf den schwerwiegenden Charakter des Ereignisses in dieser umstrittenen Region hin. Der Angriff richtete sich gegen militärische Anlagen in der Nähe eines strategischen Gebirgszuges, in dem Einheiten der internationalen Koalition stationiert sind. Der Zustand der verletzten Soldaten wurde in offiziellen Mitteilungen nicht im Detail angegeben, doch die medizinischen Dienste der Basis leiteten unmittelbar nach Ende der Gefahr Rettungsmaßnahmen ein.
Der italienische Verteidigungsminister Guido Crosetto bewertete den Vorfall eindeutig als geplante Aktion, die gegen ausländisches Personal im Irak gerichtet war. In der Basis in Erbil sind derzeit 141 italienische Soldaten stationiert, die laut Angaben des Ministeriums bei diesem speziellen Angriff nicht verletzt wurden. Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni teilte mit, dass sie die Entwicklung der Lage laufend verfolge und mit dem operativen Kommando in Kontakt bleibe. Als Reaktion auf die erhöhte Bedrohung beschlossen die Behörden in Rom eine sofortige Reduzierung des zivilen Personals in ihrer Botschaft im Irak und aktivierten gleichzeitig zuvor vorbereitete Sicherheitsverfahren. „A Erbil un attacco deliberato. A Erbil stazionano 141 militari, il cui piano di evacuazione è già stato predisposto da tempo” (In Erbil ein gezielter Angriff. In Erbil sind 141 Soldaten stationiert, deren Evakuierungsplan bereits seit längerer Zeit vorbereitet ist.) — Guido Crosetto via ANSA
Der Kommandant der Basis beschrieb den dramatischen Ablauf des Ereignisses, das mit der Aktivierung von Frühwarnsystemen begann. Nach dem Hören der Alarmsirenen begaben sich die auf dem Gelände stationierten Soldaten sofort in vorbereitete Schutzräume und Bunker, was wahrscheinlich eine höhere Zahl von Opfern verhinderte. Kurz darauf erfolgte eine starke Explosion, nach der auf dem Gelände der Basis ein Feuer ausbrach, das von den Feuerwehreinheiten nach mehreren Dutzend Minuten unter Kontrolle gebracht wurde. Obwohl Evakuierungspläne für das italienische Kontingent bereitstehen, hält das Kommando derzeit das höchste Alarmniveau aufrecht und analysiert die Flugbahn der Drohne sowie mögliche Täter des Angriffs. Der Distrikt Machmur, südwestlich von Erbil gelegen, ist seit Jahren Gegenstand eines territorialen Streits zwischen der Zentralregierung in Bagdad und der Regionalregierung Kurdistans. Im Oktober 2023 kam es in derselben Region zu Gefechten zwischen irakischen Bodentruppen und kurdischen Peschmerga um die Kontrolle über Beobachtungsposten. Italienische Auslandsmissionen im Irak waren wiederholt Ziel von Angriffen, von denen der tragischste der Anschlag in Nasiriya im Jahr 2003 bleibt, bei dem 19 Italiener starben. 141 (żołnierzy) — Anzahl des in Erbil stationierten italienischen Militärpersonals Ablauf des Vorfalls in Machmur: 12. März, Nachmittag — Alarm in der Basis; 12. März, Abend — Drohnenangriff; 12. März, 17:53 — Reaktion Italiens; 12. März, 21:48 — Bestätigung der Opfer
Mentioned People
- Guido Crosetto — italienischer Politiker, seit dem 22. Oktober 2022 Verteidigungsminister in der Regierung Meloni
- Giorgia Meloni — italienische Politikerin, Vorsitzende des Ministerrates der Italienischen Republik seit dem 22. Oktober 2022